Ratgeber

Android-Apps ersetzen: Textbearbeitung

Ein Artikel von , veröffentlicht am 12.03.2020

Die Apps von GoogleDocs und Microsoft Office sind auf vielen Android-Geräten schon vorinstalliert. Doch wer seine Dokumente diesen Konzernen anvertraut, gibt sie auch zur Analyse frei. Die Alternativen zur mobilen Textbearbeitung sind leider rar – wir haben drei Vorschläge.

Ausgangslage

Manchmal kann es praktisch sein, ein Textdokument auch auf dem Smartphone öffnen und bearbeiten zu können. Google bietet für die Textbearbeitung die App „Google Docs“, oft ist auch eine Mobilversion von Microsofts Office-Paket vorinstalliert.

Datenübertragung

Wer Google Docs nutzt, unterliegt Googles Datenschutzerklärung, nach der Google sehr viele Daten auslesen darf. Sowohl die Google-App zur Textbearbeitung als auch die von Microsoft haben Zugriff auf Kontakte und auf eindeutige Kennnummern.

Gegenmaßnahmen

Deinstallieren oder deaktivieren Sie die Office-App und/oder Docs-App. Rufen Sie dazu in den Geräteeinstellungen den PunktAppsauf. Wenn Sie Texte auf dem Handy ansehen und bearbeiten möchten, gibt es Alternativen.

Textbearbeitung App-Alternativen

Eine vollwertige Textbearbeitungs-App, die Sie nicht trackt, existiert nach unserem Kenntnisstand bisher nicht. Folgende werbefreie Alternativen stehen zur Verfügung:

  • LibreOffice Viewer: Open-Source-App von dem Projekt LibreOffice, das Bearbeitungsprogramme für den Computer zur Verfügung stellt. Dokumente aller Art können in der App angezeigt werden. Eine Schreibfunktion ist in der Betaphase integriert, läuft aber noch nicht stabil. Erhältlich in F-Droid.
  • AndrOpen Office: Open-Source-App mit Lese- und Schreibfunktion für die meisten Formate. Beinhaltet Google Analytics und erhebt darüber Nutzer*innendaten, dies kann in den Einstellungen abgelehnt werden. Erhältlich im Play-Store.
  • Writer: App mit Lese- und Schreibfunktion für die meisten Formate. Wer ein Profil in der App anlegt, kann Dokumente teilen und gemeinsam mit anderen bearbeiten. Die App läuft aber auch offline und ohne Profil. Angeboten von der Software-Firma Zoho Corp. Enthält Google Firebase Analytics, die Nutzungsanalyse kann in den Einstellungen abgestellt werden. Erhältlich im Play-Store.

Die Autorin

E-Mail

i.poeting@mobilsicher.de

PGP-Key

0x98926A6965C84F21

Fingerprint

7F5D B2F7 C59F 0547 D730 7DD7 9892 6A69 65C8 4F21

Inga Pöting

Inga Pöting ist Redakteurin bei mobilsicher.de. Sie schreibt Texte, kümmert sich um die Webseite und erklärt Apps und Smartphone-Funktionen vor der Kamera. Davor hat sie im Ruhrgebiet bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen gearbeitet.

Weitere Artikel

YouTube-Video 

iOS 11: Polizeitaste und Tracking-Schutz

Seit dem 19. September 2017 ist die neueste Version von Apples Betriebssystem iOS verfügbar und wird an iPhones und iPads verteilt. Auch in Sachen Sicherheit und Privatsphäre gibt es wieder einige Neuigkeiten – wir stellen Ihnen die wichtigsten vor.

Ansehen
Browser und Suchmaschinen 

Qwant: Europäische Suchmaschine mit Firefox-Anteil

Die Suchmaschine Qwant setzt auf den quelloffenen Browser Firefox auf und nutzt dessen Funktionen zum Schutz vor Tracking. Der Unterschied: Qwants Server stehen in der Europäischen Union. Dafür bindet Qwant jedoch Nachrichten des Anteilseigners Axel-Springer-Verlag auf der Startseite ein.

Mehr
YouTube-Video 

Eingeschränkte Profile bei Android

Sie teilen Ihr Tablet mit der Famlie, der WG oder den Kollegen im Büro? Dann können Sie eingeschränkte Profile für die Mitnutzer einrichten. Anders als bei den normalen Nutzerkonten kann man hier den Funktionsumfang stark einschränken.

Ansehen
Betrug und Phishing 

So arbeiten Lösegeld-Programme (Ransomware)

Lösegeld-Programme, auch Ransomware genannt, sind bei Mobilgeräten noch relativ neu. Sie sperren oder verschlüsseln das Gerät, so dass es sich nicht mehr bedienen lässt. Für die Entsperrung oder Entschlüsselung wird dann Geld verlangt.

Mehr