Ratgeber

Werbe-Apps: Von nervig bis gefährlich

Geldbündel

Werbebanner, wie sie zum Beispiel in Apps gezeigt werden, sind nichts anderes als Links, die mit einem Bild geschmückt sind. Viele Apps zeigen solche Banner, um damit Einnahmen zu generieren. Doch manchmal führen diese Werbelinks auf unseriöse Seiten.

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Abofallen · Kostenfalle · Viren · Werbung
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Darum geht es

Viele App-Anbieter verdienen Geld mit kostenlosen Apps, indem sie Werbeflächen in diese Apps einbauen und an Werbe-Anbieter vermieten. Das sind oft große Werbe-Netzwerke mit vielen Firmenkunden. Sie bespielen solche Flächen dann mit den Werbebannern ihrer Firmenkunden.

Allerdings sind nicht alle Werbe-Anbieter seriös. Einige spielen auch Werbebanner ein, die auf Webseiten führen, die mit Schadsoftware infiziert sind, auf Pornoseiten oder auf Seiten mit Abo-Fallen. Der Anbieter der App hat darauf nicht unbedingt Einfluss. Es kann sich um eine legitime, ordentlich programmierte App handeln, die trotzdem schadhafte Werbung einblendet.

Manche Anbieter konstruieren Apps absichtlich so, dass sie im Minutentakt Werbung einblenden –  auch dann, wenn die App scheinbar geschlossen ist. Oft versuchen sich diese Apps zu tarnen, indem sie zum Beispiel erst Wochen nach der Installation mit diesen Werbeeinblendungen beginnen. Dann kann es bisweilen schwierig sein, herauszufinden, welche App die Werbung einblendet.

Wieviel Werbung ist erlaubt

Aggressive Werbe-Apps heißen im Jargon PUA (Potentially Unwanted App, englisch für Potentiell Unerwünschte App). Google hat strikte Auflagen dafür, was Apps an Werbung bringen dürfen, um im Play-Store zugelassen zu werden.

  • Apps, die Werbung schalten, müssen dies auch deklarieren.
  • Werbung darf nicht über das Benachrichtigungs-System geschaltet werden. Benachrichtigungen bekommt man zum Beispiel, wenn Updates zur Verfügung stehen, oder verpasste Anrufe gemeldet werden.
  • Werbung oder Links dürfen nicht auf dem Startbildschirm hinterlegt werden.
  • Apps dürfen die Startseite von Browsern nicht ändern.
  • Apps dürfen keine Werbung in anderen Apps einspielen.

Apps, die sich nicht an diese Regeln halten, gelten als unseriös.

Das können Sie tun

Wenn Sie unerwartete Werbeeinblendungen bekommen, deinstallieren Sie die verantwortliche App. Apps, die Werbung einfach irgendwann einblenden, auch wenn sie nicht angeschaltet sind, sollten Sie nicht nutzen.

Viele Apps, die eigentlich gegen Schadprogramme schützen, zeigen inzwischen auch an, ob eine App Verbindung zu Werbenetzwerken aufnimmt, und ob diese als unseriös bekannt sind. Dies könnte insbesondere dann hilfreich sein, wenn Sie nicht feststellen können, welche App die Werbung einblendet.

Wenn Apps Werbung über das Benachrichtigungs-System schalten, können Sie herausfinden, von welcher App die Werbe-Benachrichtigung kommt. Drücken Sie dafür einige Sekunden auf die Benachrichtigung, dann wird der Sender angezeigt. Die Funktion gibt es ab Android 4.1.

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