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Die Schöne und das Biest: Foto-App Prisma

Die neue App Prisma begeistert Millionen Nutzer: Banale Fotos und Schnappschüsse verzaubert sie in Kunstwerke. Doch die Nutzungsbedingungen der App haben es in sich: Dort sichert sich der Anbieter die Vermarktungsrechte an den hochgeladenen Fotos zu.

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Wer ein iPhone oder iPad benutzt, hat in den letzten Wochen den Namen wohl schon gehört: Prisma. Das besondere an der App: Sie benutzt sogenannte neuronale Netzwerke, um die Bilder neu zu berechnen.

Und zugegeben: Das Ergebnis ist umwerfend. Viele andere Apps, die dasselbe versprechen, kommen an Prisma nicht heran. Anbieter der App ist der KI-Spezialist Prisma Lab Inc. mit Sitz in Kalifornien, USA. Bislang ist die App nur im App-Store von Apple verfügbar, eine Android-Version soll in Kürze folgen.

Doch die App hat auch ein hässliches Gesicht, und das steckt in den Nutzungsbedingungen. Denn um die Bilder transformieren zu lassen, müssen Nutzer das Original auf einen Server des Anbieters laden. Begründung: Auf dem Smartphone würde die komplizierte Berechnung zu lange dauern.

Wer den Nutzungsbedingungen zustimmt, überträgt Prisma Lab Inc. dabei das nicht-exklusive Verwertungsrecht an den hochgeladenen Bildern – weltweit. Und dieses Verwertungsrecht darf die Firma auch weiterverkaufen.

Was wie ein Privatsphäre-Ablbtraum klingt, ist allerdings längst üblich. Auch die Nutzungsbedingungen der App Instagram haben den – fast wortwörtlich identischen – Passus in den Nutzungsbedingungen.

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