Dieses Projekt wurde am 31.12.2024 beendet. Der Beitrag ist auf dem Stand des letzten Update-Datums und wird nicht mehr aktualisiert oder überprüft.
News vom 18.02.2020

US-Embargo im Iran schränkt App-Stores ein

Ein Artikel von mobilsicher, veröffentlicht am 18.02.2020

Apple hat im Iran seinen App-Store gesperrt, Google und Samsung bieten Medienberichten zufolge nur noch kostenlose Apps an. Der Grund sind die Sanktionen der USA gegen den Iran. Das zeigt: Was unsere Smartphones können, bestimmen nicht wir, sondern Politik und Wirtschaft.

Die wirtschaftlichen Sanktionen der USA gegen den Iran treffen auch den Smartphone-Markt immer härter. Medienberichten zufolge haben die koreanischen Firmen Samsung und LG sich vom iranischen Markt zurückgezogen.

Samsung soll zuletzt einen Anteil von gut 60 Prozent des Smartphone-Marktes im Iran gehalten haben.

Im Fall von Samsung betrifft der Rückzug nicht nur Smartphones, sondern auch Apps aus dem Galaxy-Store. Apps, für die man bezahlen muss, sind im Iran nicht mehr erhältlich. Kostenlose Apps bleiben in Samsungs Store weiterhin verfügbar.

Damit haben iranische Smartphone-Besitzer*innen immer weniger Möglichkeiten, Software auf ihre Geräte zu laden: Apple nahm seinen App-Store 2018 komplett vom iranischen Netz. Schon vorher waren einige Apps iranischer Entwickler*innen aus dem Store geflogen.

Auch aus dem Google Play-Store können Nutzer*innen, die sich im Iran mit dem Internet verbinden, nur noch kostenlose Apps laden. Bezahlangebote sind dort nicht mehr verfügbar, außerdem entfernte Google 2017 iranische Apps aus seinem Store.

Smartphone-Apps brauchen Support

Die Situation im Iran zeigt eindrücklich, was wir uns im Alltag kaum bewusst machen: Es gibt zwar hunderte verschiedene Smartphone-Hersteller und Millionen von Apps in den Stores - doch das ganze Smartphone-Ökosystem hängt existentiell von einigen wenigen Firmen und der Politik in deren Heimatländern ab.

Wenn Apple, Google und Samsung ihre App-Stores schließen und aufhören, ihre mobilen Betriebssysteme zu unterstützen, funktioniert die schöne bunte Smartphone-Welt nur noch sehr eingeschränkt. Das gilt nicht nur für den Iran, sondern auch für jedes andere Land auf der Welt.

Weitere Artikel

Ratgeber 

Apps des Monats – die spannendsten im November

Der Videochat-Dienst Zoom hat bei der Verschlüsselung nachgebessert, der Firefox-Browser bei Transparenz und Datenschutzoptionen. Außerdem hielt der November Apps bereit, mit denen Sie YouTube, Facebook, Twitter & Co. ganz ohne die datenhungrigen Original-Apps nutzen können.

Mehr
Ratgeber 

Messenger-App Telegram kurz vorgestellt

Der Messenger wird gerne als WhatsApp-Alternative Nummer eins gehandelt. Er stammt von russischen Entwickler*innen, die nach eigener Aussage großen Wert auf Privatsphäre legen. Allerdings sind Chats standardmäßig nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Mehr
Ratgeber 

Cybermobbing: Zahlen und Fakten

Für viele Schüler beginnt mit der Schule nach den Sommerferien wieder das tägliche Spießrutenlaufen - auch online. Wir geben einen Überblick, wie häufig Cybermobbing ist, wo und wie es stattfindet und wie drastisch die Auswirkungen sein können.

Mehr
Ratgeber 

Handy-Hausmittel im Check: Was hilft gegen Staub in der Ladebuchse?

Das Ladekabel hält nicht mehr und der Akku bekommt keinen frischen Saft? Da haben wir eine einfache Lösung für euch.

Mehr