Ratgeber

Handy-Hausmittel im Check: Kratzer auf dem Display loswerden

Ein Artikel von , veröffentlicht am 18.08.2023

Angeblich kann man Kratzer mit Zahnpasta oder Backpulver wegpolieren. Wir empfehlen das nicht.

Problem: Ihr habt euer Display mit dem Schlüssel zusammen in der Tasche gehabt oder es ist runtergefallen. Jetzt ist das Glas des Bildschirms verkratzt.

Keine Lösung: Polieren mit Zahnpasta oder einer Creme aus Natron und Wasser. Nicht zu empfehlen, denn das sind einfach Schleifmittel. Die Körnchen des Natrons oder der Zahnpaste schmirgeln an der Glasoberfläche, sodass man den Kratzer nicht mehr so gut sieht. Es kann aber leicht passieren, dass man damit alles viel schlimmer macht – nämlich noch mehr Kratzer ins Glas. Es gibt auch spezielle Politur für Displays. Die ist aber nur für solche aus Plastik gedacht oder für gröbere Glasoberflächen, zum Beispiel Spiegel.

Lösung (vorbeugend): Eine Schutzfolie fürs Display empfehlen wir sehr. Denn wenn das Handy fällt, geht der Bildschirm leicht kaputt und die Reparatur ist nicht günstig. Und dem Problem mit den Kratzern habt ihr damit auch vorgebeugt. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

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Was dahinter steckt: Grundsätzlich kann ein weicheres Material durch ein härteres verkratzt werden. Besonders gefährlich wäre also eine Diamantsammlung in der Hostentasche… Aber die haben ja die wenigsten. Heutige Handybildschirme kann man zum Glück gar nicht so leicht verkratzen. Sie sind meist aus extra hartem Glas. Bekannt ist das sogenannte Gorilla-Glas des Herstellers Corning. Das funktioniert mit der chemischen Vorspannung des Materials? Vorspan…was? Das Glas wird härter gemacht, indem man chemisch kleinere Teilchen durch größere austauscht. Also ein bisschen so, als würdet ihr aus einem Stoff dünne Fäden rausziehen und dann dafür dickeren einziehen: Das Material wird fester und ist gespannt.

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Hier findet ihr weitere Tipps: Das hilft bei Staub in der Ladebuchse

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Jonas Bickelmann

Leitet die Redaktion von mobilsicher. Er studierte Philosophie, machte ein Volontariat bei einer Berliner Tageszeitung und schreibt nicht nur gerne über grünere Smartphones, sondern als freier Autor auch über Reisen und Kultur.

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