App-Test

Fruchtbarkeits-App MyNFP: Empfehlenswert

Ein Artikel von , veröffentlicht am 25.07.2018

Die Zyklus-App MyNFP misst die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage der Nutzerinnen nach der wissenschaftlich validierten NFP-Methode. Die App ist nach 30 Tagen kostenpflichtig und überträgt keinerlei Nutzerdaten. Unser Fazit: Empfehlenswert!

Das ist MyNFP

MyNFP ist eine Zyklus-App, die fruchtbare und unfruchtbare Tage nach der „NFP“-Methode (auch: symptothermale Methode) ermittelt. Diese Methode ist wissenschaftlich validiert und in der Praxis gut erprobt. Die Auswertungen der App wurden von der Stiftung Warentest mit „gut“ bewertet – die Bestnote, die nur drei von 18 getesteten Zyklus-Apps erhielten.

Ebenfalls zu den Siegern gehörte die Fruchtbarkeits-App Lady Cycle, die momentan nur für Android angeboten wird. Hier geht's zu unserem Kurztest.

Die Optik von MyNFP ist für „Neulinge“ vielleicht ungewohnt: Die Benutzeroberfläche ist nicht so simpel gestaltet, wie man es von vielen Algorithmus-basierten Apps kennt. Geben Sie sich daher etwas Zeit, um die App kennenzulernen.

Die App kann man 30 Tage kostenlos testen – danach kostet sie 29,99 Euro im Jahr oder 9,99 für drei Monate. Sie ist für Android und iOS verfügbar.

Hinter der App steht der deutsche Entwickler und Unternehmer Christian Maas, der myNFP 2006 als Hobbyprojekt startete. Mittlerweile betreibt er den Dienst hauptberuflich.

Andere Zyklus-Apps legen einen anderen Fokus, sie erinnern beispielsweise per Push-Funktion an die nächste Periode. Hier geht's zu unserem Test der App Menstruations-Kalender und Zykluskalender Kostenlos.

MyNFP im mobilsicher-Datencheck: Erfreulich

Bemerkenswert: Im mobilsicher-Kurztest auf Android (App-Version 1.21) nahm die App ausschließlich Kontakt zu Servern von NFP auf. Werbenetzwerke, Analysedienste oder Tracker konnten wir nicht beobachten. Eine absolute – und sehr erfreuliche – Ausnahme bei Apps.

Nutzerinnen müssen sich mit einer E-Mail-Adresse registrieren und ein Passwort anlegen. Beim Anmeldeprozess werden ausschließlich diese beiden Informationen übertragen. Keine Werbe- oder Android-ID, keine Informationen über Hardware, Betriebssystem oder Provider werden übermittelt, wie wir es sonst in unseren App-Tests üblicherweise beobachten.

Intime Daten getrennt gespeichert

Informationen, die man selbst in die App eingibt, überträgt sie TLS-Verschlüsselt an einen Server von NFP. Dadurch kann man auch vom Computer oder von anderen Mobilgeräten aus auf seinen Zykluskalender zugreifen.

Diese Angaben sind sehr intim – von der Konsistenz des Zervixschleims bis zu der Frage, ob man ungeschützten Sex hatte.

Nach Angaben des Anbieters werden diese Daten auf einem eigenen Server gespeichert, getrennt von der E-Mail-Adresse. Selbst wenn sich also ein Hacker Zugriff auf diesen Server verschafft, kann er die Informationen nicht ohne weiteres zuordnen.

Dennoch wäre es schön, wenn man sich für eine „lokale“ Variante entscheiden könnte, bei der alle Informationen auf dem eigenen Gerät bleiben.

Dennoch lautet unser Fazit: Absolut empfehlenswert!

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

Projektleiterin. Miriam Ruhenstroth hat mobilsicher.de seit Beginn des Projektes begleitet – zuerst als freie Autorin, später als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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