News vom 01.03.2018

iCloud-Daten ziehen nach China um, Amnesty warnt

Ein Artikel von , veröffentlicht am 01.03.2018

Die iCloud-Daten von Nutzern mit chinesischer Spracheinstellung müssen ab jetzt auf Servern in China liegen. Die chinesische Regierung hat damit theoretisch Zugriff auf diese Daten, warnt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Am 28. Februar war es so weit: Apple hat die iCloud-Daten von chinesischen Nutzern nach China umgezogen. Apple folge damit chinesischen Richtlinien, begründete der Konzern den Schritt.

Die Daten von iPhones und iPads mit chinesischer Ländereinstellung werden von nun an auf Servern des chinesischen Unternehmens "Guizhou on the Cloud Big Data Industrial Development Co. Ltd. (GCBD)" verwaltet. GCBD gehört der Provinzregierung von Guizhou im Süden Chinas.

Pikant: Auch die Schlüssel, mit denen man die Daten aus der iCloud entschlüsseln kann, sind in China gespeichert.

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" warnte in einer Pressemeldung eindringlich vor den damit einhergehenden, neuen Überwachungsmöglichkeiten der chinesischen Regierung und forderte Journalisten und Blogger auf, ihre Ländereinstellung bis zum 28. Februar zu ändern, um den Datenumzug zu verhindern. Auch Amnesty International riet Betroffenen, ihre Ländereinstellung zu ändern."

Welche Daten in der iCloud landen, wie diese verschlüsselt sind und ob man die iCloud nutzen muss, erfahren Sie im Beitrag iCloud: Praktischer Datenspeicher oder perfider Datensauger?

 

Die Autorin

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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