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Googles neuer Messenger Allo

Google möchte stärker im Messenger-Geschäft mitmischen. Das Unternehmen stellt mit Allo einen neu entwickelten Instant-Messenger vor. Dessen Sicherheitsniveau steht jedoch in der Kritik.

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Google · Messenger
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Google startet einen neuen Social Media Dienst: Mit „Allo“ will sich der US-Konzern Marktanteile am boomenden Messenger-Segment sichern. Die App beherrscht Gruppen-Chats und die Peer-To-Peer-Kommunikation, also die Unterhaltung zweier Gesprächspartner per Textnachricht.

Anders als andere Messenger wie Signal, Telegram oder WhatsApp bindet Allo aber auch einen Bot ein. Dieser Software-Agent ist lernfähig und kann eingetippte Fragen beantworten, etwa nach dem Wetter, Flugplänen oder Restaurants. Der Bot soll auch automatisch passende Antworten für die jeweiligen Gesprächspartner und -partnerinnen vorschlagen.

Die App kann außerdem Sprachnachrichten und Videos versenden. Einige Funktionen sind noch nicht eingedeutscht und zunächst nur in Englisch verfügbar.

Google startete aus dem Stand mit einer Million Downloads und besitzt damit ad hoc so viele Nutzer, wie der Konkurrent mit sicherer Verschlüsselung, Signal, der bereits seit mehreren Jahren verfügbar ist. Trotzdem bleibt fraglich, inwieweit sich der Internet-Konzern im hart umkämpften Messenger-Markt mit Allo etablieren kann. Zumal das Unternehmen mit „Google Hangouts“ bereits einen ähnlichen Kommunikationsdienst im Angebot hat.

Allo verfügt über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, womit Abhören und Mitlesen verhindert werden soll. Die muss jedoch erst über den Inkognito-Modus aktiviert werden, sonst speichert Google den Chat-Verlauf der Allo-Nutzer dauerhaft und unverschlüsselt. Dann jedoch benutzt Allo den gleiche Verschlüsselungs-Algorithmus wie Signal.

Whistleblower Edward Snowden warnte dennoch davor, die Privatsphäre dieses Dienstes zu überschätzen. „Nutzen Sie nicht Allo“, riet er. Es sei unklar, inwieweit der Internet-Riese, der heute seinen 18. Geburtstag feiert, eine Hintertür zu den verschlüsselten Gesprächsverläufen besäße und welche Metadaten über die Kommunikation seiner Nutzer er speichern würde.

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