Checkliste

Checkliste: 8 Tipps für die Auswahl von Apps (Android)

Ein Artikel von , veröffentlicht am 16.12.2017, bearbeitet am24.05.2020
Bei der Flut von Vorschlägen in den App-Stores hat man die Qual der Wahl.

Die Flut von Apps in den Stores von Apple und Google kann überfordernd sein. Es gibt aber klare Kriterien, die Hinweise darauf geben, ob eine App vertrauenswürdig ist. Diese Punkte können Sie vor der Installation prüfen.

Bezugsquelle der App

Wenn Sie eine App auswählen, nutzen Sie in den meisten Fällen vermutlich den App-Store von Apple oder Google. Hier haben Apps schon einen Sicherheits-Check hinter sich. Auch im alternativen Android-Store F-Droid werden Apps vor der Aufnahme genau geprüft. Wenn Sie Apps direkt von Webseiten oder aus anderen Stores herunterladen, sollten Sie besonders aufmerksam sein.

Anbieter*in

Wem gehört der Dienst oder die App, die Sie gerade installieren? Gibt es eine Firmen-Webseite? Wird dort glaubwürdig über den Dienst informiert? Wenn Sie sich kein Bild machen können, wer eigentlich der*die Anbieter*in ist, ist das ein schlechtes Zeichen.

Geschäftsmodell

Womit verdient der*die Anbieter*in Geld? Wie werden die laufenden Kosten gedeckt? Ist das Modell Werbung? Steht eine Stiftung dahinter oder eine freiwillige Community? Gerade wenn Sie für eine App nichts bezahlen, sollte diese Frage klar beantwortet sein.

Geschäftssitz

Liegt der Firmensitz des Herstellers in einem Rechtsstaat, in dem Sie Ihre Interessen gegebenenfalls auch vor Gericht durchsetzen könnten? Gibt es eine Kontaktadresse oder ein Impressum?

Datenschutzerklärung

Bei in Deutschland angebotenen Diensten muss die Datenschutzerklärung per Gesetz auf Deutsch vorliegen, aber auch auf Englisch ist das Dokument besser als nichts. Immerhin hat der Anbieter sich - zumindest formal - mit dem Thema Datenschutz auseinandergesetzt. Die Datenschutzerklärung querzulesen, ist immer empfehlenswert und gibt oft schon viel Aufschluss darüber, was der Dienst mit Ihren Daten macht. Je konkreter, je besser.

Bewertungen

Apps in den App-Stores können von Nutzer*innen bewertet werden. Oft lohnt sich ein Blick in die Kommentare, um von verbreiteten Problemen mit der App zu erfahren. Allerdings: Viele positive Kommentare sind noch keine Garantie, dass die App auch seriös ist.

Quelloffenheit (Open Source)

Es ist immer von Vorteil, wenn der Programmcode einer App für jede*n zugänglich ist. Der Fachbegriff dafür ist Open Source (quelloffen). So können unabhängige Fachleute den Code auf Schwachstellen und versteckte Funktionen überprüfen. Der F-Droid-Store für Android verbreitet ausschließlich quelloffene Apps.

Berechtigungen

Werfen Sie einen Blick in die Zugriffsberechtigungen der App. Sind sie plausibel? Wenn ein Taschenrechner ihren Standort abruft, ist das ein schlechtes Zeichen. Allerdings ist nicht jede App mit vielen Zugriffsrechten gleich unseriös. Oft geht es um Kosten: Es geht schneller, eine App mit vielen Zugriffsrechten zu programmieren, als eine mit wenigen.

Hinweis: Wenn Sie eine App auswählen, sind diese Punkte "weiche" Kriterien. Es gibt seriöse Apps, die nur wenige davon erfüllen und unseriöse Apps, die fast alle erfüllen. In der Summe ergeben sie aber in der Regel ein korrektes Bild.

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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