Natürlich ist unser Quiz nur als Spaß gemeint und nicht als ernsthafte Beurteilung. Trotzdem stecken hinter den einzelnen Fragen und Antworten ganz ernsthafte Sachverhalte. Welche, erfahren Sie hier.

Backup

 

Das Thema Backup ist für Android-Geräte ein leidiges Thema:

Tatsächlich ist die Backup-Möglichkeit, die Google anbietet, derzeit die vollständigste und konfortabelste Lösung. Wer sein Gerät das erste mal in Betrieb nimmt, aktiviert dieses Backup meistens mehr oder weniger unbewusst. Hier hat unser Typ „Luftikus“ ausnahmsweise mal das beste Los gezogen. Natürlich zu dem Preis, das wirklich alles vom Gerät bei Google landet. Inklusive WLAN-Passwörter von allen Netzen, die man so besucht.

Ein lokales Backup auf dem eigenen Computer ist bei Android eigentlich nicht vorgesehen. Wer sein Gerät per USB an den Rechner anschließt, sieht zwar einige Dateien, und kann diese auch kopieren. Das sind aber ausschließlich Nutzerdaten, also Bilder, Videos, Musik.

Die wirklich wichtigen Daten kriegt man auf diesem Weg nicht: Kontakte, Kalender, SMS, Anrufe, Apps. Um diese Daten zu sichern, braucht man eine geeignete App. MyPhoneExplorer ist nicht die einzige Möglichkeit dafür, aber eine, die wir bei mobilsicher.de empfehlen. Nachteil: WLAN-Passwörter und Browserverlauf lassen sich derzeit nicht lokal sichern.

Gar kein Backup zu machen, will gut überlegt sein. Selbst wenn Sie Ihr Smartphone nur gelegentlich nutzen, haben Sie vermutlich einige Telefonnummern und SMS auf dem Handy. Stellen Sie sicher, dass Sie zumindest die Nummern irgendwo sichern.

Smartphone verschenken / verkaufen

 

Hier geht es natürlich darum, wie Sie Ihre eigenen Daten zuverlässig von dem Gerät löschen, bevor Sie es weitergeben. Dazu sollte man wissen: Daten kann man nicht sicher von Smartphones löschen. Manuell löschen ist dabei die schlechteste Wahl, denn auf diesem Weg kommt man nicht an alle Daten heran.

Aber auch beim „Zurücksetzen auf Werkseinstellungen“ werden die Daten nur als gelöscht markiert, bleiben aber zunächst auf dem Speicherchip vorhanden. Alles andere würde viel zu lange dauern und den Chip verschleißen.

Damit ein Nachbesitzer diese Daten nicht rekonstruieren kann, muss man sie vorher verschlüsseln – und dann zurücksetzen. Dann kann man vielleicht Daten wiederherstellen – aber nicht lesen. Ab Android 6.0 ist der Speicher von vornherein verschlüsselt. Hier genügt also das einfache Zurücksetzen.

Bildschirmsperre

 

Eine Bildschirmsperre schützt Ihr Handy nicht nur vor Dieben, sondern auch vor neugierigen Nachbarn, Kollegen und Verwandten. Und zwar ziemlich zuverlässig. Kein Grund also, sein Handy gar nicht zu benutzen. Wichtig ist nur: Ein Muster ist tendenziell leicht zu erraten und abzuschauen. Eine PIN mit acht Stellen knackt so leicht niemand.

Wer ein unversperrtes Handy in die Finger kriegt, hat nicht nur Zugriff auf SMS, sondern auch auf Nachrichten aus Messengern wie WhatsApp oder eben „Signal“. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt nur beim Versenden und wenn das Gerät ausgeschaltet ist.

Schadprogramme auf Smartphones

 

Um es gleich ganz deutlich zu sagen: „Viren“ – also Programme, die sich selbsständig replizieren und weiterverschicken – wurden auf Smartphones bisher noch keine gefunden. Wohl aber andere Schadprogramme. Daher ist bei so einer „Nachricht“ prinzipiell Skepsis angebracht.

Bis auf extrem wenige Ausnahmen gelangen Schadprogramme nur auf das Handy, wenn man sie selber installiert. Zum Beispiel, weil sich das Programm als Spiel tarnt oder als Sicherheitszertifikat der Bank.

Wahrscheinlich können Sie sich schon denken, dass die Katze, die sich Minecraft kostenlos von irgendeiner Webseite installiert, sich hier am ehesten einen Schädling einfängt. Aber auch die Katze, die sich den Virenscanner installiert, könnte in die Falle tappen. Denn Schadprogramme tarnen sich besonders gerne als Sicherheits-Apps.

Übrigens schützen auch „seriöse“ Virenscanner auf Handys nur sehr eingeschränkt vor Schadprogrammen – anders als bei PCs. Die Katze mit dem Scanner ist also nur scheinbar abgesichert. Wir empfehlen solche Programme nicht – zumal mit Googles „Play Protect“ ohnehin auf allen Android-Geräten eine vergleichbare Funktion von Google aktiv ist.

Der beste Schutz vor Schadprogrammen bei Handys ist Information: Installieren Sie nichts, was Sie nicht kennen. Sehen Sie mehrere Versionen derselben App, sollten Sie misstrauisch werden. Prüfen Sie den Anbieter und die Kommentare. Machen Sie im Zweifel eine kleine Internetsuche.

Google-Konto und Standort-Verlauf

 

In dieser Frage ging es um zwei Themen: Einmal darum, wie gut Ihr Google-Konto gesichert ist. Zweitens, sozusagen als kleine Motivation, ging es darum, ob in diesem Konto zu sehen ist, wo Sie sich mit Ihrem Handy befinden.

Zur ersten Frage: Natürlich sollten nur Sie Ihr Passwort kennen und Sie sollten es nicht mehrfach verwenden. Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung ist besonders sicher, weil man dabei nicht nur das Passwort braucht, sondern auch einen zweiten Faktor, zum Beispiel das Handy, um sich einzuloggen.

Genauso wichtig ist natürlich die Frage: Warum sollte ich dieses Konto überhaupt so gut sichern? Hier haben wir uns als Beispiel den besonders sensiblen Standort-Verlauf herausgesucht.

Bei den meisten Nutzerinnen und Nutzern ist der Standort-Verlauf aktiviert. Das passiert beim Einrichten des Gerätes, wenn man den Vorschlägen von Google folgt – bei vielen mehr oder weniger unbewusst. Mit der Backup-Funktion von Google hat das nichts zu tun – die Angeber-Katze hat hier mal wieder etwas nur halb verstanden.

Ist der Standort-Verlauf aktiv, speichert das Handy permanent den Aufenthaltsort des Handys im Google-Konto ab. Dort kann man ihn einfach auf einer Karte ansehen.

Schaltet man die Ortungsfunktion des Handys ganz aus, wie die ängstliche Katze, landen keine Standort-Daten bei Google. Dann verzichtet man aber auch auf eine praktische Funktion: Navigieren mit dem Handy. Dabei wäre das gar nicht nötig: Man kann im Google-Konto einstellen, dass der Standort nicht aufgezeichnet wird. Dann landet nichts im Google-Konto, auch wenn man die Ortungsfunktion nutzt.