Ratgeber

App-Tipps: Mit dem Handy in den Frühling

Ein Artikel von , veröffentlicht am 21.04.2020, bearbeitet am23.03.2022

Pflanzen und Bäume bestimmen, Gemüse anbauen oder Vogelstimmen zuordnen – dabei helfen kostenlose Apps. Mit unseren Tipps können Sie den Frühlingsspaß genießen, ohne dabei von Datensammlern beobachtet zu werden.

Flora Incognita: Pflanzen bestimmen

Funktion:

Die App bestimmt Pflanzen per Fotoerkennung. Bisher sind über 4.800 Blumen, Sträucher und Bäume in der Datenbank enthalten, darunter alle heimischen Wildpflanzen. Ausdrücklich nicht berücksichtigt werden hierbei gezüchtete und gekreuzte Garten- und Zimmerpflanzen. Zu allen Gewächsen stehen auch Zusatzinfos bereit – beispielsweise, wo sie verbreitet sind und ob sie unter Naturschutz stehen.

Anbieter:

Die App gibt es für Android und iOS, Anbieter ist die Technische Universität Ilmenau. Dort wird sie in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena entwickelt. Förderer sind das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz und die Naturschutzstiftung Thüringen. Der Anbieter verfolgt keine kommerziellen Interessen und schaltet keine Werbung.

Daten:

Die App enthält keine Analysedienste. Hier geht es zu unserem Testbericht. 

Sie ist ohne Registrierung nutzbar. Wer seine Pflanzenfunde auch auf anderen Geräten abrufen möchte, kann sich ein Profil anlegen.

Die Anbieter verfolgen das wissenschaftliche Ziel einer Kartierung von Wildpflanzenfunden, daher bittet die App um die Freigabe des Standorts, die Sie aber ablehnen können.

In diesem Video haben wir die App ausprobiert: App Flora Incognita: Blumen & Bäume bestimmen live getestet.

BirdNET: Vögel bestimmen

Funktion:

Die App bestimmt Vogelstimmen per Audioaufnahme. Sie ist darauf ausgelegt, die 3.000 häufigsten Vogelarten in Europa und Nordamerika zu erkennen.

Zunächst machen Sie eine Audioaufnahme der Vogelstimmen, die Sie analysieren möchten. Anschließend können Sie verschiedene Intervalle Ihrer Aufnahme auswählen und anhören.

Wenn Sie das Intervall gefunden haben, auf dem die Vogelstimme am deutlichsten zu hören ist, klicken Sie auf "Analysieren". Nach wenigen Sekunden wird Ihnen das Ergebnis angezeigt – inklusive einer Trefferwahrscheinlichkeit zwischen "vage Vermutung" und "sehr sicher".

Anbieter:

Die App ist eine Zusammenarbeit des Cornell Lab of Ornithology und der Technischen Universität Chemnitz. Sie ist für Android und iOS verfügbar. Gefördert wird sie unter anderem vom Europäischen Sozialfond (ESF) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Ziel der App ist die Erprobung künstlicher neuronaler Netze, die für die Bestimmung der Vogelarten per Audio-Aufnahme eingesetzt werden. Mit den von den Nutzer*innen eingesandten Aufnahmen vergrößert sich nach und nach die Referenz-Datenbank, damit steigt auch die Trefferwahrscheinlichkeit.

Daten:

Die App kann ohne Anmeldung genutzt werden und enthält keine Analysedienste. Hier geht es zu unserem Testbericht. 

Gemüse-Gärtner-App: Essbares anbauen

Funktion:

Die App enthält Anleitungen zum biologischen Anbau vieler verschiedener Gemüse- und Kräuterarten. In der kostenlosen Basisversion sind die wichtigsten Gemüse- und Kräutersorten enthalten. Wem die App gefällt, kann für kleine Eurobeträge die gesamte Gemüse-Datenbank und die gesamte Kräuter-Datenbank freischalten.

Um herauszufinden, welche Gemüse- oder Kräuterart sich besonders gut für die Verhältnisse auf dem Balkon oder im Garten eignet, kann nach verschiedenen Kategorien gefiltert werden. So erfahren Nutzer*innen beispielsweise, welche Pflanzen pflegeleicht oder kälteverträglich sind, wieviel Sonne sie benötigen und ob sie für den Anbau in Kübeln geeignet sind.

Anbieter:

Anbieter ist der österreichische Entwickler Daniel Puschina. Die App ist für Android und iOS verfügbar.

Daten:

Die App enthält keine Analysedienste und erfordert keine Registrierung. Hier geht es zum Testbericht.

Der Autor

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Thorsten Baulig

ist Social-Media-Manager und Autor bei mobilsicher.de. Außerdem kümmert er sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Davor studierte er Kulturwissenschaft in Siegen und Berlin und organisierte kulturelle und stadtpolitische Veranstaltungen.

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