Ratgeber

Rückblick: Das Wichtigste im August

Ein Artikel von , veröffentlicht am 31.08.2021

Die App der Fast-Food-Kette McDonald’s kann heimlich den Standort ihrer Nutzer*innen ermitteln. In einer neuen Videoreihe erklären wir ab sofort einzelne Handydaten. Und in der Technikwelt ging’s im August um Apples neue Foto-Scanner sowie einmal mehr die unsichere Luca-App.

Neu bei mobilsicher.de

Unappetitlich: Die McDonald's-App

In unserem Test hat die App der Schnellrestaurant-Kette McDonald's ein Festmahl für Analysefirmen ausgerichtet. Sie fragte die eindeutige Router-Adresse ab und gab sie zusammen mit der Werbe-ID an die Analysefirma Kochava. Die kann damit unbemerkt den Standort von Nutzer*innen ermitteln. Unsere Empfehlung: Schnell deinstalllieren!

Neue Videoreihe zu Handydaten

Handydaten haben oft kryptische Kürzel als Namen. Was sich hinter ihnen verbirgt und was Dritte mit ihnen anstellen können, soll unsere neue Videoreihe zeigen. In der ersten Folge geht es um zwei Geräte-IDs, die verraten können, wer Sie sind und wo Sie sich aufhalten: IMSI und IMEI. Das Video gibt es bei YouTube und googlefrei auf der neuen mobilsicher-PeerTube-Instanz.

App-Tipp: Siegelklarheit

Im Dickicht der Siegel für nachhaltig und fair hergestellte Produkte kann man leicht den Überblick verlieren. Die Siegelklarheit-App zeigt, wofür Siegel stehen und wie vertrauenswürdig sie sind – und erhebt dabei nur notwendige Daten. Ein Alltagshelfer ganz nach unserem Geschmack.

Darüber spricht das Netz

Der Spion auf dem iPhone?

Apple vermarktet das iPhone als besonders sicher und privatsphärefreundlich. Ab der neuen Betriebssystemversion iOS15, die diesen Herbst erscheint, sollen die gespeicherten Fotos in den USA von der Herstellerfirma gescannt werden – auf Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern. Was nach einer guten Idee klingen mag, bricht mit dem Versprechen auf Privatsphäre und öffnet Türen für mehr Überwachung. Ob und wann die Funktion nach Europa kommt, ist noch unklar. Eine gute Einordnung haben die Kolleg*innen von heise.de.

Kein BSI-Test für die luca-App

Die Check-In-App luca hätte nach Meinung vieler Expert*innen getestet werden müssen, bevor Bundesländer viel Steuergeld für sie ausgaben. Das Land Hessen wollte das nun vom Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) nachholen lassen. Das Innenministerium, das dem BSI übergeordnet ist, lehnte das ab: Der App-Betreiber selbst müsse die Sicherheit der App belegen. Der verdient derweil munter weiter – obwohl die App bei der Eindämmung der Pandemie nachweislich kaum hilft.

Facebook hat was zu verbergen

Wie müssen Inhalte gestaltet sein, damit der Instagram-Algorithmus sie pusht? Wer bekommt welche Bilder und Videos zu sehen und was bleibt unsichtbar? Das wollten unsere Kolleg*innen von Algorithmwatch herausfinden. Bis ihnen Instagrams Mutterkonzern Facebook mit rechtlichen Schritten drohte und sie damit zwang, ihr Forschungsprojekt zu beenden.

Der Autor

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Thorsten Baulig

ist Social-Media-Manager und Autor bei mobilsicher.de. Außerdem kümmert er sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Davor studierte er Kulturwissenschaft in Siegen und Berlin und organisierte kulturelle und stadtpolitische Veranstaltungen.

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Die Betriebssysteme Android und iOS gewähren Nutzer*innen nur begrenzten Zugriff auf Systemfunktionen. Das schützt die Software vor schädlichen Veränderungen, schränkt Geräte aber auch ein. Wer weiter gehen möchte, muss sein Handy rooten (Android) oder jailbreaken (iOS).

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