Ratgeber

Anleitung: USB-Debugging aktivieren (Android)

Ein Artikel von , veröffentlicht am 31.07.2016, bearbeitet am17.11.2020
Bild von Denys Vitali auf Pixabay

Für Backups und Synchronisierungen via USB-Kabel muss bei einigen Apps das USB-Debugging aktiviert werden. Die Funktion ist hauptsächlich für Entwickler*innen gedacht und sollte mit Bedacht genutzt werden. Wir zeigen, wie es geht.

Was ist USB-Debugging?

Alle Android-Geräte bringen versteckte Funktionen mit, die hauptsächlich für App-Entwickler*innen gedacht sind - das USB-Debugging ("USB-Fehlerbehebung") ist eine von ihnen. Wird die Funktion auf dem Smartphone aktiviert und das Gerät an einen Desktop-PC angeschlossen, erhält der*die Entwickler*in über den PC erweiterten Zugriff auf Systemfunktionen des Smartphones.

Entwickler*innen können so zum Beispiel auf die Logdateien ihrer Apps zugreifen. Diese geben darüber Auskunft, wie Apps arbeiten, in welchen Abläufen es Fehler gibt und diese beheben.

Die Debugging-Schnittstelle brauchen auch Apps, die bestimmte Inhalte vom Gerät auslesen wollen. Will man beispielsweise das Programm MyPhoneExplorer nutzen, um via USB-Kabel Kontakte zwischen Smartphone und Computer zu synchronisieren, muss das USB-Debugging aktiviert sein. Auch manche Backup-Apps und Wiederherstellungsprogramme brauchen die Schnittstelle.

Da durch das Ändern der Verzeichnisse wichtige App- und Gerätefunktionen beeinträchtigt werden können, ist es ratsam, mit den erweiterten Zugriffsrechten generell vorsichtig umzugehen. Wir empfehlen, die Funktion nur für konkrete Vorhaben (beispielsweise ein Backup) zu aktivieren und nach der Nutzung wieder abzuschalten.

Bleibt sie aktiviert, ist ihr Gerät angreifbar für Schadprogramme. Für Handy-Dieb*innen wird es außerdem leichter, die Passwortsperre zu umgehen.

Anleitung: USB-Debugging aktivieren

Die Screenshots in dieser Anleitung wurden mit einem Huawei P20 und der Android-Version 8.1 (Oreo) gemacht. Navigation und Bildschirmansicht können bei anderen Android-Version und je nach Gerätehersteller variieren. Uns bekannte Abweichungen haben wir markiert.

Hinweis: Es kann sein, dass der Vorgang nicht funktioniert, wenn das Gerät bereits per Kabel mit einem Rechner verbunden ist. In diesem Fall sollten Sie die Geräte trennen und neu verbinden.

1. System-Einstellungen öffnen

Öffnen Sie die Geräte-Einstellungen (Zahnradsymbol). Scrollen Sie ganz nach unten bis zum Punkt System und tippen Sie darauf.

Tippen Sie auf System. (Bei älteren Android-Versionen sehen Sie hier bereits den Punkt Über das Telefon oder auch Telefoninfo).

2.Entwickleroptionen freischalten

Das USB-Debugging ist eine sogenannte Entwickleroption. Um sämtliche Entwickleroptionen freizuschalten, müssen Sie auf die Build-Nummer tippen. Sie finden Sie unter Über das Telefon.

Wählen Sie nun den Punkt Über das Telefon.

Tippen Sie nun so oft auf den Eintrag Build-Nummer, bis eine Meldung erscheint.

Tippen Sie mehrfach auf den Eintrag Build-Nummer. Ab Android 8.0 erscheint nach siebenmaligem Tippen der Sperrbildschirm. Erst nach dem Entsperren erscheint die Meldung Sie sind nun Entwickler.

4. Entwickleroptionen öffnen

Der Menüpunkt Entwickleroptionen ist nun freigeschaltet. Sie finden ihn unter System bzw.  System / Erweitert.

Navigieren Sie zurück zum Menüpunkt System. Nun sehen Sie hier den neuen Punkt Entwickleroptionen. Tippen Sie darauf. Bei Android 9 befinden sich die Entwickleroptionen unter dem Punkt System / Erweitert.

5. USB-Debugging aktivieren

Scrollen Sie ganz nach unten bis zu den Debugging-Einstellungen. Bewegen Sie den Schieberegler bei USB-Debuggingnach rechts.

Ganz unten finden Sie die Debugging-Einstellungen. Bewegen Sie den Schieberegler bei USB-Debuggingnach rechts.

Wichtig: Denken Sie daran, das USB-Debugging wieder zu deaktivieren, sobald Sie es nicht mehr brauchen. Sonst ist Ihr Gerät angreifbar für Schadprogramme.

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Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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