News vom 15.01.2016

Gefälschte Nachrichten per WhatsApp

Ein Artikel von , veröffentlicht am 15.01.2016

[15.01.2016] Nutzer aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz berichten seit Anfang des Jahres von einer Abzock-Welle, die sich über WhatsApp verbreitet. Der Köder ist ein angeblicher IKEA-Gutschein. Wer darauf hereinfällt, hat ein teures Abo am Hals.

Bekannt wurde die Angriffswelle diese Woche durch eine Meldung des Österreichischen Vereins „Mimikama, zur Aufklärung über Internetmissbrauch“, bei dem Berichte von Betroffenen eingingen.

Nach Angaben des Vereins werden die gefälschten Nachrichten über den Messenger WhatsApp gesendet, und tragen als Absender häufig eine bekannte Adresse aus dem eigenen Adressbuch.

Dies deutet darauf hin, dass der Angriff in Zusammenarbeit mit Schadsoftware funktioniert, welche die Nachricht von befallenen Geräten an alle Adressen aus deren Adressbuch weiterleitet.

Versprochen wird ein IKEA-Gutschein über 500 Euro. Wer auf den Link in der Nachricht klickt, wird auf verschiedene Internetseiten geleitet, auf denen Nutzer zur Eingabe von Telefonnummer oder Adressdaten aufgefordert werden.

Wer der Aufforderung nachkommt, schließt in der Regel ein kostenpflichtiges Abo ab. Mit dem Möbelhaus IKEA hat die Aktion nichts zu tun. Die Kosten für das Abo finden Sie in der Regel auf Ihrer nächsten Handyrechnung.

 

Was zu tun ist, wenn Sie unbekannte Kosten auf der Handyrechnung finden, erklären wir im Ratgeber: Unbekannte Kosten auf der Handyrechnung. Wie Abofallen funktionieren, und wie Sie sich dagegen schützen, erklären wir im Hintergrundtext In-App-Käufe, Abofallen, Datenschutz: Probleme bei mobilen Spielen.
Was Phishing ist, und wo es Ihnen noch überall begegnen kann, können Sie im Kurzratgeber: Dauerbrenner Phishing nachlesen. Wie Schadprogramme auf Ihr Smartphone kommen, erfahren Sie im Hintergrundtext: Schadprogramme auf Mobilgeräten.

Mehr Kurzmeldungen bei mobilsicher.de

Die Autorin

E-Mail

m.ruhenstroth@mobilsicher.de

PGP-Key

0xAC27FCDCF277F1E4

Fingerprint

E479 C1CD 0FC9 E373 A4B3 F5DB AC27 FCDC F277 F1E4

Miriam Ruhenstroth

Projektleiterin. Miriam Ruhenstroth hat mobilsicher.de seit Beginn des Projektes begleitet – zuerst als freie Autorin, später als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

Weitere Artikel

App-Berechtigungen 

Android: Was bedeutet „Geräteadministrator“?

Mit der Berechtigung "Geräteverwaltung" oder "Geräteadministrator" können Apps Systemfunktionen steuern - zum Beispiel den Bildschirm sperren. Bizarr: In der Berechtigungsvorschau im Google Play-Store wird sie nicht angezeigt. Im Handymenü ist der Punkt gut versteckt. So verwalten Sie die Funktion.

Mehr
Ratgeber 

Wie sicher ist Apples Face ID?

Face ID, die Gesichtserkennung im neuen iPhone X, ist ein aufwendiges System aus Sensoren, Chips und Mathematik. Bei der Nutzung fallen durch das Einlesen biometrischer Gesichtsmerkmale sehr persönliche Daten an. Wie sicher sind diese bei Apple aufgehoben?

Mehr
Ratgeber 

Touch ID und Co: Wie sicher sind Fingerabdruck-Sensoren?

Das Smartphone oder Tablet per Fingerabdruck zu entsperren, hört sich praktisch an. Doch es gibt Berichte darüber, dass diese Sensoren gehackt werden können. Seitdem sind viele Nutzer verunsichert. Was ist an den Warnungen dran und worauf muss man achten?

Mehr
Ratgeber 

Handy für Kinder einrichten (Android)

Wer seinem Kind ein Smartphone schenken möchte, tut gut daran, es vorher selber zu konfigurieren. So werden die Weichen in Sachen Privatsphäre gleich richtig gestellt. Wir führen Sie durch die wichtigsten Schritte - von den Grundeinstellungen über App-Auswahl bis zum Einrichten verschiedener Nutzerkonten.

Mehr