Hintergrund

„Cloud Computing“ mit Mobilgeräten


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Auch mit Smartphones und Tablets kann man Daten und Dateien – etwa Fotos, Texte, Videos und mehr – in der Cloud ablegen, also bei externen Speicherdiensten wie Dropbox, Google Drive oder Apples iCloud. Doch was bedeutet „Cloud-Computing“ eigentlich?

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Cloud · Dropbox · Google Drive · iCloud · OneDrive
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Die Cloud steht für externe Datenspeicher, die sich nicht zu Hause oder im Büro befinden, sondern im Internet auf Servern liegen. Sie werden häufig von Dienstleistern im großen Stil betrieben. Auch Mobilgeräte – Smartphones, Tablets, Phablets, Smartwatches – können per Internetverbindung auf diese Cloud-Speicher zugreifen, um dort Fotos, Texte, Videos und mehr abzulegen und abzurufen.

Mobiles Cloud-Computing bietet Nutzern zwei wesentliche Vorteile: Zum einen lassen sich Dateien per Online-Verbindung auslagern, etwa um den begrenzten Speicherplatz des Mobilgeräts zu entlasten. Zum anderen kann man auf die Dateien und Daten in der Cloud von mehreren Geräten aus zugreifen.

In den meisten Fällen bieten die Dienstleister den Zugriff auf die Cloud über Webbrowser und über mobile Apps für die verschiedenen Smartphones und Tablets an. Bei Cloudspeichern gibt es außerdem Programme, die in das Betriebssystem – und damit direkt in die Dateiverwaltung des eigenen Rechners – integriert sind.

Eine wichtige Frage bei Cloudspeichern ist, auf welchem Weg man auf die ausgelagerten Dateien zugreifen kann – und wie leicht und sicher das geht. Zudem spielt es eine Rolle, wie die Synchronisation der Daten erfolgt. Der Komfort einer mobil nutzbaren Cloud macht sich also vor allem an ihrer Benutzeroberfläche auf Mobilgeräten fest.

Zwei Kategorien von Cloud-Computing

Für mobile Nutzer tritt die Cloud vor allem in zwei Formen in Erscheinung: als Cloudspeicher und als Clouddienst. Auf Cloudspeicher greifen Nutzer in der Regel mit einer App zu. Die Benutzeroberflächen und Funktionalitäten ähneln meist dem, was man vom PC kennt: Die Dateien befinden sich in Ordnern, die sich jeweils individuell benennen, verschieben und kopieren lassen.

In diese Kategorien fallen Cloudanbieter wie Dropbox, Sugarsync und viele weitere. Auch Internetprovider wie Telekom, Vodafone oder 1&1 bieten ihren Kunden solche Cloudspeicher an. Für den Nutzer erscheinen diese Clouds wie externe Festplatten, die man benutzt, um dort Dateien in Ordnern zu lagern.

Clouddienste sind häufig in das mobile Betriebssystem integriert. Zahlreiche Standarddienste, wie Adressbuch, Kalender, Notizzettel oder ähnliches, lagern Daten auf externen Festplatten aus und halten sie beim Zugriff durch mehrere Geräte synchron. Apples iCloud (iOS), Google Drive (Android), Microsoft OneDrive (Windows Phone) lassen ihre Nutzer nicht direkt auf die Ordner oder Dateien zugreifen, in denen Adressdaten, Termine oder Notizen gespeichert sind. Nutzer dürfen nur über die Einstellungen in den Apps oder im Betriebssystem festlegen, ob und wie bestimmte Daten gehandhabt werden sollen.

Typische Anwendungsszenarien, Stärken und Schwächen

Am häufigsten werden Cloudspeicher vermutlich dafür genutzt, Texte, Tabellen oder Präsentationen (Office-Dokumente), Bilder, Musik, Videos und ähnliches zu speichern. Auch Backups sind in der Cloud möglich. Dort können Daten vom Smartphone gesichert werden – Fotos, Mitteilungen von Messenger-Programmen, wie WhatsApp, und weiteres.

Die großen Vorteile der Cloudspeicher sind zugleich ihre Schwachstellen: dass man Daten außerhalb des Geräts speichern kann, dass mehrere Geräte und Personen auf sie zugreifen können, und dass die Daten zwischen Geräten automatisch synchronisiert werden können. All das erleichtert es bisweilen Dritten, auf die Daten zuzugreifen, etwa wenn man sein Smartphone oder Tablet – oder die Cloud-App – nicht mit einem Passwort geschützt hat und das Gerät in falsche Hände gerät. Im Gegensatz zu Speichern, die zu Hause oder im Büro stehen, und die man abschalten oder selbsttätig vom Netz nehmen kann, fehlt bei Cloudspeichern diese Kontrolle. Außerdem speichern viele Cloud-Anbieter Nutzungsdaten, also wann wer auf welche Daten zugegriffen hat, mit wem sie geteilt wurden und mehr.

Welche Einstellungen Nutzer vornehmen sollten, haben wir hier dargestellt: Cloud-Speicher sicher nutzen.

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