Natürlich ist unser Quiz nur als Spaß gemeint und nicht als ernsthafte Beurteilung. Trotzdem stecken hinter den einzelnen Fragen und Antworten ganz ernsthafte Sachverhalte. Welche, erfahren Sie hier.

Tracking im Internet

Hier wollten wir wissen, wie gut Sie Ihren Browser kennen. Tatsächlich lässt sich der Google-Browser Chrome unter Android kaum gegen Tracking abhärten. Mit Firefox geht da schon deutlich mehr. Allerdings nur, wenn man weiß, wie:

Die Funktion „Do Not Track“ ist lediglich eine Aufforderung an die Webseiten, nicht zu tracken. Die meisten Webseiten ignorieren das. Das ist also kein echter Tracking-Schutz.

Die Funktion „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“ ist ein echter Tracking-Schutz, lässt sich aber standardmäßig nur im Inkognito-Modus aktivieren. Um ihn dauerhaft zu aktivieren, muss man eine Einstellung manuell vornehmen. Das ist auf Dauer bequemer, als jedesmal den Inkognito-Modus zu aktivieren.

Apps bewerten

Es ist nicht immer einfach zu beurteilen, ob eine App seriös, fragwürdig oder sogar gefährlich ist. Aber es gibt ein paar Anhaltspunkte. Der wichtigste ist: Ist das, was die App verspricht, überhaupt plausibel?

In diesem Fall ist es das nicht. Wenn es so einfach wäre, das Gerät ohne Nachteile zu beschleunigen, wären die Hersteller des Betriebssystems sicher auch schon auf die Idee gekommen. Seriöse Tests ergeben regelmäßig, dass solche Apps nichts bringen.

Aber nicht bei jeder App ist das so eindeutig: Dann hilft ein Blick auf den Hersteller und die Nutzerkommentare und vor allem in die Berechtigungen, die eine App einfordert. Deshalb ist auch diese Antwort ein „Durchblicker“.

Bei Apps, deren Hersteller oder Namen man nicht kennt, grundsätzlich nein zu sagen, ist sicherlich übertrieben. Wir empfehlen in dem Fall eine kleine Internetsuche, um den neuen Kandidaten kennenzulernen.

Module in Apps

In dieser Frage wollten wir wissen, ob Sie über Module in Apps Bescheid wissen. Neben den Programmelementen des eigentlichen Herstellers einer App sind oft auch noch Software-Bausteine von Drittfirmen mit eingebaut.

Diese Bausteine haben auf alle Daten Zugriff, auf die auch die App Zugriff hat. Und oft fließen Nutzerdaten direkt an die Hersteller dieser Bausteine. Welche Module eingebaut sind, sieht man leider von außen nicht. Aber gerade in manchen Wetter-Apps sind sehr viele solcher Module enthalten.

Google erhält nicht automatisch Nutzerdaten, die eine App erfasst. Aber oft sind auch Module von Google mit eingebaut, zum Beispiel, um Werbung anzuzeigen.

Die meisten Apps versenden Ihre Daten inzwischen verschlüsselt. Insofern stimmt die Aussage nicht ganz, dass jeder die übertragenen Daten abgreifen kann.

Einstellungen bei WhatsApp


Die Standard-Einstellungen von WhatsApp sind aus Sicht der Privatsphäre nicht optimal. So ist standardmäßig Ihr „zuletzt-online“ Zeitstempel sichtbar, und ob Sie einen Post gelesen haben. Wir empfehlen, beides auf „privat“ zu stellen.

Wer es darauf anlegt, kann allerdings trotzdem verfolgen, wann Sie online sind. Denn die Anzeige „online“ lässt sich nicht verbergen. Es ist relativ einfach, ein Skript zu nutzen, das diese Anfrage automatisch regelmäßig durchführt, und damit ein genaues Profil darüber erstellt, wann Sie WhatsApp nutzen. Bei nicht wenigen Nutzern lassen sich damit zum Beispiel die Schlafenszeiten ablesen. Tatsächlich ist das bei anderen Messengern auch so. Bei Threema reicht es allerdings nicht, die Telefonnummer zu haben.

Inhalte aus WhatsApp sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Weder WhatsApp selber noch Facebook können sie lesen. Metadaten werden in Deutschland momentan noch nicht von WhatsApp an Facebook übertragen – dies könnte aber noch kommen.

Offline-Tracking


Bei dieser Frage wollten wir wissen, ob Sie das sogenannte „Offline-Tracking“ kennen und verstehen. Richtig ist, dass Ihr Telefon-Provider Ihren Standort auch ohne Internet und Ortungsdienste über Funkzellenortung grob bestimmen kann. Polizei und Rettungskräfte können auf diese Daten unter Umständen zugreifen.

Aber es gibt noch eine andere Methode: Wenn die WLAN-Funktion an Ihrem Handy aktiviert ist, sucht es permanent nach verfügbaren WLAN-Netzen und sendet dabei die eigene MAC-Adresse herum. Die MAC-Adresse ist die Seriennummer von dem WLAN-Chip, der in Ihr Handy eingebaut ist. Und die ist weltweit einmalig.

Wenn sich Ihr Handy in Reichweite eines WLAN-Netzes befindet, erfährt der Router von diesem Netz also Ihre MAC-Adresse – auch, wenn Sie sich nicht in das Netz einloggen. In einigen Ländern, darunter auch Großbritannien, werden zum Beispiel Einkaufszentren mit WLAN-Netzen ausgestattet, um die Besucherströme auf diese Art genau zu erfassen und zu verfolgen.

Google erfährt Ihren Standort übrigens ausschließlich über die Standortdienste. Haben Sie diese deaktiviert, weiß Google ausnahmsweise mal nicht, wo Sie sind.