Ratgeber

Monatsrückblick: Das war der März

Ein Artikel von , veröffentlicht am 31.03.2021

Übergriffige E-Mail-Apps, luca als neue Corona-App und ein AppChecker, der sich plötzlich auch für Klimaschutz interessiert. Außerdem haben wir zwei tolle neue Tools entdeckt. Unser März im Schnelldurchlauf.

Böse Mail-Apps

Mail-Apps haben eine simple Aufgabe: Sie sollen E-Mail-Konten einbinden und das Lesen und Senden von Mails ermöglichen. Sieben der 20 getesteten Apps lasen jedoch die E-Mails ihrer Nutzer*innen mit und griffen teilweise sogar Passwörter und die Mail-Adressen Dritter ab. Hinter den sieben Apps steht ein Unternehmensgeflecht, dessen Spuren nach Russland führen.

Gute Mail-Apps

Wir wären nicht mobilsicher, wenn wir in Sachen E-Mails nicht auch freundliche Apps für Sie hätten: Wie Mail-Apps arbeiten müssen, damit sie in unserem AppChecker die Bestnote erhalten und warum Googles Gmail-App in unserem Test nicht dabei ist, erklärt unsere Redakteurin Inga Pöting im Video.

Check-In-App luca

Papier-Gästelisten ersetzen und die Kontaktverfolgung erleichtern: Die Ziele der Check-In-App luca machen Hoffnung, dass Öffnungen von Geschäften und Restaurants bald wieder möglich sein könnten. Doch wie sicher sind Ihre Kontaktdaten, wenn Sie sie in der App hinterlegen? Wir klären, wie die App funktioniert und warum Kritik angebracht ist.

Metadaten

Wann Sie mit wem telefonieren kann viel über Ihre Gewohnheiten und Beziehungen aussagen. Wer solche Daten für welchen Zeitraum  erheben darf und welche Bedeutung sie auch bei Diskussionen um geheimdienstliche Überwachung haben, lesen Sie in unserem Text über Metadaten.

Anton-App ist unsicher

Ganz schön viele Daten hat die Lern-App Anton gesammelt und dann unsicher aufbewahrt. Das zeigt eine Recherche des Bayerischen Rundfunks. Datensparsamkeit sollte in Apps für Schüler*innen oberstes Prinzip sein, da ist also gehörig was schief gegangen.

Juhu, Apps sind wählbar

"Alle Nutzer können ihren Willen äußern – indem sie aktiv eine Wahl treffen", sagt unsere Projektleisterin Miriam im Interview auf bundesregierung.de. Mit unserem AppChecker, der in der Datenstrategie des Bundes nun offiziell empfohlen wird, wird diese Wahl zum Glück viel einfacher.

Nächstes Ziel: Nachhaltigkeit

Mit Werbung vollgestopfte Apps fressen mehr als nur Ihre Nerven. Je mehr bunte Bilder und auf Sie persönlich zugeschnittene Inhalte sie einspielen, desto mehr Energie verbrauchen im Hintergrund operierende Rechenzentren. Wir finden: Es muss einen Ort geben, an dem Sie sich über den Ressourcenverbrauch Ihrer Apps informieren können. Deshalb heißt die nächste Station unseres AppCheckers: Nachhaltigkeit.

Tolle Tools

Auf unding.de können Sie seit kurzem melden, wenn computergesteuerte Entscheidungsprozesse zu ihrem Nachteil ausgegangen sind. Zum Beispiel wenn Google Maps LKWs durch Ihr Wohngebiet schickt oder an den Ergebnissen Ihrer Bonitätsprüfung etwas nicht stimmen kann.

Die quelloffene App Watomatic beantwortet derweil WhatsApp-Nachrichten mit einer Standardantwort, zum Beispiel: "Ich bin dann mal weg, ihr findet mich bei Threema und Signal." Zu haben im Google Play-Store und im alternativen App-Store F-Droid.

Der Autor

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Thorsten Baulig

ist Social-Media-Manager und Autor bei mobilsicher.de. Außerdem kümmert er sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Davor studierte er Kulturwissenschaft in Siegen und Berlin und organisierte kulturelle und stadtteilpolitische Veranstaltungen.

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