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Qabel: Cloud mit Privatsphäre

Mit dem Cloud-Dienst „Quabel-Box“ können Nutzer ihre Daten verschlüsselt im Internet ablegen. Laut dem Hersteller „Quabel“ aus Hannover kann selbst das Unternehmen die Verschlüsselung nicht knacken. Die Betaversion wurde letzte Woche auf der CeBIT vorgestellt.

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[22.03.2016]  „Vertrauen Sie uns nicht – es ist nicht nötig“, sagte Geschäftsführer Peter Leppelt auf der CeBIT bei der Präsentation seines neuen Produktes. Die Qabel-Box ist nichts anderes als ein Server im Internet, betrieben von der Firma Qabel in Hannover, auf der Nutzer und Nutzerinnen ihre Daten speichern können. Genauso funktioniert auch Dropbox, iCloud und unzählige andere etablierte Cloud-Dienste.

Das besondere an Qabel: Alle Daten, die vom heimischen Computer auf die Cloud gelangen, werden vorher auf dem Computer verschlüsselt. Der Schlüssel befindet sich nur im eigenen Rechner und gelangt niemals zum Unternehmen.

Selbst wenn ein neugieriger Server-Administrator es wollte, er hätte keine Möglichkeit, sich die abgelegten Daten anzusehen. Vertrauen ist also – laut Hersteller – nicht nötig.

Selbst Dateinamen und Ordnerstruktur sollen in der Qabel-Box nicht erkennbar sein. Über diese Daten, auch Metadaten genannt, lässt sich in der Regel schon einiges über den Inhalt ableiten, auch wenn man diesen selbst gar nicht zu Gesicht bekommt.

Der Dienst ist in der Basisvariante für Privatnutzer kostenlos. Qabel verlangt bei der Anmeldung weder einen Klarnamen noch sonstige persönliche Angaben. Einzig eine gültige Mail-Adresse ist nötig. Ob das alles so stimmt? Kann man selber nachprüfen, der Quellcode liegt offen.

Aus Datenschutzperspektive können wir diese Entwicklung sehr begrüßen.

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