News vom 19.11.2019

Koalition gegen Stalkerware gestartet

Ein Artikel von , veröffentlicht am 19.11.2019

Ein großes Bündnis aus Organisationen der Zivilgesellschaft und IT-Sicherheitsfirmen hat der Verbreitung privater Spionage-Software heute öffentlich den Kampf angesagt. Die Mitglieder wollen Hilfe und Informationen für Betroffene bereitstellen und sie beim Aufspüren von Spionagesoftware unterstützen.

Zu der Koalition gehören die Organisationen WWP (European Network for the Work with Perpetrators of Domestic Violence), EFF (Electronic Frontier Foundation), NNEDV (National Network to End Domestic Violence), Operation Safe Escape und der Verein Weisser Ring, sowie die IT-Sicherheitsfirmen Avira, G DATA, Kaspersky, Malwarebytes und NortonLifeLock.

Gemeinsam wollen sie die Erkennung von Stalker- und Spionage-Apps verbessern, zum Beispiel indem Erkennungsmerkmale untereinander ausgetauscht werden und eine einheitliche Definition von Spyware erarbeitet wird. Die Koalition will weiterhin Aufmerksamkeit für die Problematik schaffen und bessere Hilfestellungen für Betroffene verfügbar machen. Mehr Informationen zur Koalition gibt es unter www.stopstalkerware.org.

Programme zum Ausspionieren und Überwachen von Smartphones und Computern sind ein wachsendes Problem im Zusammenhang mit Stalking, häuslicher Gewalt und konflikthaften Beziehungen. Sie sind erschwinglich, frei im Internet zu kaufen und werden gezielt an eifersüchtige Partner*innen vermarktet.

Auch mobilsicher.de widmet sich der Problematik seit langem und unterstützt den Bundesverband Frauenberatungsstellen und Fraunennotrufe (bff) bei Fragen zu Stalking und Überwachung von Betroffenen mit dem Smartphone.

Was es mit Spionage- und Stalker-Apps auf sich hat und wie Sie sich schützen können, erklären wir im Beitrag Spionage-Apps: Schutz ist möglich.

Warum es gefährlich sein kann, in Partnerschaften PINs oder Passwörter zu teilen, erfahren Sie in unserem Stück Partnerschaftsgewalt: Das Handy als Spion.

Zu unserem Schwerpunkt Überwachung & Spyware geht's hier.

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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