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Abofalle? Drittanbieter-Sperre einrichten

Ein Artikel von , veröffentlicht am 24.05.2017, bearbeitet am22.12.2021
Bild: iStock.com / ISerg

Vor Abofallen auf dem Handy schützt am besten eine Drittanbieter-Sperre. Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, sie auf Wunsch kostenlos einzurichten. Wie man eine solche Sperre beauftragt, erklären wir hier.

Manche Dinge kann man im Internet kaufen und per Telefonrechnung bezahlen. Dazu gibt man einfach seine Handynummer auf der Bezahl-Seite ein – der Betrag erscheint dann auf der nächsten Mobilfunkrechnung.

Zum Beispiel rechnen manche Online-Spieleanbieter auf diese Weise ab und manche Organisationen nehmen Spenden per SMS an. Allerdings kann es auch leicht passieren, dass Betrüger*innen sich mit dieser Bezahlmethode online Geld erschleichen.

Wie diese Bezahlmethode technisch funktioniert und wie dabei immer wieder betrogen wird, erklären wir im Beitrag Bezahlen per Handyrechnung: Was steckt dahinter?

Schutz vor ungewollten Kosten bietet eine Drittanbieter-Sperre. Damit wird die Möglichkeit, per Telefonnummer zu bezahlen, vom Netzbetreiber für die eigene Telefonnummer gesperrt. So können dann definitiv keine Kosten mehr anfallen.

Drittanbieter-Sperren sind kostenlos

Jeder Netzanbieter richtet eine Drittanbieter-Sperre auf Anfrage per Mail oder Kunden-Hotline ein – und zwar kostenlos. Die Anbieter sind seit 2012 gesetzlich dazu verpflichtet, die Sperre ohne zusätzliche Gebühren anzubieten (§ 45d Abs. 3 TKG).

Ein Anruf bei der Hotline oder eine formlose Mail an den Kundenservice genügt in der Regel. Einen Musterbrief (PDF), dessen Text man alternativ in eine Mail kopieren kann, bieten die Verbraucherzentralen.

Inzwischen bieten die meisten Mobilfunknetzbetreiber Auswahlmöglichkeiten. So kann man zum Beispiel nur eine bestimmte Sparte sperren oder nur Abos. So kann man praktische Drittanbieter-Dienste behalten und ist vor Abzocke trotzdem geschützt.

Hinweis: Eine Drittanbieter-Sperre schützt zwar vor neuen Kosten, laufende Abos werden damit aber nicht gekündigt. Wenn Sie ein Abo abgeschlossen haben, müssen Sie es gesondert kündigen. Was zu tun ist, wenn Sie ein ungewolltes Abo haben, erfahren Sie hier.

Sperre einrichten bei Telekom, Vodafone, o2

Telekom:

Aktuell kann man einzelne Dienste oder Themenbereiche sperren, zum Beispiel Erotik, Chats oder Apps.

Telefonica (o2):

Kund*innen können einzelne Dienste oder Themenbereiche einzeln sperren, zum Beispiel Erotik-Inhalte, Spenden, Abos.

Vodafone:

Kund*innen können Abos und Einzelkäufe getrennt sperren.

Drittanbieter-Sperre bei anderen Anbietern

Unübersichtlicher wird die Sache bei Mobilfunkprovidern, die kein eigenes Netz betreiben, sondern das Netz der Mobilfunknetzanbieter nur mitbenutzen. Das sind zum Beispiel 1&1, Congstar oder AldiTalk.

Kunden müssen sich für eine Drittanbietersperre an ihren jeweiligen Anbieter wenden. Nicht immer stehen die selben Optionen zur Verfügung wie bei den Netzbetreibern selber.

Es lohnt sich hier, gezielt nach Auswahloptionen zu fragen. So kann man bei Aldi Talk ebenfalls zwischen Einzelkäufen und Abos unterscheiden und diese gesondert sperren lassen.

AldiTalk:

  • Per E-Mail an partnerservice@eplus.de
  • Telefonisch unter 0177 177 1157 (aus dem AldiTalk-Netz genügt die Kurzwahl 1157)

1&1:

Hinweis: Bei den 1&1 All-Net-Flat Tarifen im D-Netz mit Vertragsbeginn ab 10.01.2017 sind Premium-Dienste standardmäßig gesperrt.

Blau (vormals Base): 

  • Online im Kunden-Konto (Mein Blau)
  • Telefonisch für Vertragskunden: 0177 177 1160
  • Telefonisch für Prepaid-Kunden: 0177 177 1159

Congstar: 

 

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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