Fahrplan-App Öffi: Empfehlenswert (Android)

Oeffi

Die Fahrplan-App Öffi funktioniert nicht nur sehr gut, sondern schneidet auch im mobilsicher-Datencheck vorbildlich ab. Sie überträgt keinerlei Nutzerdaten, ist kostenlos und werbefrei. Zufriedene Nutzer können dem Entwickler von Öffi über seine Internetseite Geld spenden.

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Das ist Öffi

Die App Öffi findet Verbindungen öffentlicher Verkehrsmittel in vielen deutschen Regionen und zeigt sie übersichtlich an.

Solche Apps gibt es zwar auch von fast allen örtlichen Verkehrsverbünden – zum Beispiel in Berlin von der BVG. Die funktionieren dann aber jeweils nur für die eigene Stadt oder Region. Zudem greifen viele dieser Apps Nutzerdaten ab und geben sie an Tracker und Analysedienste weiter.

Öffi hat den Vorteil, dass Verbindungen in verschiedenen Städten und Verkehrsverbünden in einer einzigen App angezeigt werden können. Hier gibt’s eine Liste aller abgedeckten Städte und Regionen.

Seit Juli 2018 ist der Programmcode der App öffentlich für jeden einsehbar. Quelloffenheit (Open Source) dient der unabhängigen Kontrolle durch Dritte und ermöglicht es, Fehler schneller zu finden.

Zwischenzeitlich nicht im Play-Store

Der Anbieter von Öffi ist der deutsche Entwickler Andreas Schildbach. Seine ehrenamtlich entwickelte App wurde mehr als fünf Millionen Mal aus dem Google Play-Store heruntergeladen – bis Google sie Anfang Juli aus dem Store warf. Der von Google genannte Grund: Ein eingebauter Spenden-Button innerhalb der App habe den Nutzungsbedingungen des Play-Stores widersprochen.

Die kostenlose App kann aktuell also nicht mehr aus dem Google-Store geladen werden, Schildbach ist jedoch mit Google in Kontakt, um das Problem zu lösen. In der Zwischenzeit bietet er die App weiterhin direkt über seine Internetseite an, von dort aus kann man sie direkt oder mit Hilfe des alternativen App-Stores F-Droid herunterladen.

Wie Sie eine App manuell installieren, erfahren Sie hier: Apps aus .apk-Datei installieren.

So funktioniert Öffi

Nach der Installation von „Öffi“ erscheinen drei neue Icons im Smartphone-Menü: „Öffi Haltestellen“, „Öffi Netzpläne“ und „Öffi Verbindungen“. Diese Dreiteilung ist zunächst ungewohnt, in der Praxis macht sie aber keine Probleme, da man über das einheitliche Menü (drei waagegerechte Striche oben links) von jedem Icon aus auf jede Funktion zugreifen kann.

Wer die App in Betrieb nimmt, wählt zunächst die Region aus, in der er im Alltag am meisten unterwegs ist. Die Auswahl kann später wieder geändert werden. Anschließend wählt der Nutzer Start, Ziel und bei Bedarf eine Zwischenhaltestelle aus und bekommt vorgeschlagene Verbindungen angezeigt.

Ein Spezifikum von Öffi: Die Verkehrsmittel werden nicht, wie zum Beispiel in der App der Deutschen Bahn, in einer Liste angezeigt, sondern in Form von farbigen Rechtecken auf einer interaktiven Zeitleiste.

In die Öffi-Suchfunktion können entweder die Namen von Haltestellen oder von Adressen eingegeben werden. Im zweiten Fall bietet die App eine Route „Von Tür zu Tür“ an. In den Einstellungen lassen sich Angaben zur eigenen Gehgeschwindigkeit beim Umsteigen und zu Wünschen bezüglich der Barrierefreiheit an Bahnhöfen machen.

Die App bietet für den groben Überblick auch Liniennetzpläne an. Wer der App die Abfrage des Gerätestandorts erlaubt, kann sich nahegelegene Haltestellen auf einer Karte anzeigen lassen oder Haltestellen bei der Verbindungssuche direkt über den Standort abfragen.

Öffi im mobilsicher-Datencheck: vorbildlich

Unser Kurztest der App (Version 10.0 AOSP) lieferte rundum erfreuliche Ergebnisse: In der App ist weder Werbung eingebunden, noch wird der Nutzer auf irgendeine Weise getrackt.

Öffi nimmt ausschließlich Kontakt zu den Service-Schnittstellen der eingebundenen Verkehrsbetriebe auf. Hat man zum Beispiel die Berliner BVG ausgewählt, nimmt die App ausschließlich Verbindung zu Servern der BVG auf und überträgt dort auch nur die eingegebenen Suchbegriffe. Eine solche Datensparsamkeit ist nicht nur erfreulich, sondern bei Apps eine echte Seltenheit.

Fazit: Empfehlenswert!


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