Ratgeber

Add-on „uBlock Origin“ richtig einstellen (Firefox für Android)

ublock origin konfigurieren

Das Add-on „uBlock Origin“ für den Firefox-Browser ist Werbe- und Tracking-Blocker in einem. Das Open-Source-Projekt legt höchsten Wert auf Unabhängigkeit und macht keine Kompromisse. In der Szene genießt „uBlock Origin“ daher einen exzellenten Ruf.

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Add-on · Browser · Firefox · Ghostery · Tracking-Schutz · uBlock Origin · Werbeblocker
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Mitarbeit: Mike Kuketz

Das ist uBlock Origin

uBlock Origin – nicht zu verwechseln mit µBlock und uBlock (ohne Origin) – wurde von dem Kanadier Raymond Hill entwickelt. Das Projekt legt größten Wert auf Unabhängigkeit, was angesichts der umstrittenen Geschäfstmodelle von ähnlichen Diensten wie Adblock Plus oder Ghostery ein großer Pluspunkt ist.

Es basiert auf der freiwilligen Mitarbeit der Entwickler und akzeptiert keine Spenden. Der Programmcode ist für jede*n einsehbar.

Das Add-on steht in der Desktop-Version für die Browser Chrome, Opera und Firefox zur Verfügung, bei Mobilgeräten existiert es nur für Firefox (Android). Auf Basis von sogenannten Filterlisten kann es unter anderem Werbung, Tracker, bösartige Seiten oder Elemente von sozialen Netzwerken (zum Beispiel den Facebook-Like-Button) blockieren. Weitere Blocker sind damit nicht mehr nötig.

Bereits in der Standardkonfiguration schützt uBlock Origin gegen Tracker und Werbung. Für eine höhere Erkennungsrate und als Schutz gegen Elemente von sozialen Netzwerken lassen sich noch weitere Filterlisten und Optionen aktivieren. Dabei kann man auch die Filterlisten einstellen, die zum Beispiel das bekannte Produkt „Disconnect“ nutzt.

Allerdings gilt: Je rigoroser man die Einstellungen wählt, desto größer ist das Risiko, dass auch erwünschte Elemente auf Webseiten nicht mehr funktionieren. Wer zum Beispiel die Möglichkeit nutzen möchte, Inhalte in sozialen Netzwerken zu teilen, sollte die Elemente von sozialen Netzwerken nicht blockieren.

Die eine „optimale“ Einstellung gibt es also nicht.

uBlock Origin richtig einstellen

Unser Autor und IT-Experte Mike Kuketz schlägt folgenden Mittelweg für Normalnutzer*innen vor:

1. uBlock Origin auf dem Android-Gerät installieren

Öffnen Sie die Firefox-App und tippen Sie auf die drei Punkte in der oberen rechten Ecke. Dann navigieren Sie zu Add-ons > Für Firefox empfohlene Erweiterungen ansehen, um Add-ons zu suchen.

Es öffnet sich eine Webseite mit einem Suchfeld. Tippen Sie uBlock Origin ein. Tippen Sie dann auf die Schaltfläche Zu Firefox hinzufügen. Folgen Sie den Anweisungen im Dialog.

2. Konfigurationsmenü öffnen

Öffnen Sie das Menü (drei Punkte oben rechts im Browser) erneut. Navigieren Sie zuAdd-Ons > uBlock Origin. Tippen Sie darauf. Tippen Sie anschließend aufEinstellungen.

Tippen Sie auf die Schaltfläche Einstellungen.

3. Einstellungen bearbeiten

Als erstes sehen Sie einen Tab, der ebenfalls „Einstellungen“ heißt. Bei folgenden Punkten empfehlen wir, zusätzliche Häkchen zu setzen:

  • Freigabe der lokalen IP-Adresse via WebRTC verhindern.
  • Externe Schriftarten blocken.
Setzen Sie die Häkchen, indem Sie auf die kleinen Quadrate vor dem jeweiligen Punkt tippen.

4. Filterlisten bearbeiten

Öffnen Sie dann den nächsten Tab „Filterlisten“ (siehe Screenshot). Es erscheint ein recht kleinteiliges Menü, das zunächst unübersichtlich wirken kann. Um alle Auswahlmöglichkeiten anzuzeigen, tippen Sie zunächst auf die kleinen Pluszeichen neben den Oberpunkten.

Wir empfehlen, hier einige zusätzliche Häkchen zu setzen (siehe unten).

Sobald Sie ein Häkchen bei einem neuen Auswahlpunkt setzen, erscheint die Schaltfläche „Änderungen anwenden“. Es genügt, wenn Sie auf diese erst ganz am Schluss tippen.

Tippen Sie auf die kleinen Pluszeichen vor den Oberpunkten. Wenn Sie sich in ein Minus verwandelt haben, sehen Sie das ganze Menü.

Setzen Sie Häkchen bei folgenden Punkten:

  • Adblock Warning Removal List (unter „Werbung“),
  • Fanboy’s Enhanced Tracking List (unter „Privatsphäre“),
  • Malvertising filter list by Disconnect („unter „Domains mit Schadsoftware“),
  • hpHosts’ Ad and tracking servers (unter „Verschiedene Zwecke“),
  • DEU: EasyList Germany (unter „Regionen, Sprachen“),
  • Fanboy’s Annoyance List (unter „Belästigungen“),
  • Fanboy’s Social Blocking List (unter „Belästigungen“).

Tippen Sie danach auf die Schaltfläche „Änderungen anwenden“.

Hinweis: Durch die letzten beiden Punkte in der Liste werden Buttons von sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook nicht mehr angezeigt. Sie können dann keine Inhalte mehr direkt über diese Plattformen teilen. Verzichten Sie auf diese Einstellung, erfährt Facebook stets, wenn Sie eine Seite mit Facebook-Button aufrufen.

5. Filterlisten aktualisieren

Scrollen Sie nun wieder ganz nach oben, bis Sie die Schaltflächen „Jetzt aktualisieren“ und „Leere alle Cache-Speicher“ sehen.

Tippen Sie zunächst auf Jetzt aktualisieren. Es erscheint eine Fortschritts-Anzeige, während die Aktualisierungen geladen werden. Warten Sie, bis diese verschwunden ist. Tippen Sie dann auf Leere alle Cache-Speicher.

6. Positiv-Liste erstellen (Schritt 1 von 2)

Es kann passieren, dass uBlock Origin dazu führt, dass manche Seiten nicht richtig angezeigt werden. Möglicherweise gibt es auch Seiten, auf denen Sie zum Beispiel Facebook-Buttons nutzen wollen, obwohl Sie diese Buttons normalerweise blockieren.

Für diese Fälle können Sie uBlock Origin für ausgewählte Seiten dauerhaft ausschalten.

Rufen Sie die betreffende Seite auf, zum Beispiel www.spiegel.de. Öffnen Sie nun das Firefox-Menü (drei Punkte oben rechts). Scrollen Sie in dem Menü nach unten, bis Sie den Eintrag uBlock Origin sehen. Tippen Sie darauf. Es öffnet sich ein neues Browser-Fenster.

7. Positiv-Liste erstellen (Schritt 2 von 2)

Wenn Sie nun auf das blaue Ausschalt-Symbol tippen, deaktivieren Sie uBlock Origin für diese Seite. Die Adresse der Seite wird in die Positiv-Liste eingetragen, so dass das Add-on beim nächsten Mal automatisch nicht blockiert. Wollen Sie die Seite wieder aus der Positiv-Liste entfernen, dann tippen Sie einfach nochmal auf das Symbol.

Browser-Add-ons erhalten weitreichende Einblicke in das Surfverhalten von Nutzer*innen und können leicht zum Spionieren genutzt werden. Daher sollten solche Erweiterungen nur genutzt werden, wenn sie über jeden Verdacht erhaben sind – und auch dann so wenige wie möglich.


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