Ratgeber

Android-Apps ersetzen: Kontakte

Ein Artikel von , veröffentlicht am 03.03.2020, bearbeitet am24.12.2021

Die Kontakte-App bei Android kommt häufig von Google. Standardmäßig landen damit alle Ihre Adressbuchdaten im Internet. Wenn Sie das nicht möchten, sollten Sie die Synchronisation abschalten – oder die App gleich ganz vom Handy werfen.

Die Kontakte-App zeigt das Adressbuch Ihres Handys an. Wo die Inhalte des Adressbuchs gespeichert sind, können Sie selbst auswählen: Entweder Sie legen die Daten lokal auf dem Gerät ab oder im Google-Konto. Manche Hersteller bieten auch an, eine begrenzte Zahl an Kontakten auf der SIM-Karte zu speichern.

Die Kontakte-App zeigt die Daten unabhängig vom gewählten Speicherort immer gleich an.

Ausgangslage

Auf vielen Geräten ist die Kontakte-App von Google vorinstalliert. Manche Hersteller bieten auch eigene Kontakte-Apps an.

Datenübertragung

Die Kontakte-App von Google speichert alle Kontakte in Ihrem Google-Konto. In der Standardeinstellung überträgt die App dabei alle Ihre Adressbucheinträge über das Internet auf die Server von Google. Um zu überprüfen, ob bereits Kontakte in Ihrem Google-Konto gespeichert sind, loggen Sie sich unter https://contacts.google.com mit den Google-Kontodaten ein, mit dem auch Ihr Handy verknüpft ist.

Auch andere Kontakte-Apps bieten die Möglichkeit, die Kontakte im Google-Konto zu speichern - hier haben Sie aber die Wahl. Alternativ können Sie sie auch lokal auf dem Gerät oder auf der SIM-Karte speichern.

Manche Apps fragen bei jedem Abspeichern eines neuen Kontakts nach dem gewünschten Speicherort, andere erlauben diese Einstellung im Menü.

Gegenmaßnahmen

Wenn Sie die Kontakte-App von Google weiterhin nutzen möchten, schalten Sie die Synchronisierung Ihrer Adressbuchdaten mit dem Google-Konto ab.

Sie finden die Einstellung unterGeräteeinstellungen > Konten > Google > Kontosynchronisierung > Kontakte. Noch sicherer ist es, die Kontakte-App von Google zu deaktivieren und durch eine privatsphärefreundliche Alternative zu ersetzen.

Hinweis: Beim allerersten Öffnen fragt auch die Kontakte-App von Google nach dem gewünschten Speicherort (Google-Konto oder Gerätespeicher). Diesen Speicherort nachträglich zu ändern, scheint aktuell jedoch nicht möglich zu sein.

Kontakte-Apps – Empfehlungen

  • Schlichte Kontakte Pro (F-Droid, Play-Store): Quelloffene App des slowakischen Programmierers Tibor Kaputa. Gehört zur empfehlenswerten Reihe Simple Mobile Tools gegen Bloatware. In Google Play für einen Centbetrag zu haben, in F-Droid kostenlos (Spenden erwünscht).
  • MyLocalAccount: Falls Ihr Gerät das Abspeichern von Kontakten im lokalen Gerätespeicher nicht von selbst erlaubt, können Sie mit Hilfe der App ein MyLocalAccount entsprechendes lokales Verzeichnis auf Ihrem Handy anlegen. Die App entwickelt ein österreichischer Programmierer, der unter dem Namen FJ Softwaredevelopment auch den von uns empfohlenen MyPhoneExplorer anbietet.

 

MyLocalAccount

Manche Geräte haben gar keinen lokalen Speicherort für Kontakte, sondern bieten nur das Google-Konto als Speicherort an. In diesem Fall können Sie mit Hilfe der App MyLocalAccount selber ein lokales Verzeichnis auf Ihrem Handy anlegen.

Die App entwickelt ein österreichischer Programmierer, der unter dem Namen FJ Softwaredevelopment auch den von uns empfohlenen MyPhoneExplorer anbietet.

Hinweis: MyLocalAccount ist keine App zum Verwalten oder Beabeiten von Kontakten, sondern richtet nur einen Speicherort auf Ihrem Gerät ein. Wenn man sie installiert, erscheint also kein App-Icon auf dem Startbildschirm.

Gehen Sie nach der Installation zu:Geräteeinstellungen > Konten > Hinzufügen und tippen Sie in der Liste auf MyLocalAccount. Wenn Sie nun Ihre Kontakte-App öffnen und einen neuen Kontakt hinzufügen, sollten Sie eine Auswahl haben, den Kontakt entweder im Google-Konto anzulegen oder im MyLocalAccount-Konto.

Die Autorin

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Inga Pöting

leitet die Redaktion bei mobilsicher.de. Sie recherchiert und schreibt Texte, gibt Beiträgen von anderen den letzten Schliff, betreut den YouTube-Kanal und die Webseite. Davor hat sie im Ruhrgebiet Literatur und Sozialwissenschaft studiert und für verschiedene Zeitungen und Magazine gearbeitet.

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