Ratgeber

Daten sichern mit Google One-Back-up

Ein Artikel von , veröffentlicht am 09.10.2017, bearbeitet am07.09.2023

Einige Daten könnt ihr bei Android-Geräten einfach über das Google-Konto sichern. Besonders schön: Das Backup ist so verschlüsselt, dass auch Google die Daten nicht lesen kann.

Zu unseren Backup-Tipps für iPhone und iPad geht es hier.

 

Normalerweise stehen Google-Lösungen bei uns nicht ganz oben in der Empfehlungsliste. Hier machen wir eine Ausnahme. Jedenfalls dann, wenn du dein Handy mit einem Google-Konto verknüpft hast.

Denn seit Android 9.0 sind Daten, die du über One-Back-up bei Google sicherst, automatisch Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet, dass auch Google selbst sie nicht entschlüsseln kann.

Gesichert sind diese Daten mit der PIN oder Passwort, mit dem du auch deinen Bildschirm sperrst. Aus Datenschutzsicht ist dieses Backup also unbedenklich.

Diese Daten sichert Google Ende-zu-Ende-verschlüsselt:

Systemeinstellungen: Alle Einstellungen, die du an deinem Betriebssystem gemacht hast. Zum Beispiel Klingeltöne, Ruhezeiten oder App-Berechtigungen.

WLAN-Passwörter: Wenn du dich in ein WLAN-Netz einloggst, merkt sich dein Handy das Passwort. Diese Passwörter kommen mit ins Backup.

SMS, MMS, Anrufliste: Auch diese Informationen werden gesichert.

App-Liste: Google merkt sich, welche Apps auf deinem Handy installiert waren. Beim Wiederherstellen werden diese Apps neu aus dem Playstore geladen.

Achtung: Apps, die du nicht aus dem Play Store hast, werden nicht gesichert. Auch Apps, die es im Playstore nicht mehr gibt, gehen verloren.

App-Daten: Jede App hat ihren eigenen Speicherbereich, auf den nur sie zugreifen kann. Messenger-Apps legen dort zum Beispiel die Nachrichten ab, Spiele-Apps speichern den Spielstand.

Entwickler*innen können ihre App so konfigurieren, dass dieser Bereich auch verschlüsselt in Googles One-Back-up gesichert wird. In diesem Fall ist die App nach dem Wiederherstellen genau so, wie sie vorher war.

Aber nicht alle Entwickler*innen folgen dieser Empfehlung. In dem Fall musst du die App nach dem Wiederherstellen komplett neu einrichten. Welche Apps ihre Daten in One-Back-up integrieren und welche nicht, sieht man leider nicht vorher.

Nicht alle Daten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt

Im Sicherungs-Menü von Google ist nicht klar erkennbar, welche Daten über One-Back-up gesichert werden und damit für Google unzugänglich sind, und welche auf andere Art gesichert werden.

Dadurch kann es leicht passieren, dass man alles sichert und damit auch Fotos, Videos, eigene Dateien und Kontakte im Google-Konto hinterlegt. Auf diesen Teil der Daten hat Google allerdings Zugriff und räumt sich in den Datenschutzbestimmungen auch das Recht ein, sie für seine Zwecke zu analysieren.

Wenn du das nicht möchtest, solltest du im Menü die Punkte „Fotos und Videos“ und „Google-Kontodaten“ entsprechend konfigurieren (siehe Anleitung nächster Abschnitt). Diese Daten kannst du auch leicht mit einer anderen App sichern.

Backup mit Google erstellen: So geht's:

Die Screenshots wurden mit einem Samsung Galaxy S23 und Android 13 gemacht.

1. Menü öffnen

Es gibt je nach Android-Version und Hersteller verschiedene Möglichkeiten, zu dem richtigen Menüpunkt zu kommen.

Bei den meisten Geräten funktioniert dieser Weg:

Einstellungen (Zahnrad-Symbol)> Google > Sicherung

Bei manchen Herstellern funktioniert auch dieser Pfad:

Einstellungen > System (System & Aktualisierungen) > Sicherung (Sichern und Wiederherstellen)

Bei Samsung gibt es auch diesen Pfad:

Einstellungen > Konten und Sicherung > Google Drive: Sichern von Daten

Egal, auf welchem Weg du dorthin gelangst – am Ende solltest du auf einer Seite herauskommen, die so aussieht. Jedenfalls, wenn du die Sicherung noch nicht aktiviert hast.

So sieht das Menü aus, wenn du Googles Sicherung noch nicht aktiviert hast. Tippe auf Aktivieren, um das Backup zu konfigurieren. Keine Sorge, die Sicherung beginnt erst nach einer weiteren Bestätigung.

Du kannst unbesorgt auf „Aktivieren“ tippen – die Sicherung startet erst nach einer weiteren Bestätigung.

So sieht das Menü aus, wenn du Google One-Back-up aktiviert hast. Erst wenn du auf Jetzt sichern tippst, werden Daten übertragen.

2. Backup konfigurieren

Wenn du nicht möchtest, dass Google alle Fotos und Videos von deinem Handy im Google-Konto speichert, dann achte darauf, dass unter dem Menüpunkt „Fotos und Videos“ „Aus“ steht. Scrolle dazu auf dem Bildschirm, auf dem du jetzt bist, nach unten.

Wenn du Fotos und Videos nicht auf Googles Server laden willst, achte darauf, dass bei diesem Punkt Aus steht.

Falls der Punkt aktiviert ist, tippe darauf und setze den Schieberegler nach links.

Tippe im selben Menü einmal auf den Punkt "Google Kontodaten", um zu sehen, welche Daten im Google-Konto gespeichert werden. Wenn du nicht möchtest, dass dein Adressbuch im Google-Konto landet, dann setze den Schieberegler bei „Kontakte“ auf links.

Wenn du deine Kontakte nicht auf Googles Server laden willst, achte darauf, dass der Schieberegler bei diesem Punkt links steht.
Wie du Fotos, Videos und Kontakte auch ohne Google-Konto sichern kannst, zeigen wir dir hier.

Wichtige Infos zum Google-Backup

  • Das Backup bei Google wird gelöscht, wenn dein Handy 57 Tage nicht genutzt wird
  • Wenn du das Backup deaktivierst, werden auch alle gespeicherten Daten gelöscht.
  • Die Daten aus Google One-Back-up lassen sich nur als Ganzes wiederherstellen. Es ist nicht möglich, auf einzelne Informationen daraus zuzugreifen.
  • Als Passwort für das Backup dient der Sperrcode von deinem Gerät. Wenn du die Sicherung auf einem neuen Gerät wiederherstellen willst, wird der Sperrcode Code des alten Geräts abgefragt. Wenn du ihn vergessen hast, kann ihn auch Google nicht wiederherstellen. Du hast dafür zehn Versuche, ab der fünften falschen Eingabe kommt eine Warnung. Nach zehn falschen Eingabeversuchen wird das Backup unwiederbringlich gelöscht.

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Miriam Ruhenstroth

Begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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