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Nase voll? WhatsApp-Konto löschen (Android)

Ein Artikel von , veröffentlicht am 27.09.2016, bearbeitet am30.03.2020

Es gibt viele gute Gründe, sich endgültig vom Messenger WhatsApp zu verabschieden. Gute Alternativen gibt es allemal. Aber Vorsicht: Wer die App einfach löscht, macht alles noch viel schlimmer. Wir zeigen, wie man sich richtig von WhatsApp trennt.

Irgendwann reicht es dem*der einen oder anderen Nutzer*in vielleicht mit Spam, Sicherheitslecks und Datensammelei. Dann kommt der Punkt, an dem man WhatsApp möglichst schnell loswerden will. Aber Geduld: Wenn Sie die App einfach von Ihrem Handy löschen, sind Sie Ihren Account noch nicht los. Denn das WhatsApp-Konto bleibt weiterhin bestehen und bleibt für andere Personen, die Ihre Telefonnummer gespeichert haben, auffindbar - je nach Einstellung mitsamt Profilbild und/oder Statusmeldung.

Wer WhatsApp bereits gelöscht hat, ohne vorher den Account zu löschen, muss die App zunächst wieder aus dem App-Store auf sein Handy installieren und sich mit seiner Telefonnummer anmelden. Dann kann man sein Konto innerhalb der App über die „Konto löschen“-Funktion entfernen.

Gelöschte Profile verbleiben in Chatverläufen

Großes Manko: Anders als zum Beispiel bei Facebook, wo gelöschte Profile in alten Messenger-Konversationen als solche markiert werden, bekommen die eigenen Kontakte bei WhatsApp nicht mitgeteilt, dass Sie Ihr Profil gelöscht haben. Für die Personen, denen man bereits Nachrichten geschickt hat, sieht der Chatverlauf genauso aus wie vorher.

Es verschwindet lediglich das eigene Profilbild und gegebenenfalls die Statusmeldung. Auch wird das Profil aus Chatgruppen entfernt und Nachrichten werden nicht mehr zugestellt (wer das Profil anschreibt, sieht kein Doppelhäkchen hinter seiner gesendeten Nachricht). So können frühere Kontakte leider nur vermuten, dass man sein Konto gelöscht hat.

Was genau passiert, wenn man sein WhatsApp-Konto löscht, erklärt der App-Anbieter auf dieser FAQ-Seite.

WhatsApp löschen - Schritt für Schritt:

Die Screenshots wurden auf einem Sony Xperia Z3 Compact und der Android-Version 6.0 gemacht. Die Anleitung ist aktuell bis zu Version 2.20.89 (Stand 30.03.2020). Auf anderen Geräten und Software-Versionen können Design und Menüführung abweichen.

1. WhatsApp-Menü öffnen

Öffnen Sie WhatsApp und tippen Sie auf die drei Punkte oben rechts. Es öffnet sich ein Menü.

2. Einstellungen öffnen

Tippen Sie auf den Punkt Einstellungen.

3. Konto-Einstellungen wählen

Tippen Sie auf den Punkt Account (oder Konto).

4. Konto löschen

Tippen Sie auf den Punkt Meinen Account löschen. Sie werden dann noch drei Mal um Bestätigung gebeten, bevor das Konto endgültig gelöscht wird.

5. Mit Telefonnummer bestätigen

Als Sicherheitsmaßnahme fragt WhatsApp nach Ihrer Telefonnummer. Geben Sie diese ein und tippen Sie erneut auf Meinen Account löschen.

6. Zwei weitere Male bestätigen

WhatsApp fragt nochmal nach, ob Sie wirklich löschen wollen. Tippen Sie darauf. Die beiden Felder mit einer Begründung können Sie leer lassen. Daraufhin kommt noch eine Nachfrage. Bestätigen Sie auch diese. Erst dann ist das WhatsApp-Konto endgültig gelöscht.

7. App deinstallieren

Nun können Sie die App von Ihrem Gerät deinstallieren.

8. Backup Löschen

WhatsApp legt automatisch einmal pro Tag ein Backup aller Chatverläufe auf Ihrem Gerät an. Diese Backups werden nicht gelöscht, wenn Sie Ihren Account und die App löschen. Wenn Sie einen Dateimanager auf Ihrem Gerät öffnen, finden Sie in der Regel auf dem Speicherbereich "SD-Karte" einen Ordner namens "WhatsApp", und darin einen Ordner namens "Backup". Manchmal befindet sich der Ordner auch im Speicherbereich "Intern", oder "Hauptspeicher". Wenn Sie ganz und gar von WhatsApp Abschied nehmen wollen, dann löschen Sie auch diesen WhatsApp-Ordner.

Backups auf Ihrem Google-Drive-Speicher werden automatisch gelöscht, wenn Sie Ihren WhatsApp-Account löschen.

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Projektleiterin. Miriam Ruhenstroth hat mobilsicher.de seit Beginn des Projektes begleitet – zuerst als freie Autorin, später als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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