Schritt für Schritt

Ortungsdienste auf iOS-Geräten konfigurieren

Funktürme

Ortungsdienste auf dem Smartphone können sehr nützlich sein, wenn man sich von A nach B navigieren lässt. Sie sind aber auch ein Datenschutzproblem. Wie man sie für iPhone und iPad möglichst datenarm konfiguriert, zeigen wir in diesem Text.

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Funkzellenortung · Navigation · Ortung · Ortungsdienste · Zugriffskontrolle
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Die Betriebssysteme Android und iOS erlauben es Nutzern von Smartphones und Tablets, die Ortungsdienste zu deaktivieren beziehungsweise festzulegen, welche Apps wann darauf zugreifen dürfen. Die folgende Anleitung ist für das Betriebssystem iOS – also iPhones und iPads.

Dadurch können Nutzer wenigstens zum Teil kontrollieren, welche Anbieter ihre Ortsdaten erhalten. Trotz dieser Einstellungen kennen die Mobilfunkanbieter die Ortsdaten über die Mobilfunkmasten immer – das sollten Sie in Erinnerung behalten.

Die Screenshots wurden erstellt auf einem iPhone 5c, iOS 8.4.

Bild 1: Ortungsdienste konfigurieren

Das Menü für die Ortungsdienste befindet sich bei Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste

Bild 2: Ortungsdienste ausschalten, freigeben, einzelne Apps konfigurieren

Dort kann man die Ortungsdienste komplett ausschalten, den Standort für andere freigeben und die einzelnen Apps konfigurieren.

Bild 3: Standortfreigabe
Der Menüpunkt Standortfreigabe erlaubt es externen Apps, wie „Nachrichten“ oder „Freunde Suchen“, anderen Personen den eigenen Standort anzuzeigen.

Will man nicht, dass Apps die Standortfreigabe benutzen, muss man den Slider nach links bewegen. Ist die Standortfreigabe aktiviert, wird der Knopf grün angezeigt.

Bild 4: Ortungsfunktion für Apps

Unter dem Punkt Ortungsdienste befindet sich die Liste mit den Apps, die auf die Ortungsdienste zugreifen wollen. Man kann jeder App einzeln den Zugriff erlauben oder verbieten.

Hier sollte man genau überlegen, welche App das Recht haben soll, auf die Ortungsfunktion zuzugreifen. Karten-und Navigations-Apps wie Google Maps kann man ohne Ortungsfunktion nur eingeschränkt benutzen, während Foto-Apps nicht unbedingt wissen müssen, wo man sich befindet.

Bild 5: Optionen für die Ortung bei Apps
Apps unter iOS können unterschiedliche Optionen für die Zugriffsrechte anbieten.

Bei der Facebook-App zum Beispiel steht „Nie“, „Beim Verwenden der App“ oder „Immer“ auf Ortsdaten zugreifen zur Auswahl.

Bei den Einstellungen, welche App welche Zugriffsrechte braucht, sollten Nutzer genau überlegen, ob sie die Funktionalitäten wirklich brauchen, die die App mit den Ortungsdiensten bietet. Nicht alle Apps bieten alle Optionen an. Bei „Apple Store“ kann man nur auswählen, dass die App „Nie“ oder „Immer“ auf Ortungsdienste zugreifen darf. Das geschieht, damit die App, auch wenn sie nicht läuft, relevante Push-Nachrichten an das Smartphone senden kann, zum Beispiel, dass es im örtlichen Apple Store eine Aktion gibt. Hat man die Nutzung der Ortungsdienste erlaubt, gibt es eine kurze Erklärung, wozu sie genutzt werden.

Die Ortungsfunktion kann man nach Belieben auch nachträglich ein- und ausschalten.

Bild 6: Im Display wird angezeigt, ob gerade Ortungsdienste genutzt werden

Das Ortungssymbol wird auf dem iPhone oder iPad oben in der Statusleiste angezeigt, wenn eine App auf Ortungsdienste zugreift.

Bild 7: Welche App hat Ortungsdienste genutzt

In der Liste der Apps unter Datenschutz > Ortungsdienste kann man auch sehen, welche App kürzlich auf Ortungsdienste zugegriffen hat. Das erkennt man an den kleinen Symbolen neben dem App-Namen.

Bild 8: Anzeige Ortungsdienste Apple-eigene Apps
Die genannten Einstellungsmöglichkeiten gelten nur für Apps von Drittanbietern. Aber auch das Betriebssystem selber hat viele Funktionen, die auf die Ortsdienste zugreifen wollen. Diese Funktionen werden „Systemdienste“ genannt und müssen extra eingestellt werden.

Sie befinden sich unter Einstellungen>Datenschutz>Ortungsdienste. Als letzten Punkt in der Liste der Apps finden Sie den Punkt Systemdienste. Wenn Sie darauf tippen, öffnet sich eine weitere Liste. Hier befinden sich Dienste wie Ortsabhängige iAds – also Werbung – oder Häufige Orte – wo Apple die Besuche an Orten speichert, um „nützliche Informationen“ anzubieten.

Hier empfiehlt es sich, genau darüber nachzudenken, ob man diese Dienste nutzen möchte. Das geht nämlich nur, indem Apple nachverfolgt und speichert, wo man sich befindet.

Bild 9: Anzeige aktivieren für Apple-Apps
Wenn Apple-eigene Systemdienste auf Ortungsdaten zugreifen, gibt es voreingestellt keine Anzeige dazu in der Statusleiste. Diese Anzeige kann man aber aktivieren.

Sie befindet sich ganz unten in der Liste der Systemdienste unter dem Namen Statusleistenobjekt. Der vollständige Weg dorthin: Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste > Systemdienste und dann ganz nach unten scrollen.

Ist die Funktion aktiviert, erscheint das Pfeilsymbol auch dann in der Statusleiste, wenn Systemdienste auf die Ortungsdaten zugreifen.

Bild 10: Abfrage bei der ersten Benutzung
Zusätzlich gibt es eine Abfrage, wenn man eine App das erste Mal benutzt, ob diese App auf die Ortungsdienste zugreifen kann oder nicht. Die Einstellung kann man in den oben beschriebenen Menüs auch nachträglich ändern.

Bei der ersten Benutzung einer App gibt es zusätzlich eine Abfrage per Pop-up-Box.

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