Ratgeber

Android-Apps ersetzen: Kalender

Ein Artikel von , veröffentlicht am 29.02.2020
Ein Offline-Kalender ist manchmal sicherer. Foto: Pixabay CC0

Zugegeben: In Sachen Komfort kann dem Google-Kalender bisher kein Konkurrent das Wasser reichen. Doch Google liest alle persönlichen Termine von Nutzer*innen mit. Wir haben drei diskrete Kalender-Alternativen recherchiert.

Ausgangslage

Auf vielen Android-Smartphones und -Tablets ist Googles Kalender-App vorinstalliert. Beim ersten Öffnen der App stellt sie sich mit dem Namen „Google Kalender“ vor und ist dadurch leicht zu erkennen.

Auch viele Smartphone-Firmen, zum Beispiel Samsung oder Sony, bieten eine eigene Kalender-App an, die meistens auch nur „Kalender“ heißt.

Datenübertragung

Googles Kalender hat einen großen Funktionsumfang, der allerdings mit weitreichenden Zugriffen einhergeht. So synchronisiert er sich etwa standardmäßig mit dem Mail-Programm Gmail - alle Ihre Termine tauchen dann auch dort auf. Die App verlangt Zugriff auf Ihre Kontakte und den Standort und hat Zugang zum Internet.

Auch die meisten anderen vorinstallierten Kalender-Apps haben weitreichende Zugriffsrechte.

Gegenmaßnahmen

Überprüfen Sie, von wem die Kalender-App auf Ihrem Gerät kommt, und ob Sie den Hersteller*innen vertrauen. Beschränken Sie die Zugriffsrechte. Deinstallieren oder deaktivieren Sie die Kalender-App gegebenenfalls und installieren Sie Ersatz.

Mehr zur Rechteverwaltung von Apps erfahren Sie in diesem Video: Was können App-Berechtigungen? (Android)

Kalender-App - Empfehlungen

  • Schlichter Kalender (F-DroidPlay-Store): Open-Source App von dem slowakischen Programmierer Tibor Kaputa. Gehört zur sehr empfehlenswerten Reihe Simple Mobile Tools gegen Bloatware. Die App geht nicht ins Internet.
  • Etar (F-Droid, Play-Store): Open-Source App, entwickelt von dem arabischen Programmierer Suhail Alkowaileet. Entspricht vom Funktionsumfang der Android-eigenen Kalenderfunktion. Die App hat keinen Zugriff aufs Internet.
  • Kalenderchen (Play-Store): Diese Kalender-App für Android und Windows synchronisiert Ihren Kalender über mehrere Geräte hinweg. Alle eingetragenen Daten werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt online gespeichert. Um den Kalender dezentral zu nutzen, müssen Sie unter kalenderchen.de einen Cloud-Kalender anlegen. Sie erstellen dabei einen privaten Schlüssel (Passwort), den Sie für das Einrichten von Kalenderchen auf jedem Gerät benötigen. Kosten: Einen Kalender mit Synchronisation gibt's für 18 Euro pro Jahr, ohne Synchronisation genügt ein selbstgewählter Spendenbetrag. Für komplett anonyme Nutzung können Geldscheine per Post geschickt werden, mehr Infos auf der Webseite.

Die Autorin

E-Mail

i.poeting@mobilsicher.de

PGP-Key

0x98926A6965C84F21

Fingerprint

7F5D B2F7 C59F 0547 D730 7DD7 9892 6A69 65C8 4F21

Inga Pöting

Inga Pöting ist Redakteurin bei mobilsicher.de. Sie schreibt Texte, kümmert sich um die Webseite und erklärt Apps und Smartphone-Funktionen vor der Kamera. Davor hat sie im Ruhrgebiet bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen gearbeitet.

Weitere Artikel

Ratgeber 

Mobilgeräte für Kinder einrichten

Viele Kinder wünschen sich ein eigenes Smartphone oder Tablet. Ganz ohne elterliche Aufsicht sollten sie diese Geräte jedoch nicht nutzen. Und Eltern können viel dafür tun, dass ihre Kinder unbesorgt mit dem Mobilgerät spielen und lernen können.

Mehr
Ratgeber 

Das iPhone als Geldbörse: Wie sicher ist Apple Pay?

Zum Bezahlen an der Kasse das iPhone ans Lesegerät halten – seit Dezember 2018 geht das auch in Deutschland. Aber wie sicher ist die Technik dahinter? Und was passiert mit den Daten? Wir haben uns den Bezahldienst Apple Pay genau angeschaut.

Mehr
Ratgeber 

Swiss-Covid-App: Schweizer Contact-Tracing kurz vorgestellt

Die Swiss-Covid-App greift als erste App auf die von Google und Apple entwickelte Bluetooth-Schnittstelle zu. Das ist nicht verwunderlich: Schon die Vorlage für die dezentrale, privatsphärefreundliche Kontaktverfolgung stammt aus der Schweiz.

Mehr
YouTube-Video 

App Flora Incognita: Blumen & Bäume bestimmen live getestet

Unsere Redakteurin Inga war im Park - zum Pflanzen bestimmen per App. Die App Flora Incognita hat eine hohe Trefferquote für heimische Wildpflanzen und Bäume. Sie wird angeboten von der Technischen Uni Ilmenau und ist frei von Werbung und Tracking.

Ansehen