Ratgeber

Komplettbackup bei Android-Geräten

Fischschwarm

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, bei Android-Geräten alle Daten zu sichern. Entweder über Cloud-Dienste, oder lokal auf dem eigenen Computer. Allerdings ist bei einigen Methoden Technik-Wissen gefragt. Hier zeigen wir einige relativ einfache Varianten.

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Backup · Clockwork Mod · Custom Recovery · Daten sichern · Helios · Titanium Backup
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Wer sein Android-Gerät mit einem Google-Konto verknüpft hat, kann die eingebaute Backup-Möglichkeit nutzen. Dabei werden unter anderem Informationen über installierte Apps sowie die Benutzerdaten gespeichert, zum Beispiel die WLAN-Zugänge. Zudem ist diese Variante weit entfernt von einem Komplettbackup aller Daten. Denn das Betriebssystem selber wird dabei nicht gesichert.

Backup-Apps brauchen Root-Zugriff

Im Android-Universum gibt es zahlreiche gute Apps, mit denen sich Backups einzelner Daten oder eine Komplettsicherung durchführen lassen. Sie haben in der Regel aber einen Haken: Das Smartphone oder Tablet muss dafür gerootet sein. Beim Rooten erhält der Nutzer vollständigen Zugriff auf das Betriebssystem. Der Eingriff ist jedoch aufwändig und nicht ohne Risiken.

Sofern das Gerät gerootet ist, kann man die Komplett-Sicherung zum Beispiel mit der App „Titanium Backup root“ machen. Sie ist eine der bekanntesten Backup-Apps. Mit ihr lassen sich sowohl einzelne Apps, als auch das gesamte Gerät sichern. Die App ist – vor allem in der kostenpflichtigen Variante – zwar sehr funktionstüchtig, jedoch ist die Benutzerführung sehr unübersichtlich.

Auch über sogenannte Custom Recoverys lassen sich Backups anlegen. Das sind im Grunde rudimentäre Betriebssysteme, die ein Gerät soweit hochfahren können, dass entscheidende Eingriffe am eigentlichen Betriebssystem vorgenommen werden können. Zum Beispiel eine Wiederherstellung, oder eben ein Backup. Besonders beliebt sind derzeit die Clockwork Mod Recovery (kurz CWM) und das TeamWin Recovery Project (kurz TWRP).

Wichtig: Diese Backups lassen sich nur mit dem Recovery-System zurückspielen, mit dem sie erzeugt wurden.

Komplettbackup mit dem Computer

Wer sein Android-Gerät nicht rooten kann oder möchte und über gute PC-Kenntnisse verfügt, kann auch ein sogenanntes NANDroid-Backup über den PC durchführen. Das Smartphone oder Tablet muss dafür mindestens über die Android-Version 4.0 oder neuer verfügen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten und Software-Anwendungen, mit denen man das Backup machen kann:

1. Backup mit ADB und Eingabeaufforderung: Dafür muss man sich Teile der Entwickler-Software für Android-Apps herunterladen und über die Windows-Kommandozeile ausführen. Das ist nur etwas für Experten.

2. Die Software „Holo-Backup“. Sie verfügt über eine relativ einfache Oberfläche, mit der sich Backups erstellen und wieder einspielen lassen. Herunterladen kann man sich die Software zum Beispiel bei Heise. In der Vergangenheit soll es jedoch Probleme mit älteren Geräten von HTC, Sony und Motorola gegeben haben.

3. Die Software Helium Backup. Helium Backup bietet eine Vielzahl von Backup-Möglichkeiten und ist mit der Zeit immer besser geworden.  Dafür muss man die Helium Desktop Software auf PC, Mac oder Linux-Rechner installieren und die Helium-App aus dem Play-Store herunterladen.

Nicht alles klappt reibungslos

Für alle Optionen gilt: Es scheint immer wieder Probleme mit Geräten zu geben, deren interner Speicher verschlüsselt ist. Und nicht nur das: App-Entwickler können bestimmen, dass ihre Apps und Daten nur mit Root-Zugriff ausgelesen werden können. Das bedeutet, dass ein einfaches Backup nicht möglich ist.

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