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Handy verkaufen? Darauf sollten Sie achten (Android)

Ein Artikel von , veröffentlicht am 20.12.2017, bearbeitet am20.05.2022

Wer sein Android-Smartphone verkaufen oder verschenken will, sollte davor alle Daten vom Smartphone entfernen. Hier zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen.

1. Sicherungskopie anlegen

Machen Sie zuerst eine Sicherungskopie Ihrer Daten. Dann können die weiteren Schritte folgen.

Welche Möglichkeiten zur Datensicherung es gibt, erfahren Sie im Beitrag Backup fürs Handy: Diese Möglichkeiten gibt es.

2. SIM- und SD-Karte entfernen

Einige Geräte können wechselbare Speichermedien (SD-Karten) aufnehmen. Denken Sie daran, neben der SIM-Karte auch diese SD- oder MicroSD-Karte zu entfernen. Falls Sie das Gerät mit SD-Karte weitergeben wollen, kaufen Sie am besten eine neue, da sich Daten nicht zuverlässig von einer SD-Karte löschen lassen.

3. Google-Konto entfernen

Bei Geräten, die mit der Android-Version 5.0 oder höher ausgeliefert wurden, ist die sogenannte Aktivierungssperre aktiv (auch FRP für Factory Reset Protection). Damit kann man es nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen nur in Betrieb nehmen, wenn man die Zugangsdaten zum Google-Konto kennt, mit dem das Gerät vorher verbunden war. Die Funktion soll Smartphones für Diebe nutzlos machen.

Entfernen Sie das Google-Konto daher unbedingt von Ihrem Gerät, um den Schutz zu deaktivieren. Gehen Sie dazu in die Einstellungen Ihres Gerätes (Zahnrad-Symbol), suchen Sie nach "Konten" und wählen Ihr Google-Konto aus. Dort gibt es eine Option zum entfernen des Kontos. Das Google-Konto selbst wird dabei nicht gelöscht, sondern nur die Verknüpfung des Kontos mit Ihrem Gerät. Die genaue Menüführung kann zwischen Geräten verschiedener Android-Versionen und Hersteller variieren.

Mehr zur Aktivierungssperre können Sie hier nachlesen: Kill Switch: Die Aktivierungssperre für Android.

4. Gerät zurücksetzen

Nun ist das Gerät bereit zum Zurücksetzen. Die vorinstallierte Funktion finden Sie in den Geräte-Einstellungen. Öffnen Sie die Einstellungen und geben Sie in der Suchzeile ganz oben "zurücksetzen" oder "Werkseinstellungen" ein.

Folgen Sie den Anweisungen des Programms. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten.

Nach dem Zurücksetzen startet das Gerät neu. Sie können es nun ausschalten und in diesem Zustand verkaufen.

5. Gerät anonym einrichten (optional)

Falls der*die Käufer*in das Gerät vorab testen möchte, können Sie es für diesen Zweck nach dem Zurücksetzen anonym einrichten. Folgen Sie dabei dem Einrichtungsprozess, richten Sie aber kein Google-Konto ein und geben Sie keine WLAN-Verbindung an. Legen Sie keine SIM-Karte ein. Lassen Sie die Funktionen "Standortermittlung" und "Bluetooth" deaktiviert. Falls Sie zur Eingabe von Daten oder der SIM-Karte aufgefordert werden, tippen Sie auf "Überspringen" oder "Weiter".

Einige Daten können übrig bleiben

Mit aufwendigen Methoden können nach dem Zurücksetzen eventuell noch Daten ausgelesen werden, besonders bei älteren Android-Versionen (ab 6.0 abwärts). Dies ist aber nichts, das sich für gewöhnliche Kriminelle auszahlen würde, sondern spielt eher bei Geheimdiensten oder in der Strafverfolgung eine Rolle. Handelsübliche Software zur Datenrettung funktioniert nach dem Zurücksetzen bei neueren Geräten (ab Android 6.0) nur für Inhalte, die auf der SD-Karte gespeichert waren.

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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