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News vom 31.01.2018

DuckDuckGo: Browser-App blockiert Tracking

Ein Artikel von Stefan Mey, veröffentlicht am 31.01.2018

Die Suchmaschine DuckDuckGo bietet neue Privatsphäre-Funktionen. So blockieren die Browser-Apps ab jetzt aktiv Tracker von Webseiten und zeigen eine Bewertung der Datensicherheit und des Datenschutzniveaus von Webseiten an.

DuckDuckGo hat Ende Januar seine Funktionen in Sachen Privatsphäre erweitert. So sind die Browser-Apps der alternativen Suchmaschine ab jetzt mit einem eignen Tracking-Blocker ausgestattet und rufen Webseiten, falls möglich, verschlüsselt auf.

Zudem gibt es ein neues Bewertungssystem: Ruft man mit dem DuckDuckGo-Browser eine Webseite auf, so sieht man rechts neben der Adresszeile die Bewertungen A bis E. Sie geben Auskunft darüber, wie gut die Seite bei Datenschutz und Sicherheit abschneidet. Klickt man auf den Buchstaben, erhält man folgende Informationen, die auch in die Bewertung einfließen (in englischer Sprache):

  • Ob die Webseite die verschlüsselte Datenübertragung per HTTPS-Standard nutzt.
  • Wie viele Tracking-Netzwerke eingebunden sind. Nach einem Klick auf "Tracker" öffnet sich eine Liste mit den Namen der Netzwerke.
  • Eine Bewertung der Datenschutz-Praxis anhand der Datenschutzerklärung. Diese Informationen stammen vom Dienst „Terms of Service – Didn‘t Read“, bei dem eine Nutzer-Community Datenschutzerklärungen analysiert. Facebook beispielsweise erhält die Bewertung „Poor Privacy Practices“. Dazu heißt es, dass das soziale Netzwerk Nutzer auf externen Webseiten tracke und die Daten der Nutzer für verschiedene Zwecke verwende.

Von der Suchmaschine zum Browser

DuckDuckGo war ursprünglich eine besonders Datenschutz-freundliche Suchmaschine. Seit einiger Zeit bietet DuckDuckGo auch Browser-Apps für die Betriebssysteme Android und iOS, die auf die Wahrung von Privatsphäre und auf Datensicherheit getrimmt sind. Hinweis: Wenn Sie DuckDuckGo als Standard-Suchmaschine in einem anderen Browser wie etwa Firefox oder Chrome nutzen, stehen die oben genannten Funktionen nicht zur Verfügung. Sie werden nur vom DuckDuckGo-Browser angeboten.

Idee vorbildlich, aber noch ausbaufähig

Die Absicht hinter den neuen DuckDuckGo-Funktionen ist gut: mit wenig Aufwand können sich Nutzer beim Surfen ein Bild über die Datenpraxis einer Webseite machen.

Das funktioniert aber noch nicht immer wie vorgesehen. Bei vielen Webseiten heißt es bei der Bewertung der Datenschutzpraxis schlicht: „Unknown Pricacy Practices“. Die Community hinter „Terms of Service – Didn‘t Read“ hat bisher vor allem größere, US-amerikanische Seiten bewertet.

Informationen zur Datenschutzpraxis deutscher Webseiten wie Spiegel Online oder T-Online sucht man im entsprechenden Feld der DuckDuckGo-App zur Zeit vergeblich.

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