Was ist Instagram?
Instagram ist eine der beliebtesten Social-Media-Plattformen für das Veröffentlichen von Bildern und Videos, vor allem bei jüngeren Menschen zwischen 13 und 34 Jahren.
Nutzer*innen können mit ihrem Smartphone Fotos und Videos aufnehmen, diese mit Filtern bearbeiten und dann auf ihrem Profil veröffentlichen. Die App gibt es für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS.
Die Inhalte bei Instagram sind vielfältig. Sie reichen von privaten Bildern über Reise-, Koch- und Fitnessblogs, Popstars, Kunst- und Profifotografien bis hin zu Bildmaterial von Unternehmen, NGOs und Institutionen, Influencer*innen und Online-Shops.
So funktioniert die Plattform
Um selbst Fotos hochzuladen und mit anderen zu teilen, muss man sich zunächst mit einer E-Mail-Adresse anmelden. Nach der Anmeldung ist das Konto zunächst auf öffentlich eingestellt. Das heißt, dass jede*r die hochgeladenen Bilder sehen kann.
Optional kann man das Konto auf privat stellen. Dann können nur Personen die Bilder sehen, die man bestätigt hat.
Zusätzlich gibt es bei Instagram private und professionelle Konten. Der Unterschied liegt darin, dass professionelle Konten Zugang zu Werkzeugen haben wie Nutzungsstatistiken, der Facebook Creator Suite, mit der man Beiträge vorplanen kann, und Monetarisierungsmöglichkeiten, wie z.B. Werbung und den direkten Link zum E-Shop.
Wer Instagram öffnet, sieht zunächst den eigenen Newsfeed – dort landen neue Inhalte der Personen und Marken, die man abonniert hat. Wenn man selbst auf Instagram Bilder auf seinem Profil hochladen, tauchen diese umgekehrt im Newsfeed der Personen auf, die diese Seite abonniert haben.
Instagram läuft am besten als mobile App. Es gibt auch eine Desktop-Ansicht, über die man Bilder und Videos veröffentlichen kann. Sie ist teilweise eingeschränkt, vor allem was die Effekte für Reels angeht. Storys kann man nur über mobile Geräte oder über die Facebook Creator Suite hochladen.
Funktionen: Beiträge, Storys, Reels, Live, Threads
Instagram hat verschiedene Kanäle, in denen man veröffentlichen kann: Beträge, Storys, Reels, Live-Videos und seit neuestem Threads.
Stories sind Bilder oder Videos, die automatisch hintereinander ablaufen. Stories werden automatisch nach 24 Stunden gelöscht. Sie sind immer ganz oben in einem Band auf dem eigenen Profil zu sehen.
Reels sind Kurzvideos, in die man Effekte, Musik und Voiceover-Aufnahmen direkt in der Instagram-App einbauen kann. Sie sind entweder im Profil oder im Newsfeed zu sehen.
Mit Instagram Live kann man Live-Videos senden, in denen man auch mit den zuschauenden Nutzerinnen chatten kann.
Threads ist die neueste Anwendung von Instagram: Seit Sommer 2023 gibt es den Dienst. Die Oberfläche erinnert stark an Twitter (jetzt X), das ja seit Elon Musks Übernahme stark an Attraktivität (und Nutzer*innen) verloren hat.
Nutzer*innenzahl und Geschäftsmodell
40 Millionen Menschen in Deutschland benutzen die Foto-App mindestens einmal im Monat. Weltweit gibt es zwei Milliarden Nutzer*innen (Stand September 2024). Altersmäßig ist größte Gruppe auf Instagram zwischen 18 und 24 Jahre alt (62 Prozent).
Instagram wurde 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger gegründet und 2012 für 740 Millionen US-Dollar an Facebook verkauft (seit Oktober 2021 Meta). Hauptsitz ist die Meta-Zentrale in Menlo Park in Kalifornien.
Genauso wie bei Facebook können Unternehmen auch auf Instagram Werbeanzeigen schalten und eigene Posts gegen Bezahlung hervorheben. Dann werden sie mehr Nutzer*innen angezeigt.
Das sogenannte „Influencer-Marketing“ spielt auf Instagram eine große Rolle. Dabei bezahlen Unternehmen Instagrammer*innen mit vielen Abonnent*innen dafür, dass sie in ihren Posts Werbung für ihre Produkte und Dienstleistungen machen.
„Bezahlte Partnerschaften“ müssen seit 2017 als solche markiert werden. Instagram selbst verdient an diesen Kooperationen kein Geld.
Nutzungsbedingungen, Datenschutz, Privatsphäre
In den Nutzungsbedingungen und in der Datenschutzrichtlinie erklärt Instagram beziehungsweise der Mutterkonzern Meta, welche Daten es nutzen darf. Und das sind ganz schön viele: Nicht nur die Inhalte, die man selbst veröffentlicht (egal ob für alle oder die eingeschränkte Freundesliste), sondern auch alle Informationen, die man auf die Plattform hochlädt, alle Angaben, die man dort macht, alle Aktivitäten, die man dort durchführt. Die Firma analysiert explizit, mit wem man auf der Plattform interagiert und auf welche Weise, um daraus Interessen abzuleiten. Instagram speichert Kontakte, die man hochlädt, um darüber Bekannte zu finden, und nutzt sie für Werbezwecke.
Darüber hinaus erfasst Instagram die eindeutige Geräte-ID. Damit können Daten mit Informationen aus anderen Quellen verknüpft werden, selbst wenn man sich mit einem falschen Namen anmeldet.
Hier findet ihr die vollständige Datenschutzrichtlinie von Meta: https://privacycenter.instagram.com/policy/
Für die veröffentlichten Inhalte räumt man – wie bei Social-Media-Netzwerken üblich – Instagram laut Nutzungsbedingungen „eine nicht-exklusive, vollständig bezahlte und gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare, weltweite Lizenz für die Nutzung der Inhalte“ ein. Das geht tatsächlich gar nicht anders, denn sonst könnte Instagram die Inhalte auf der Plattform gar nicht ausspielen. Nicht-exklusive Nutzung bedeutet, dass Nutzer*innen die Rechte an ihren Inhalten behalten.
Außerdem hat Instagram – wie in den USA üblich – eine Nacktheitsklausel. So gibt es zwar zahlreiche leichtbekleidete Fitnessmodels, aber Bilder von Brustwarzen sind tabu. Dagegen regt sich immer wieder Protest.
Die gemeinsame Datenschutzerklärung von Facebook und Instagram erlaubt das Teilen von Nutzer*innendaten mit anderen Unternehmen der Facebook-Gruppe und mit Dritten. Am Umgang von Instagram mit den eigenen Daten kann man leider nichts ändern.
Anders ist die Situation, wenn es darum geht, die eigenen Informationen und Inhalte vor anderen Nutzer*innen zu schützen. Hier bietet Instagram viele Optionen – die man aber manuell anpassen muss, da sie per Voreinstellung so öffentlich wie möglich sind.
Wie Sie die Einstellungen finden und welche weiteren Optionen es gibt, zeigen wir hier Schritt für Schritt.
Kinder- und Jugendschutz
Nutzer*innen müssen mindestens 13 Jahre alt sein, um die Plattform zu nutzen. Im September 2024 hat Instagram angekündigt sogenannte Teen-Konten einzuführen, die Eltern die Möglichkeit geben sollen, die Nutzung ihrer Kinder zwischen 13 und 17 Jahren besser zu kontrollieren. Zunächst gibt es Teen-Konten nur in den USA, Großbritannien und Kanada, Anfang 2025 sollen sie dann weltweit eingeführt werden.
Teen-Konten sind automatisch auf privat gestellt. Sie können nur mit Nutzer*innen chatten, denen sie folgen und die ihnen zurück folgen. Sensible Inhalte, wie etwa Gewaltdarstellungen und Beiträge, die Selbstverletzungen thematisieren, werden nicht angezeigt. Auch das Taggen und Erwähnen funktioniert nur für bekannte Konten. Eltern können für die Konten ihrer Kinder Zeitlimits anlegen, in der Nacht die Nutzung einschränken und sehen, mit wem ihre Kinder chatten (die Nachrichten selbst können sie nicht lesen). Mehr über Teen-Konten bei Instagram direkt.
Sicherheit auf Instagram
Vor allem Instagram-Konten mit kurzen und attraktiven Profilnamen sind eine beliebte Beute von Hackern. Sie werden auf dem Schwarzmarkt für viel Geld gehandelt. In der Vergangenheit gab es diverse Diebstahlswellen – zum Beispiel 2017, als Hacker sechs Millionen E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Instagram gestohlen hatten. Betroffen waren neben Konten von Prominenten – zum Beispiel der Fußballer Cristiano Ronaldo –, auch Konten normaler Nutzer*innen. Auch im August 2018 meldeten Nutzer*innen eine regelrechte Diebstahlwelle.
Wie bei allen Diensten, die sensible persönliche Daten beinhalten, empfiehlt es sich daher, das Konto gut abzusichern – am besten mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Wie Sie Instagram richtig einstellen, erklären wir hier: So sichern Sie Ihr Instagram-Profil ab.
Falls Ihr Konto gehackt wurden, bietet Instagram hier Hilfestellung.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung muss man zusätzlich zum Passwort einen weiteren Faktor eingeben. Das ist meist ein zusätzlicher Zahlencode, den man entweder per SMS oder über eine Authentifizierungs-App erhält. Solche Apps sind inzwischen bei vielen Smartphones im Betriebssystem integriert. Bei iPhones heißt die App „Passwörter“; bei Android-Telefonen gibt es etwa den „Google Authenticator“, auch Passwort-Manager unterstützen die Funktion.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS ist nicht so sicher wie über eine Authentifizierungs-App, denn Angreifer können diese SMS abfangen. Bei der App ist dies nicht möglich.
Wie Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Instagram einschalten, zeigen wir hier Schritt für Schritt.
Das Recht am eigenen Bild
Wie bei allen sozialen Plattformen gilt auch bei Instagram: Es ist grundsätzlich nicht erlaubt, Bilder von Personen ohne ihre ausdrückliche Zustimmung zu veröffentlichen. Auch für Bilder, die man von anderen erhält, dann aber ohne ausdrückliche Erlaubnis der abgebildeten Person veröffentlicht, ist man haftbar.
Veröffentlicht man Bilder von anderen Menschen, die das auf keinen Fall möchten, kann man zunächst abgemahnt werden, was in der Regel mit der Zahlung von recht hohen Geldbeträgen verbunden ist. Je nach Kontext kann es unter Umständen auch strafrechtliche Folgen haben.
Metadaten: Versteckte Ortsangaben
Digitale Bilder tragen zusätzliche Informationen mit sich – die sogenannten Metadaten. Das sind zum Beispiel die Art der Kamera, der Ort, wo das Foto aufgenommen wurde, oder das Datum der Aufnahme.
Man kann bei Instagram zusammen mit dem Foto auch den Standort veröffentlichen. Instagram schlägt dafür jeweils den Ort aus den Metadaten des Bildes vor. Man kann aber auch manuell einen anderen Standort eingeben.
Die restlichen Metadaten sind für Nutzer*innen nicht sichtbar. Das heißt aber nicht, dass Instagram sie nicht für den eigenen Gebrauch speichert. Wer das nicht möchte, kann in einem Bildbearbeitungsprogrammen die Metadaten vor dem Hochladen manuell löschen.
Wenn Sie genauer wissen wollen, was Metadaten sind, können Sie das in unserem Text Hintergrund: Was sind Metadaten? erfahren.