Ratgeber

Öffi: Diese Fahrplan-App empfehlen wir (Android)

Ein Artikel von , veröffentlicht am 25.07.2018, bearbeitet am24.09.2020

Öffi zeigt Fahrpläne aus vielen Städten und Regionen an. Auch Verkehrsverbünde aus dem Ausland sind inzwischen mit dabei. Die quelloffene App überträgt keinerlei Nutzungsdaten, ist kostenlos und werbefrei.

Das ist Öffi

Öffi findet Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel und bringt sie in einer App zusammen. Eingebunden sind Fahrpläne aus vielen Städten und Regionen in Deutschland und auch aus anderen Ländern. Hier gibt's eine Liste aller abgedeckten Orte.

Öffi gibt es nur für Android. Anbieter ist der ehrenamtliche Entwickler Andreas Schildbach. Die App wurde mehr als fünf Millionen Mal aus dem Google Play-Store heruntergeladen. Öffi gibt's auch im alternativen App-Store F-Droid und als .apk-Datei auf der Webseite.

Fahrplan-Apps gibt es auch von örtlichen Verkehrsverbünden – zum Beispiel in Berlin von der BVG - in der Regel beschränken sich diese Apps aber auf die jeweilige Stadt oder Region. Auch greifen sie oft Nutzungsdaten ab und geben sie an Analysedienste weiter.

Seit 2018 ist der Programm-Code öffentlich für jede*n einsehbar. Quelloffenheit (Open Source) dient der unabhängigen Kontrolle durch Dritte und ermöglicht es, Fehler schneller zu finden.

Wie Sie eine App manuell installieren, erfahren Sie hier: Apps aus .apk-Datei installieren.

So funktioniert Öffi

Nach der Installation von Öffi erscheinen drei neue Icons im Smartphone-Menü: „Öffi Haltestellen“, „Öffi Netzpläne“ und „Öffi Verbindungen“. Diese Dreiteilung dient der schnelleren Erreichbarkeit der bevorzugten Funktion. Über das einheitliche Menü (drei waagerechte Striche oben links) kann man von jedem Icon aus auf jede Funktion zugreifen.

Wenn Sie die App einrichten, wählen Sie zunächst die Region aus, in der Sie im Alltag am meisten unterwegs sind. Die Auswahl kann später geändert werden. Anschließend wählen Sie Start und Ziel  aus und bekommen Verbindungen vorgeschlagen. Besonders: Die Verkehrsmittel werden nicht in einer Liste angezeigt, sondern in Form von farbigen Rechtecken auf einer interaktiven Zeitleiste.

In die Suche können Sie entweder die Namen von Haltestellen oder Adressen eingeben. Für den groben Überblick bindet die App auch Liniennetzpläne ein.

Wer die Abfrage des Gerätestandorts erlaubt, kann sich nahegelegene Haltestellen auf einer Karte anzeigen lassen und Haltestellen direkt über den Standort abfragen.

Daten-Check: vorbildlich

Unser Kurztest der App lieferte rundum erfreuliche Ergebnisse: Sie nimmt ausschließlich Kontakt zu den Service-Schnittstellen der eingebundenen Verkehrsbetriebe auf und übermittelt dorthin nichts als die eingegebenen Suchbegriffe.

Getestet haben wir die Version 11.2.4-google (25.08.2020) aus dem Google Play-Store sowie die Version 11.2.4-aosp aus F-Droid (29.08.2020).

In der Play-Store-Version greift Öffi bei der Standortermittlung auf einen Google-Dienst zurück, dieser erhält aber keine Nutzer*innendaten. Die F-Droid-Version der App ermittelt den Standort ohne den Google-Dienst.

Die Autorin

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Inga Pöting

Seit 2022 baut sie für den ITUJ e.V. ein Team gegen digitale Gewalt auf. Mehr Infos dazu unter: www.ein-team.org. Davor leitete sie die Redaktion bei mobilsicher.de, recherchierte und schrieb Texte, gab Beiträgen von anderen den letzten Schliff und betreute den YouTube-Kanal.

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