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Messenger-Apps: 8 WhatsApp-Alternativen

Ein Artikel von , veröffentlicht am 12.11.2015, bearbeitet am18.01.2021

Viele Messenger-Apps sind heute standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Dritte können also unterwegs nicht mitlesen. Trotzdem gibt es bei einigen Messengern Sicherheitslücken. Wir geben einen Überblick mit den wichtigsten Vor- und Nachteilen.

Signal: Krypto-Pionier aus den USA

Das Verschlüsselungsprotokoll von Signal gilt als Goldstandard in der Kryptoszene. Der Messenger startete 2008, er war der erste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Betrieben wird er von der nichtkommerziellen Organisation „Open Whisper Systems“ mit Sitz in den USA.  [Ganzer Text]

 Telegram: Russische Alternative

Der populäre russische Messenger Telegram setzt ganz auf gute Nutzbarkeit. Doch Vorsicht: Chats sind standardmäßig nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch ist der Umgang mit Metadaten nicht ganz transparent. Wegen rigider russischer Gesetze sitzt der Anbieter nun in Dubai. [Ganzer Text]

Threema: Schweizer App für kleines Geld

Der Messenger der Schweizer Threema GmbH existiert seit 2012 und ist bei Bedarf anonym nutzbar. Seit Ende 2020 ist Threema quelloffen und konnte so seinen hervorragenden Ruf noch verbessern. Die App kostet einmalig vier Euro und ist für Android und iOS verfügbar. [Ganzer Text]

 Wire: Voller Genuss nur in Pro-Version

Wire startete seinen Dienst erst 2014, der Sitz des Anbieters ist in Berlin und in der Schweiz. In unserer Pro- und Contra-Bewertung schneidet er sehr gut ab. Er lässt sich anonym nutzen und geht pfleglich mit Nutzerdaten um. Allerdings sind einige Funktionen nur noch in der Pro-Version zu haben. [Ganzer Text]

 ginlo: Kostenlos aus Deutschland

Der Messenger wechselte einige Male den Besitzer, seit 2020 gehört er einer neu gegründeten GmbH. Die setzt auf hohe Sicherheit und nette Sonderfunktionen. Bald soll der Code öffentlich zugänglich sein. [Ganzer Text]

Delta.Chat: Dezentral aus Deutschland

Open-Source-Projekt aus Freiburg mit originellem Ansatz: Chat-Nachrichten laufen über die Infrastruktur bestehender E-Mail-Adressen. Versucht damit, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Unabhängigkeit von einem zentralen Dienstanbieter zu verbinden. [Ganzer Text]

 Briar: Höchste Sicherheit, wenig Komfort

Die Sicherheitsvorkehrungen des Messengers Briar machen seine Nutzung im Alltag eher unbequem. So anonym wie Briar ist dafür kein anderer Messenger. Die App-Nutzer kommunizieren über das anonyme Tor-Netzwerk und es fallen keinerlei Metadaten an.  [Ganzer Text]

 Kontalk: International und unabhängig

Hinter diesem Messenger steht keine Firma, sondern freiwillige Entwickler und Unterstützer aus aller Welt. Die Software ist quelloffen, Kosten werden durch Spenden gedeckt. Leider gibt es die App nur für Android, dafür ist der Dienst auch mit dem Messenger Conversations kompatibel. [Ganzer Text]

Was sind verschlüsselte Messenger?

Mit Messenger-Apps lassen sich Textnachrichten, Bilder, Videos und Dateianhänge über das Internet verschicken. Inzwischen gehören auch Gruppenchats und Internet-Telefonie zu den Standard-Funktionen. Messenger unterscheiden sich damit von der SMS-Funktion, bei der Text- oder Bildnachrichten über das Mobilfunknetz geschickt werden.

Lange Zeit verschickten Messenger-Apps Nachrichten weitgehend ungesichert über das Internet. Dritte konnten sehr einfach mitlesen. Erst seit den Enthüllungen des US-amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden begannen die Anbieter nach und nach, Verschlüsselungsverfahren einzuführen.

Am sichersten ist es dabei, wenn die Nachricht direkt vom Absendergerät verschlüsselt wird und zwar so, dass nur das Empfängergerät sie wieder entschlüsseln kann.

Dieses System nennen Experten „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“. Inzwischen gibt es viele Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wie unsere obige Liste zeigt, hat jede davon ihre Besonderheiten sowie ihre Vor- und Nachteile.

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