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Zugang zum Apple-Universum: Tipps rund um die Apple-ID

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Mit der Apple-ID können sich iOS-Nutzer für zahlreiche Apple-Dienste anmelden: iTunes, App-Store, iCloud – das alles funktioniert mit diesem zentralen Zugang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Funktionen, um diesen Zugang zu sichern. Hier erklären wir die wichtigsten, und wann sich welche Maßnahme eignet.

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App-Store · iTunes · Passwort · Zwei-Faktor-Authentifizierung
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Die Apple-ID besteht aus einer funktionierenden E-Mail-Adresse – egal von welchem Anbieter – und einem selbst gewählten Passwort. Mit einer Apple-ID sind in der Regel weitere Angaben verknüpft, wie Adresse, Zahlungsinformationen sowie persönliche Daten.

Wofür ist die Apple-ID notwendig?

Eine Apple-ID ist notwendig, wenn man Apples iCloud nutzen will. Dort kann man Adressbuch- und Kalender-Daten, Notizen, Fotos, Videos oder auch Safari-Lesezeichen (Bookmarks) speichern und mit anderen Geräten synchronisieren. Die Apple-ID ist auch der Schlüssel, um Programmen den Zugriff auf den iCloud Drive zu ermöglichen.

Die Messaging- und Kommunikations-Programme Facetime und Nachrichten (iMessage) lassen sich nur mit einer Apple-ID einrichten und geräteübergreifend verknüpfen. Die Familienfreigabe sowie die Privatfreigabe greift auf die Apple-ID zu, um Medieninhalte für mehrere Geräte beziehungsweise Benutzer freizuschalten.

Man braucht die Apple-ID auch, um in den Onlineshops von iTunes und iBooks einzukaufen oder Medien auszuleihen, um Apps aus dem App-Store zu laden, im Gamecenter und im Apple Store einzukaufen oder ein Abonnement von Apple Music abzuschließen.

Insgesamt listet Apple derzeit über 25 unterschiedliche Dienste und Angebote auf, für die man über eine Apple-ID verfügen muss.

Wer bekommt eine Apple-ID?

Grundsätzlich kann jedermann auf appleid.apple.com beliebig viele Apple-IDs anlegen – zum Beispiel zum Ausprobieren. Personen unter 13 Jahren dürfen nur als Teil einer Familiengruppe eine Apple-ID bekommen. Die Altersprüfung erfolgt nach dem angegebenen Geburtsdatum. Apple empfiehlt zwar, nur eine einzige ID für alle seine Dienste zu verwenden, doch es gibt durchaus Gründe, mit zwei Apple-IDs zu agieren.

Wie richtet man eine Apple-ID ein?

Bei der Inbetriebnahme eines neuen Apple-Gerätes oder bei der ersten Nutzung eines Apple-Dienstes wird man in der Regel dazu aufgefordert, eine Apple-ID anzugeben oder anzulegen. Der Nutzer braucht dann nur den Dialogen zu folgen.

An dieser Stelle eröffnet Apple die Möglichkeit, für die Apple-ID die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Das ist eine zusätzliche Sicherheitsstufe, bei der man für die Nutzung des Apple-ID-Zugangs neben dem Passwort einen zusätzlichen Code eingeben muss. Diesen Code sendet Apple per Kurznachricht an eine Mobilfunknummer, die man dafür hinterlegen muss.

Zudem gibt es die Möglichkeit, die Familienfreigabe zu aktivieren. Dabei kann man bis zu sechs Personen freischalten, die dann erworbene Apps, Musik oder Videos teilen können. Wie die Familienfreigabe funktioniert, erklären wir weiter unten.

Wann sind mehrere Apple-IDs sinnvoll?

Einige Experten raten dazu, mit zwei Apple-IDs die unterschiedlichen Nutzungsbereiche „Store“ und „iCloud“ klar voneinander zu trennen. Damit trennt man die Zahlungsdaten, die man hinterlegt hat, um bei iTunes oder im App-Store einzukaufen, von den Daten in der iCloud.

Die Datenspuren, die beispielsweise beim Kaufen, Leihen oder Streamen von Filmen, Musik oder Büchern anfallen, befinden sich dann an einem anderen Ort, als die Spuren der Dokumente, die in der iCloud gesichert sind. Das erschwert es den Anbietern oder Dritten, aus diesen Daten ein Verhaltensprofil für eine einzige Person zu erstellen.

Organizer- und Messenger-Dienste nicht splitten

„Organizer“-Dienste, wie Adressbuch, Kalender oder Erinnerungen sollte man besser nur mit einer ID verbinden. Diese Programme sind von Apple so miteinander verknüpft, dass man sonst jeweils eigene Datenbestände an Adressdaten, Terminen und Notizen aufbauen – und diese auch doppelt pflegen müsste. Ähnlich verhält es sich mit den Kommunikationsdiensten von Apple, wie iMessage und Facetime.

Familienfreigabe

Mit der Anfang 2015 eingeführten Familienfreigabe hat Apple die Nutzung von gekauften Inhalten durch mehrere Personen vereinfacht. Dabei kann ein Nutzer – der „Organisator“-  fünf andere Nutzer – die „Familienmitglieder“ –  freischalten.

Die Mitglieder behalten ihre eigenen Apple-IDs. Einkäufe aller Familienmitglieder werden über das Apple-Konto des Organisators abgerechnet. Alle erworbenen Medien stehen allen Mitgliedern zur Verfügung.

Einzelne Mitglieder können beim Einkaufen beschränkt werden, indem der Organisator vorher zustimmen muss. Auch der Zugang zum Streamingdienst Apple-Music kann unter fünf Personen geteilt werden.

Die Familienfreigabe steht der Einrichtung und Nutzung von zwei IDs nicht im Weg. Ein Vorteil von zwei Apple-IDs ist vielmehr, dass man private und berufliche Einkäufe und Nutzungen trennen kann. Dadurch kann man auch die Apple-ID mit Familienfreigabe auf bestimmte Dienste beschränken. Nutzer haben so einen guten Überblick über anfallende Kosten.

Wechsel der Apple-ID-Zuordnungen

Erworbene Medieninhalte oder Abonnements kann man pro Apple-ID auf bis zu zehn Geräten nutzen, davon fünf Computer. Im Apple-Sprachgebrauch nennt sich das „aktivieren“. Man kann sich alle bislang verknüpften Geräte in den Konto-Einstellungen des iTunes-Store anzeigen lassen. Dort kann man auch weitere Geräte verknüpfen (aktivieren) oder entfernen.

Computer und Geräte können laut Apple alle 90 Tage mit einer anderen Apple-ID verknüpft werden. Wer also mit seinen Medieninhalten zu einer neuen Apple-ID umziehen will, muss bedenken, dass vorherige Umzüge länger als 90 Tage zurückliegen müssen.

Ein Wechsel der E-Mail-Adresse, die je Apple-ID eingetragen ist, lässt sich ohne Weiteres vornehmen, wobei Sicherheitsabfragen und Bestätigungen erfolgen.

Apple-ID Wiederherstellen

Wer das Passwort für seine Apple-ID vergessen haben sollte, dem ermöglicht Apple, sich – nach entsprechender Identitätsprüfung – eine neue ID einzurichten. Bei der Identitätsprüfung kann man sich vorher für drei verschiedene Verfahren entscheiden:

  • Sicherheitsfrage beantworten.
  • Wiederherstellungsschlüssel eingeben (zweistufige Bestätigung).
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung. In diesem Fall muss man einen von Apple per SMS versendeten Code eingeben.

Empfehlenswert ist, entweder die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen, oder eine E-Mail-Adresse zur Wiederherstellung einzurichten. Diese Einstellungen können Sie in Ihrem iCloud-Konto vornehmen.

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