Ratgeber

Rückblick: Das Wichtigste im Januar

Ein Artikel von , veröffentlicht am 30.01.2022

Wenn Sie das neue Jahr mit mehr Privatsphäre und Bewegung beginnen möchten, haben wir die richtigen Tipps für Sie. Im Januar ging es bei uns außerdem um die App des chinesischen Moderiesen SHEIN – und das Netz diskutierte mal wieder über die Check-In-App luca.

Neu bei mobilsicher.de

Video: 7 Tipps für mehr Privatsphäre

Sie möchten mehr Privatsphäre fürs Handy, wissen aber nicht, wo anfangen? Dann hilft unser neues Video für Android und iOS. Unsere Tipps zu sicheren Bildschirmsperren, Tracking-Schutz und vielem mehr gibt es hier bei YouTube und hier bei PeerTube. Auch sehr gut geeignet zum Weiterleiten an Neulinge!

Training ohne Tracking

Wo Training drauf steht, ist oft Tracking drin. Zum Beispiel bei der beliebten Workout-App "Training Club" des Sportartikelherstellers Nike. Dass es auch anders geht, zeigt die quelloffene Fitness-App "Feeel". Sie bietet einfache Übungen für zu Hause, aus denen Sie Trainingspläne erstellen können und verzichtet dabei auf  Werbung und Nutzeranalyse. Gibt’s auch im alternativen App-Store F-Droid.

SHEIN: Billigmode per App

Mit dem Handy Kleidung bestellen – und zwar möglichst viel davon, möglichst schnell: Für dieses Geschäftsmodell steht der chinesische Modegigant SHEIN international in der Kritik. Wir fassen die problematischen Punkte zusammen und ergänzen: Auch in puncto Datenschutz läuft hier einiges schief.

Darüber spricht das Netz

Datenschutz bei iOS-Apps

Einen Haufen gebrochener Versprechen hat der Informatiker Konrad Kollnig diesen Monat aufgedeckt. Für das Online-Magazin netzpolitik.org untersuchte er 373 iOS-Apps, die angaben, keine persönlichen Daten zu erfassen und weiterzugeben. Die Bilanz: 299 taten es doch und kontaktierten schon beim Start bekannte Tracking-Domains.

Polizei holt sich Daten aus luca-App

"Wo ein Trog ist, da kommen die Schweine." So fassen die Kolleg*innen von netzpolitik.org zusammen, was Anfang Januar publik wurde: Ohne Rechtsgrundlage hatte die Mainzer Polizei Daten aus der luca-App für laufende Ermittlungen abgefragt. Trotz dieser – von Beobachter*innen bereits befürchteten – Entwicklung kündigten die luca-Betreiber kurz darauf an, die App um Funktionen zu erweitern, die noch mehr sensible Daten erfassen.

Google Analytics nicht DSGVO-konform

Die Nutzung des weit verbreiteten Dienstes "Google Analytics" auf Webseiten verstößt gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Zu diesem Urteil kam die österreichische Datenschutzbehörde Mitte Januar nach einer Klage der Datenschutz-Organisation noyb. Dies könnte zu einer stärkeren Nutzung privatsphärefreundlicher Analysdienste führen, deren Server in Europa stehen. Mehr dazu bei den Kolleg*innen von heise.

Der Autor

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Thorsten Baulig

ist Social-Media-Manager und Autor bei mobilsicher.de. Außerdem kümmert er sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Davor studierte er Kulturwissenschaft in Siegen und Berlin und organisierte kulturelle und stadtpolitische Veranstaltungen.

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