News vom 19.05.2017

Facebook muss 110 Millionen Dollar Strafe zahlen

Ein Artikel von , veröffentlicht am 19.05.2017

Facebook hat bei der Übernahme von WhatsApp falsche Angaben gemacht – sagt die EU-Kommission und verhängte die Strafe. Damals hatte der Konzern beteuert, dass ein Datenaustausch zwischen Facebook und WhatsApp nicht möglich sei.

Der US-Konzern Facebook hatte den damals schon beliebten Messenger-Dienst WhatsApp 2014 übernommen. Bei der Anmeldung der Übernahme hatte Facebook bei der EU-Fusionsüberprüfung versichert, dass es nicht zuverlässig möglich sein werde, einen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten von WhatsApp- und Facebook-Nutzern einzurichten.

Diese Behauptung führte der Konzern 2016 ad absurdum, als er ankündigte, genau das in Zukunft zu tun. Der Datenaustausch ist zwar zwischenzeitlich in Deutschland ausgesetzt, scheint prinzipiell aber sehr wohl möglich zu sein.

Die EU-Kommission sieht sich daher getäuscht. Die Entscheidung sei „eine deutliche Botschaft an Unternehmen“, dass sie die Vorschriften der EU-Fusionskontrolle einhalten müssten, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag.

Der US-Konzern akzeptierte die Strafe und erklärte, die gemachten Fehler seien „keine Absicht“ gewesen.

Mehr zum Thema erfahren Sie im Beitrag „Was Sie über WhatsApp wissen sollten“.

Die Autorin

E-Mail

m.ruhenstroth@mobilsicher.de

PGP-Key

0xAC27FCDCF277F1E4

Fingerprint

E479 C1CD 0FC9 E373 A4B3 F5DB AC27 FCDC F277 F1E4

Miriam Ruhenstroth

Projektleiterin. Miriam Ruhenstroth hat mobilsicher.de seit Beginn des Projektes begleitet – zuerst als freie Autorin, später als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

Weitere Artikel

Browser und Suchmaschinen 

Firefox Klar: Geeignet als Zweit-Browser

Der Browser Firefox Klar verspricht privates Surfen. Analysedaten werden nur nach Zustimmung übermittelt. Doch Firefox Klar ist in seinen Funktionen eingeschränkt. Daher bleibt er ein Zweit-Browser für besondere Gelegenheiten oder zum Einbinden als Werbeblocker in Safari.

Mehr
YouTube-Video 

App-Test live: Was tut eine App wirklich?

Was tut eine App eigentlich, ohne dass wir es mitbekommen? Das schauen wir uns ganz genau an, bevor wir Ihnen Apps empfehlen. Wie es aussieht, wenn wir den Datenverkehr im Hintergrund analysieren, zeigen wir im Video live am Beispiel der Dating-App LOVOO.

Ansehen
Körper und Gesundheit 

Wann gelten Apps als Medizinprodukt?

Viele Apps übernehmen medizinische Funktionen: Von der Erinnerung an die tägliche Tablette bis zur Tinnitus-Therapie. Theoretisch sind solche Apps in Europa streng reguliert. Doch die Auflagen sind wenig praktikabel und werden kaum umgesetzt.

Mehr
YouTube-Video 

So schützen Sie Ihr Instagram-Konto vor fremden Zugriffen

Die Fotoplattform Instagram bietet neuerdings eine zusätzliche Sicherheits-App für die Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Wer Ihre Instagram-Login-Daten geklaut hat, kann sich ohne diese App nicht in Ihrem Namen anmelden. Außerdem können Sie Ihre Privatsphäre schützen, indem Sie Instagrams Voreinstellungen ändern.

Ansehen