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K-9 Mail-App: Tipps zur Problemlösung

Ein Artikel von , veröffentlicht am 11.04.2018, bearbeitet am01.08.2018

Sie wollen die Mail-App K-9 nutzen, haben aber Probleme beim Einrichten? Zugegeben: Einige Fehlermeldungen klingen kryptisch. Die meisten Probleme lassen sich aber leicht beheben. Hier zeigen wir einige typische Probleme und die passenden Lösungswege.

Beim Testen der App K-9 mit E-Mail-Adressen von gmail.com, zoho.eu und gmx.de haben wir die folgenden Fehlermeldungen erhalten. Sie können so oder so ähnlich auch bei anderen E-Mail-Providern auftreten.

Wie Sie K-9 installieren und konfigurieren, erklären wir im Beitrag K-9 Mail-App: Einrichten und E-Mail-Konten verknüpfen.

Wenn Sie bei den Fehlermeldungen jeweils auf "weiter" tippen, wird das Mail-Konto in der App zwar angelegt, aber die Verbindung kann nicht aufgebaut werden. Das heißt, es kommen keine Mails bei Ihnen an. Ignorieren Sie die Fehlermeldungen daher nicht, sondern gleichen Sie sie mit unseren Screenshots ab, um sie gleich lösen zu können.

1. Servereinstellung stimmt nicht

K-9 versucht beim Einrichten, die richtigen Servereinstellungen anhand der E-Mail-Adresse zu erraten. Das klappt nicht immer. Falls die eingetragenen Servereinstellungen nicht stimmen, dauert der Prozess "Einstellungen des Empfangsservers/Ausgangsservers werden überprüft" ziemlich lange und Sie erhalten am Ende die Fehlermeldung:

Kann nicht mit dem Server verbinden. (Cannot connect to host)

Bei dieser Fehlermeldung stimmen wahrscheinlich die Servereinstellungen nicht.

Lösung: Hier müssen Sie die Servereinstellungen beim E-Mail-Provider erfragen und dann von Hand einstellen. Meistens finden Sie die richtige Einstellung im Internet, eine Suche nach „IMAP Servereinstellung“ und zusätzlich dem Namen des E-Mail-Providers genügt meistens schon. Alternativ können Sie in den Einstellungen innerhalb Ihres E-Mail-Kontos nachschauen. Ansonsten hilft Ihnen der Support Ihres Providers weiter.

2. Outlook

Einige Nutzer berichten in Hilfeforen, dass es Probleme beim Einbinden von Microsoft-Exchange-Konten in K-9 gegeben habe. Dazu gehören viele Firmen-Adressen sowie private Adressen mit der Endung  @outlook.com/de, @live.com oder @msn.com.

Sie sollten bei solchen Konten nicht versehentlich das WebDAV (Exchange)-Konto als Protokoll wählen. Bleiben Sie bei IMAP, auch Outlook-Konten unterstützen es.

Die Servereinstellungen, die K-9 für Outlook-Konten heraussucht, stimmen nicht (Stand August 2018). Hier sind die richtigen:

  • IMAP-Servername: imap-mail.outlook.com
  • IMAP-Port: 993
  • IMAP-Verschlüsselungsmethode: TLS
  • POP-Servername: pop-mail.outlook.com
  • POP-Port: 995
  • POP-Verschlüsselungsmethode: TLS
  • SMTP-Servername: smtp-mail.outlook.com
  • SMTP-Port: 587
  • SMTP-Verschlüsselungsmethode: STARTTLS

Ein- und Ausgangsserver sind gleich. Eventuell müssen Sie POP- und IMAP für Outlook erst in ihrem Konto aktivieren. Wie, erfahren Sie hier.

3. Weniger sichere Apps zulassen

Dieses Problem tritt zum Beispiel bei Googles Gmail-Adressen auf. Google und einige andere Provider stufen K-9 als weniger sichere App ein, da sie zur Authentifizierung nicht das neueste Protokoll verwendet. In diesem Fall bekommen Sie diese Fehlermeldung/en:

Kann nicht mit dem Server verbinden. (Command AUTHENTICATE PLAIN; response: #2# NO, [ALERT], Please log in via your web browser: https://support.google.com/mail/accounts/answer/78754(Failure)])

Wenn Sie auf weitertippen, erhalten Sie eine weitere Fehlermeldung. Wenn Sie auf Detailstippen, kommen Sie zurück zum Eingabefeld für Passwort und Nutzername. Wenn Sie dem markierten Link folgen, kommen Sie zu einer Hilfe-Seite von Google.

Lösung: Loggen Sie sich im Google-Konto ein. Navigieren Sie zu  "Anmeldung & Sicherheit > Apps mit Kontozugriff > Weniger sichere Apps zulassen". Aktivieren Sie den Schieberegler. Hinweis: Wir empfehlen generell, ein Google-Konto mit der Gmail-App statt mit K-9 zu nutzen.

3. IMAP oder POP3 nicht aktiviert

Manche E-Mail-Provider haben die Möglichkeit, dass eine andere App über IMAP oder POP3 auf das Konto zugreift, standardmäßig deaktiviert. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme. In diesem Fall müssen Sie das jeweilige Protokoll erst beim E-Mail-Provider aktivieren. Das haben wir zum Beispiel bei Konten von GMX und zoho.eu beobachtet. Die Fehlermeldungen können dabei unterschiedlich aussehen.

Fehlermeldung bei GMX:

Benutzername oder Passwort ist falsch. (Command: *sensitive*, response: #2# [NO, authentication failed])

Eine ziemlich irreführende Fehlermeldung, denn Benutzername und Passwort sind an dieser Stelle durchaus richtig. Es liegt ein anderes Problem vor. Glücklicherweise verschickt GMX zusätzlich eine Mail, in der erklärt wird, was zu tun ist.

Fehlermeldung bei zoho.eu

Kann nicht mit dem Server verbinden. (Command: AUTHENTICATE PLAIN; response: #2# [NO, [ALERT], You are yet to enable IMAP for your account. Access the link https://www.zoho.eu/mail/help/imap-access.html to learn more. (Failure)])

Wenn Sie dem Link folgen, kommen Sie auf eine Hilfeseite von zoho.eu.

Lösung: Bei beiden Anbietern muss man sich im Mail-Konto einloggen und die entsprechende Einstellung vornehmen. Für zoho.eu geht das zum Beispiel so:

  1. Klick auf Einstellungen (gar nicht so leicht zu finden - blassgraues Zahnrad oben rechts im Mail-Konto)
  2. Runterscrollen zu "Mailkonten"
  3. Dort klicken auf "IMAP-Zugriff"
  4. Bei "IMAP-Zugriff" ein Häkchen setzen

4. Hotmail

Die meisten Konten des 2012 eingestellten E-Mail-Anbieters Hotmail funktionieren mit K-9 nicht. Der offizielle Nachfolger von Hotmail ist Outlook.

Die Autorin

E-Mail

m.ruhenstroth@mobilsicher.de

PGP-Key

0xAC27FCDCF277F1E4

Fingerprint

E479 C1CD 0FC9 E373 A4B3 F5DB AC27 FCDC F277 F1E4

Miriam Ruhenstroth

Projektleiterin. Miriam Ruhenstroth hat mobilsicher.de seit Beginn des Projektes begleitet – zuerst als freie Autorin, später als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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