Ratgeber

App-Berechtigungen bei F-Droid

Ein Artikel von , veröffentlicht am 10.07.2019

Wer auf Android den alternativen App-Store F-Droid nutzt, liest beim Installieren neuer Apps viele Berechtigungen. Damit möchte der Store Transparenz schaffen. Die F-Droid-App selbst benötigt übrigens keine zustimmungspflichtigen Berechtigungen – einige Optionen sind aber praktisch.

So geht F-Droid mit Berechtigungen von Apps um

Es gibt unterschiedliche Typen von App-Berechtigungen: Zustimmungspflichtige und nicht zustimmungspflichtige. Nicht zustimmungspflichtige Berechtigungen holen sich Apps normalerweise, ohne Nutzer*innen darüber zu informieren.

Der App-Store F-Droid setzt als Alternative zum Google Play-Store auf Transparenz und Datensparsamkeit. Hier stellen wir den Store vor: F-Droid: Verbraucherfreundlicher App-Store für Android.

F-Droid nimmt es hier genau: Wenn Sie eine neue App installieren, zeigt der Store Ihnen als erstes die nicht zustimmungspflichtigen Berechtigungen an - diese werden vom Google Play Store stillschweigend vorausgesetzt.

Es kann auf den ersten Blick verwirren, dass Sie in F-Droid mehr Berechtigungen lesen als bei Google. Doch auch bei Play-Store-Apps sind diese Berechtigungen im Hintergrund aktiv.

Zur Überprüfung navigieren Sie in Ihrem Gerät zu Einstellungen > Apps > App-Name > Berechtigungen. Tippen Sie anschließend auf die drei Punkte oben rechts und wählen Sie Alle Berechtigungen. Nun sehen Sie für die gewählte App die ganze Liste.

Benötigt eine installierte App zustimmungspflichtige Berechtigungen, wie etwa den Kamera- oder Mikrofonzugriff, wird die Erlaubnis auch bei Apps aus dem F-Droid-Store erst dann abgefragt, wenn die App diese Berechtigung tatsächlich benötigt.

Was hinter den Berechtigungen von Android-Apps steckt, erklären wir hier: App-Berechtigungen entschlüsselt bei Android.

Diese Berechtigungen fragt der Store selbst ab

F-Droid-Store selbst benötigt folgende nicht zustimmungspflichtigen Berechtigungen:

Internetzugriff: Zum Herunterladen von Apps und um Apps später automatisch zu aktualisieren.

(Genaue Bezeichnungen der Berechtigungen: Netzwerkverbindungen abrufen, voller Netzwerk-Zugriff, WLAN-Verbindungen abrufen, herstellen und trennen)

Bluetooth und NFC: F-Droid bietet an, Apps per Bluetooth, WLAN oder NFC an Andere zu versenden (Nearby-Funktion). Dazu braucht die App die entsprechenden Zugriffsberechtigungen.

Folgende zustimmungspflichtigen Berechtigungen sind optional:

Standort: Die Berechtigung auf den Gerätestandort nutzt F-Droid, um die IP-Adresse abzurufen. Das ist nur nötig, wenn Sie Ihr Gerät mit anderen Nutzer*innen in der Nähe verbinden möchten (Nearby-Funktion).

Speicher: Den Zugriff auf den externen Speicher nutzt F-Droid, um Apps auch dort installieren zu können. Wenn Sie die Berechtigung nicht erteilen, funktioniert die App trotzdem. F-Droid legt dann alle Apps auf dem internen Speicher ab, der entsprechend schneller voll ist.

(Genaue Bezeichnungen der Berechtigungen: SD-Karteninhalte lesen, SD-Karteninhalte ändern oder löschen; die Bezeichnung SD-Karte schließt hier den fest verbauten Smartphone-Speicher mit ein.)

 

Mehr Infos zu den Berechtigungen des F-Droid-Stores geben die Anbieter*innen hier. Mehr zum Sicherheitsmodell des Stores außerdem hier.

Die Autorin

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Inga Pöting

leitet die Redaktion bei mobilsicher.de. Sie recherchiert und schreibt Texte, gibt Beiträgen von anderen den letzten Schliff, betreut den YouTube-Kanal und die Webseite. Seit 2022 baut sie für den ITUJ e.V. ein Team gegen digitale Gewalt auf, mehr Infos dazu unter: ein-team.org

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