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Bildschirmsperre – was ist das?

offenes Schloss

Im besten Fall wird sie hingenommen, im schlimmsten deaktiviert: Die Bildschirmsperre nervt. Doch ein Mobilgerät ohne Bildschirmsperre ist wie ein Haus mit ausgehängter Haustür. Fast alle anderen Sicherheitsvorkehrungen sind ohne sie wertlos.

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Bildschirmsperre · Passwort · PIN
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Wenn man ein Smartphone mit eingelegter SIM-Karte einschaltet, erscheint einerseits ein Bildschirm, auf dem man die PIN für die SIM-Karte eingeben muss. Zusätzlich erscheint die Bildschirmsperre – bei Apple-Geräten vor der SIM-Abfrage, bei Android-Geräten danach. Bevor man telefonieren oder Apps benutzen kann, muss diese entfernt werden. Zum Beispiel, indem man eine Zahlenkombination eingibt oder über den Touchscreen wischt. Erst dann gelangt man zum Startbildschirm.

PIN-Abfrage und Bildschirmsperre sind zwei Paar Schuhe

Vielen Nutzerinnen kommt diese doppelte Sperre unsinnig vor. Trotzdem sollte keine von beiden deaktiviert werden. Die PIN-Abfrage entsperrt die SIM-Karte, mit der das Gerät telefonieren kann. Sie soll davor schützen, dass Unbefugte, die an die SIM-Karte kommen, damit auf Kosten des Eigentümers telefonieren können. Sie wird nur beim Einschalten abgefragt. Wird die SIM-Karte aus dem Smartphone herausgenommen, verschwindet diese Abfrage, weil die PIN-Informationen auf der SIM-Karte selber gespeichert sind. Alle Daten des Smartphones sind dann ohne eine zusätzliche Bildschirmsperre frei zugänglich.

Die Bildschirmsperre hingegen schützt das Smartphone oder Tablet selbst. Sie muss nicht nur beim Einschalten geöffnet werden, sondern auch, wenn das Gerät eine bestimmte Zeit lang nicht benutzt wurde.

Wozu eine Bildschirmsperre?

Die Bildschirmsperre schützt einerseits davor, dass Menschen aus dem direkten Umfeld, zum Beispiel Kollegen, Partner oder Freunde, bei Gelegenheit vollen Zugriff auf persönliche Informationen haben. Noch wichtiger ist die Sperre aber im Falle eines Verlusts. Denn ein gesperrtes Gerät können Diebe oder neugierige Finder nicht benutzen, und auch andere Sicherheitsprogramme, wie zum Beispiel eine Fernortungs-App, können sie nicht deinstallieren. Zudem können die Informationen auf einem Gerät nur verschlüsselt werden, wenn die Bildschirmsperre eingerichtet ist.

Eine starke Bildschirmsperre kann nicht ohne weiteres geknackt werden.

Was die Haustür für das Haus, ist die Bildschirmsperre für Smartphone und Tablet

Wie eine Eingangstür kann auch die Bildschirmsperre offen stehen, geschlossen oder richtig abgesperrt sein. Je nach Gerät und Betriebssystem gibt es unterschiedliche Arten, die Bildschirmsperre zu öffnen: Wischbewegung, Zahlenkombination, Kombination aus Zahlen und Buchstaben, Muster, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Genauso wie bei Türschlössern unterscheiden sich auch diese verschiedenen Schlüsselarten für die Bildschirmsperre im Sicherheitsniveau. So gilt die Eingabe eines Musters als unsicher, da es für Dritte sehr einfach ist, es sich beim Zuschauen zu merken. Am sichersten sind Passwörter, die aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen bestehen. Zusätzlich sollte man beim Einrichten darauf achten, dass die Sperre schnell genug angeschaltet wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt eine Frist von weniger als fünf Minuten, nach denen sich Smartphone oder Tablet automatisch sperren sollten.

Gibt es einen Zweitschlüssel?

Sowohl bei iOS als auch bei Android kann es eine Art Zweitschlüssel für die Bildschirmsperre geben. Geräte mit Android 4.4 (Kitkat) oder älter, bei denen die Mustereingabe aktiviert ist, blockieren nach zu vielen falschen (5-30) Eingaben ganz und lassen sich dann mit den Login-Daten für das Google-Konto entsperren.

Bei iOS gibt es die Möglichkeit, alle Daten von einem gesperrten Gerät über iTunes zu sichern. Dann kann man das gesperrte Gerät zurücksetzen und die Daten aus der Sicherung wieder zurück kopieren. Voraussetzung ist, dass man sein iPhone oder iPad zuvor mindestens einmal über iTunes mit dem Mac verbunden hat, auf dem man dann auch die Sicherung vornimmt.

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