Start mit Android

So richten Sie eine sichere Bildschirmsperre ein (Android)

Ein Artikel von , veröffentlicht am 28.08.2015, bearbeitet am27.10.2019

Die Bildschirmsperre ist für das Mobilgerät, was die Haustür für ein Haus ist. Sie sollte niemals fehlen und nur mit Passwort oder PIN zu öffnen sein. Wie Sie die Sperre auf Smartphone oder Tablet richtig einstellen, zeigen wir hier Schritt für Schritt.

[Eine Anleitung für die Einrichtung einer Sperre für iPhones und iPads finden Sie hier.]

Diese Anleitung für Android-Geräte wurde mit einem Tablet Nexus 7 mit der Android-Version 5 erstellt. Aktualisiert haben wir den Text für Android 6 (mit einem Samsung-Handy), Android 8 (Sony-Handy) sowie Android 10 (Google-Handy).

Die Logik der Navigation ist bei unterschiedlichen Android-Geräten und -Versionen relativ ähnlich. Abweichende Menüpunkte und Pfade sind unter dem jeweiligen Original-Screenshot vermerkt.

Geräteeinstellungen öffnen

Wählen Sie den Punkt Einstellungenaus.

Menü Gerätesicherheit öffnen

Tippen Sie auf Gerätesicherheit.

Abweichende Pfade:

  • Android 6 (Samsung): Hier finden Sie unter Einstellungen gleich den Punkt Sperrbildschirm.
  • Android 8 (Sony): Navigieren Sie wie folgt: Einstellungen > Sicherheit & Standort > Displaysperre.
  • Android 10 (Google): Einstellungen > Sicherheit > Displaysperre.

Falls Sie schon eine Bildschirmsperre festgelegt hatten, müssen Sie diese eingeben, bevor es weitergeht.

Optionen der Bildschirmsperre auswählen

Unter dem Punkt Sperrbildschirmtyp, bei anderen Geräten auch Displaysperregennant, sehen Sie, welche Sperre eingestellt ist. Tippen Sie auf Sperrbildschirmtyp, um die Einstellung zu ändern.

Standardmäßig ist bei vielen Geräten Streichen eingestellt (bei anderen Geräten heißt es Wischen). Diese Einstellung bietet keinen Schutz vor unerwünschten Zugriffen, denn zum Entsperren muss man dann nur den Finger über den Bildschirm bewegen.

Bildschirmsperre konfigurieren

Tippen Sie auf die Methode, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Von der Methode Muster raten wir ab. Wie Studien gezeigt haben, sind solche Muster leicht zu erraten.

Wir empfehlen eine PIN oder ein Passwort mit mindestens acht Zeichen. Es sollten keine leicht zu erratenden Kombinationen sein und sie sollten keinen Bezug zu persönlichen Daten wie zum Beispiel Ihrem Geburtstag haben.

Ein Muster ist dennoch sicherer als gar keine Sperre. Wenn Sie ein Muster nutzen möchten, empfehlen wir dringend, die Linien des Musters unsichtbar zu machen, falls auf Ihrem Gerät möglich. Sie finden die Einstellung Muster sichtbar machen hinter dem Zahnradsymbol neben dem Menüpunkt Muster oder weiter unten innerhalb des Menüpunkts Bildschirmsperre.

Bei manchen Geräten werden auch biometrische Optionen angeboten: Gesichtserkennung, Fingerabdruck und Iris-Scanner. Diese sind deutlich sicherer als die Optionen Wischen und Muster, allerdings zur Zeit noch nicht voll überzeugend. Es gibt immer wieder Berichte, dass sich biometrische Verfahren auf Smartphones austricksen lassen - und außerdem lässt sich die Entsperrung des Bildschirms damit leichter erzwingen.

PIN für Sperre wählen

Wenn Sie sich für die PIN- oder Passwort-Methode entscheiden, können Sie nun ihre Wunschkombination eingeben. Tippen Sie danach auf Weiter.

Hinweis: Es gibt keine Möglichkeit, PIN oder Passwort wiederherzustellen, wenn Sie die Kombination vergessen haben. Sollte dies passieren, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, das Gerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dann sind jedoch alle Daten gelöscht.

Wiederholen Sie die Eingabe.

Benachrichtigungen konfigurieren

Eventuell werden Sie nun gefragt, ob Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden sollen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wählen Sie Aus. Dies können Sie später immer noch ändern.

Hinweis: Mit "Benachrichtungen", auch "Push Notifications" genannt, sind zum Beispiel SMS, Eingangsmeldungen über neue E-Mails oder Vorschauen von Nachrichten-Apps gemeint.

Solche Benachrichtigungen bringen eine Vorschau der Nachricht mit, die persönliche Informationen enthalten kann. Wenn Sie nicht möchten, dass diese Vorschau auf ihrem gesperrten Display sichtbar gemacht wird, sollten Sie die Funktion ausschalten. Eine Benachrichtung bekommen Sie dann trotzdem.

Sie können diesen Punkt auch unabhängig von der Bildschirmsperre in Ihren Geräteeinstellungen ändern:

Android 6 (Samsung): Einstellungen > Töne und Benachrichtungen > Benachrichtungen auf dem Sperrbildschirm.

Android 10 (Google): Einstellungen > Apps & Benachrichtigungen > Benachrichtigungen > Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm.

Automatische Sperre nach maximal fünf Minuten

Wählen Sie nun die Zeitspanne, nachdem Ihr Gerät sich automatisch sperrt, wenn es nicht genutzt wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt, hier maximal fünf Minuten einzustellen.

Android 6 (Samsung): Sie finden die Einstellung unter Sperrbildschirm > Automatisch sperren. Es werden Ihnen verschiedene Zeitspannen zur Auswahl angeboten.

Android 10 (Google): Neben dem Menüpunkt Displaysperresehen Sie ein kleines Zahnradsymbol. Tippen Sie darauf und wählen Sie Automatisch sperren. Dann werden Ihnen verschiedene Zeitspannen zur Auswahl angeboten.

Wenn Sie die Bildschirmsperre zwischenzeitlich einmal deaktivieren möchten, navigieren Sie wie oben zur Einstellung Sperrbildschirmtyp (bzw. Displaysperre) und wählen dort Keine. Wir empfehlen jedoch ausdrücklich, die Bildschirmsperre aus Sicherheitsgründen jederzeit angeschaltet zu lassen.

Weitere Artikel

Kinder und Jugendliche 

Kids Zone im Test: Diskrete Kindersicherung

Mit der App Kids Zone können Eltern die Smartphone-Nutzung ihres Kindes beschränken. Die App hat keine Überwachungsfunktion und überträgt keine Daten an den Anbieter. Aus Datenschutzperspektive schneidet sie daher gut ab. Der Funktionsumfang ist jedoch nur für kleinere Kinder ausreichend.

Mehr
Ratgeber 

Fremde WLANs nutzen

Die drahtlose Verbindung ins Internet, WLAN, ist eine praktische Sache. Sie ist meistens schneller und günstiger als die mobile Datenübertragung. Wer WLAN-Zugänge mit Smartphone oder Tablet nutzen möchte, sollte jedoch ein paar Punkte beachten.

Mehr
App-Test 

Navi-Apps im Check: Maps.me – nicht empfehlenswert

Die Navigations-App Maps.me ist vollgestopft mit Trackern und Werbediensten, erfasst extrem detaillierte Geräte-Daten und zeigt wenig Interesse, die eigenen Nutzer aufzuklären. Der Anbieter ist auch schon im Zusammenhang mit Mail-Apps negativ aufgefallen.

Mehr
YouTube-Video 

Gefälschtes iPhone X: Schickes Sicherheitsdesaster

Im chinesischen Handel sind nagelneue iPhones für 100 US-Dollar zu haben - Fälschungen des iPhone X. Die Kollegen des Magazins "Motherboard" haben sich die Geräte näher angesehen. Der Fund ist kurios - doch die Software ein Sicherheitsdestaster. Wir sagen: Augen auf und Hände weg!

Ansehen