Hintergrund

Ein Gerät für die ganze Familie

Tablet-Spaß

Ein gutes Tablet ist nicht billig. Nicht selten teilt sich eine ganze Familie ein Gerät. Dabei muss an den Schutz der persönlichen Daten genauso gedacht werden, wie an die gemeinsame Nutzung geteilter Daten. Sowohl bei Android als auch iOS ist das möglich.

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Datenschutz · Datensparsamkeit · Eltern
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Kinder - Hilfestellung für Eltern
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An einem typischen Samstag bei Familie Meier schaut morgens der zwölfjährige Marco mit dem Tablet auf „Youtube“ Videos, spielt die fünfzehnjährige Therese am Nachmittag „Clash of Clans“ und abends kaufen ihre Eltern online Eintrittskarten für den sonntäglichen Kinobesuch. Dies alles passiert auf dem gleichen Gerät.

Online-Dienste wie Videoportale, Netzwerkspiele und Shops sammeln und speichern persönliche Daten auf dem Mobilgerät. Oft ist das auch im Interesse des Nutzers, beispielsweise um die Spielstände in Spiele-Apps festzuhalten. Auch Fotos, E-Mails, Zugangsdaten zu Online-Diensten oder Zahlungsdetails gehören zu den persönlichen Daten.

Bei gemeinsam genutzten Geräten sollten die persönlichen Daten der einzelnen Nutzer voneinander getrennt und vor dem versehentlichen Zugriff der anderen Nutzer geschützt werden. Es gibt dafür verschiedene Einstellungsmöglichkeiten und Hilfsprogramme für die verschiedenen mobilen Betriebssysteme.

Apps einzeln schützen

Bei Android-Tablets ab Version 4.2 und auf Smartphones ab 5.0 kann man mehrere Benutzerkonten auf einem Gerät anlegen, um Daten verschiedener Nutzer getrennt zu halten. Wer keine Nutzerkonten einrichten will oder kann, zum Beispiel unter iOS oder bei älteren Android-Versionen, kann stattdessen den Zugriff auf einzelne Apps beschränken.

So kann man sich bei einigen Apps mit verschiedenen Benutzer-Identitäten anmelden, und diese mit getrennten Passwörtern schützen. Das geht um Beispiel bei dem bekannten Cloud-Speicherdienst Dropbox. Auch iOS bietet im Einstellungsmenü die Möglichkeit, einige Apps gesondert mit einem Passwort zu versehen. Allerdings umfasst diese Funktion nur einige Apps wie iTunes, App-Store und Safari. Mit Zusatzprogrammen lassen sich bei Android und bei iOS auch noch weitere Sperren einrichten.

Wie Sie Android-Geräte für mehrere Nutzer einrichten können, erfahren Sie hier: Android für mehrere Nutzer einrichten.
Kasten: Wie Sie iOS-Geräte für mehrere Nutzer einrichten können, erfahren Sie hier: iOS-Geräte mit Anderen teilen.

Apps gemeinsam nutzen

Umgekehrt ist es auch möglich, Apps für alle Nutzer zugänglich zu machen, ohne dass alle Nutzer im App-Store einkaufen können. In allen Bezahl-App-Stores werden die Kundendaten der Nutzer gespeichert, so dass einmal gekaufte Apps nicht nach einem versehentlichen Löschen noch einmal bezahlt werden müssen. Die Installation einer gekauften App auf verschiedenen Geräten des selben Eigentümers geht deshalb meistens problemlos.

So können Eltern beispielsweise Apps mit ihrem allein genutzten Smartphone kaufen und dann auf dem Familien-Tablet für alle zugänglich machen. Bei iOS gibt es zusätzlich ab Version 8.0 die Möglichkeit über das Konzept „Family-Sharing“ den Zugang zum App-Store mit Familienmitgliedern zu teilen und dabei die Einkäufe von Kindern zu beschränken.

Wie sie Mobilgeräte für Kinder einrichten können, erfahren Sie hier: Mobilgeräte für Kinder einrichten.

Datenschutz durch Datensparsamkeit

Grundsätzlich gilt: Die gemeinsame Nutzung ist eine Sache des Vertrauens. Wer ein Mobilgerät in die Hand bekommt, kann unter Umständen auch an Daten gelangen, wenn er nur ein eingeschränktes Nutzerkonto hat. Gerade bei Geräten mit mehreren Nutzern sollte man daher genau überlegen, welche Informationen man darauf speichert.

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