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Hätten Sie’s gewusst? Google erfasst Einkäufe durch E-Mail-Analyse

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Google analysiert den Inhalt von E-Mails, die an Gmail-Adressen gesendet werden. Anhand von Bestellbestätigungen oder Rechnungen erkennt ein Algorithmus getätigte Einkäufe und listet sie im Google-Konto unter „Käufe“ auf. Die Praxis ist nicht neu, aber bisher kaum bekannt.

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E-Mail · Google
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Wer eine E-Mail-Adresse von Google nutzt, macht Abstriche in Sachen Privatsphäre: Der Konzern erfährt nicht nur, wann Sie per E-Mail mit wem kommunizieren, sondern analysiert auch den Inhalt jeder verschickten und empfangenen E-Mail.

Was Google aus diesen Inhalten extrahiert, kann man eindrucksvoll unter dem Menüpunkt „Käufe“ im eigenen Google-Konto sehen. Am Computer finden Sie den Punkt so:

  1. Im Google-Konto einloggen (www.google.de aufrufen, oben links auf „Anmelden“ tippen)
  2. Im Menü links auf den Punkt „Zahlungen und Abos“ klicken
  3. Unter dem Punkt „Käufe“ auf „Käufe verwalten“ klicken

Zunächst wenig überraschend: Dort sind alle Käufe zu sehen, die man zum Beispiel über Googles Play-Store oder über den Google Assistant abgewickelt hat.

Wie der Journalist Todd Haselton vergangenen Freitag im US-Nachrichtensender CNBC berichtete, landen dort allerdings auch Käufe von ganz anderen Online-Händlern – etwa von Amazon -, sofern man bei dem Kauf seine Gmail-Adresse angegeben hat.

Dann landen Kaufbestätigung und Rechnung im Gmail-Konto – wo Google sie automatisch auswertet, den Kauf erkennt und listet.

Nicht neu – aber hätten Sie’s gewusst?

Dass Google die Inhalte von Gmail-Nachrichten auswertet, ist nicht neu. Bis 2017 wurden diese Informationen auch für interessensbasierte Werbung verwendet. Nach heftiger Kritik versprach Google, die Auswertung in Zukunft nicht mehr für Werbezwecke zu verwenden.

Ausgewertet wird aber trotzdem – um Spam und Phishing zu erkennen und eben auch, um getätigte Käufe aufzulisten.

Auch die „Käufe“-Übersicht im Google-Konto ist nicht neu. Sie wurde bereits Anfang des Jahres von etlichen Medien besprochen.

In Googles Begleitblatt zu der Funktion erwähnt der Konzern durchaus, woher die Informationen kommen:

Als Quelle für die Einkaufsliste nennt Google auch Bestellbelege und Bestätigungen, die man in Gmail erhält.

Um die Käufe aus der Liste zu entfernen, muss man die entsprechende E-Mail löschen, so der CNBC-Bericht.

Unklar ist derzeit noch, ob Google auch E-Mails von anderen Mail-Accounts auswertet, wenn man diese in sein Gmail-Konto miteingebunden hat.


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