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Ortsdaten von zwei Apps reichen, um Nutzer zu identifizieren

Eine neue Studie zeigt: Verschiedene Online-Profile können leicht auf ihren gemeinsamen Nutzer zurückgeführt werden. Auch wenn sie mit unterschiedlichen Pseudonymen geführt werden. Allein mit Metadaten können Nutzer de-anonymisiert werden.

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[14.04.2016] Der Twitter-Acount von Max Mustermann und der Instagram-Account von Lisa Liebefrau gehören in Wirklichkeit beide Anton Anonymus? Mit einigen wenigen Veröffentlichungen auf beiden Konten, die jeweils Ortsinformationen enthalten, lässt sich das leicht herausfinden.

Das zeigten Wissenschaftler der Columbia Universität in New York und Mitarbeiter der Google-Forschungsabteilung Mitte Februar in ihrer neuen Studie. Sie verglichen dabei öffentliche Posts auf Twitter und Instagram, die mit einem sogenannten Geo-Tag versehen waren.

Fast alle sozialen Medien bieten ihren Nutzern an, Kommentare oder Bilder mit einer Ortsangabe zu versehen, einem Geo-Tag. Diese Funktion erfreut sich großer Beliebtheit. Darüberhinaus enthalten viele Bilder Meta-Daten, in denen der Ort der Aufnahme enthalten ist.

In der Studie konnten mit großer Genauigkeit verschiedene Konten verknüpft werden. Dabei war es nicht nötig, dass der Nutzer Inhalte gleichzeitig auf beiden Plattformen versendete. „Im Internet getrennte Identitäten zu nutzen, könnte eine Illusion sein“, sagte Mitautor Augustin Chaintreau von der Columbia University zu den Ergebnissen.

So verwenden Nutzer zum Beispiel auf LinkedIn und Xing in der Regel ihre echten Namen. Wer aber gleichzeitig einen vermeintlich anonymen Account auf einer Dating-Plattform wie Tinder betreibt, könnte leicht ein blaues Wunder erleben. Und das ganz ohne Hacks oder Datenlecks der Dienstbetreiber.

Welche Apps auf Ortsdaten zugreifen, und wie Mobilgeräte Ihren Aufenthaltsort bestimmen, erfahren Sie im Hintergrundtext Allgegenwärtig: Ortsbasierte Dienste.

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