News vom 04.03.2020

Stalkerware: Spionage-Apps für den Privatgebrauch boomen

Ein Artikel von , veröffentlicht am 04.03.2020

Laut einer Studie des IT-Sicherheitsdienstleisters Kaspersky hat der Gebrauch von Stalkerware dramatisch zugenommen. Apps zum gezielten Ausspionieren von Smartphones kommen oft in konflikthaften Beziehungen zum Einsatz und richten sich besonders häufig gegen Frauen.

Weltweit registrierte Kaspersky im Jahr 2019 rund 67.500 mobile Nutzer*innen die via Stalkerware attackiert wurden –  das entspricht einem Anstieg um 67 Prozent innerhalb eines Jahres (2018 waren es mit 40.386 noch deutlich weniger). Innerhalb der europäischen Länder registrierte Kaspersky die meisten Fälle in Deutschland.

So arbeitet Stalkerware

Mit Stalkerware sind Apps gemeint, die Smartphones heimlich überwachen und ausspionieren können und gezielt außerhalb des Play-Stores an private Nutzer*innen vermarktet werden.

Ihr Funktionsumfang ist oft beträchtlich. Nicht nur melden sie den Standort des Gerätes an die überwachende Person - sie geben außerdem üblicherweise weiter, welche Anrufe ein- und ausgingen, welche Nachrichten empfangen und versendet und welche Apps genutzt wurden.

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

Projektleiterin. Miriam Ruhenstroth hat mobilsicher.de seit Beginn des Projektes begleitet – zuerst als freie Autorin, später als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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