News vom 10.07.2017

BKA entdeckt 500 Millionen gehackte E-Mail-Adres­sen

Ein Artikel von , veröffentlicht am 10.07.2017

Es ist einer der größten Funde von gestohlenen Zugangsdaten, den das Bundeskriminalamt bei Ermittlungen im Cyber-Untergrund machte. Die Behörde ruft nun dazu auf, die eigenen Zugangsdaten zu überprüfen und Passwörter zu ändern.

BKA-Ermittler haben im Internet mehr als 500 Millionen E-Mail-Adressen einschließlich dazugehöriger Passwörter gefunden. Das teilt das Bundeskriminalamt in einer aktuellen Meldung mit. Die Daten wurden im sogenannten Darknet entdeckt, dem Teil des Internet, der nur über das Tor-Netzwerk erreichbar ist.

„Vermutlich stammen die Daten von verschiedenen Hacking-Angriffen und wurden über einen längeren Zeitraum zusammengetragen“, so das BKA. Die neuesten Daten in dem Fund sollen vom Dezember 2016 stammen.

Das Bundeskriminalamt ruft nun alle Internet-Nutzer und -Nutzerinnen dazu auf, die eigenen Passwörter zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Das Amt hat dazu die Daten an das Hasso-Plattner-Institut, HPI, weitergereicht. Mit dem Identity Leak Checker des HPI können Nutzer überprüfen, ob sich die eigene E-Mail-Adresse unter den gehackten Adressen befindet.

Geben Sie dort die E-Mail-Adresse ein, die Sie überprüfen wollen. Anschließend sendet das HPI eine Mail an diese Adresse. Darin steht, ob sich die Adresse in den sichergestellten Daten befindet, oder nicht.

Es empfiehlt sich, für jeden Internet-Dienst oder -Shop ein anderes Passwort zu verwenden, und diese regelmäßig zu ändern.

Weitere Artikel

Ratgeber 

Europäische Tracing-Technologie: PEPP-PT kurz vorgestellt

PEPP-PT ist eine Technologie zur Kontaktverfolgung auf Bluetooth-Basis. Sie wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) und vielen anderen Organisationen unterstützt und ist damit der aussichtsreichste Kandidat für eine Tracing-App in Deutschland. Doch es gibt auch Kritik an dem Projekt.

Mehr
YouTube-Video 

Google Family Link: Was Sie über die App wissen sollten (Android)

Google Family Link - so heißt Googles App für die Kindersicherung von Smartphones und Tablets. Mit der App kann man zum Beispiel Nutzungszeiten festlegen und bestimmte Apps sperren. Mit seinem Hunger nach Daten verschont Google aber auch die Kleinen nicht.

Ansehen
YouTube-Video 

App-Test live: Was tut eine App wirklich?

Was tut eine App eigentlich, ohne dass wir es mitbekommen? Das schauen wir uns ganz genau an, bevor wir Ihnen Apps empfehlen. Wie es aussieht, wenn wir den Datenverkehr im Hintergrund analysieren, zeigen wir im Video live am Beispiel der Dating-App LOVOO.

Ansehen
Ratgeber 

Smartphone-Nutzer sollten jetzt ihre Werbe-ID ändern

Fast jedes Mobilgerät besitzt eine eigene Werbe-ID. Sie dient dazu, dem Nutzer personalisierte Werbung anzuzeigen. Wer das nicht wünscht, sollte die Funktion ausschalten und seine Werbe-ID zur Sicherheit regelmäßig ändern. Wir zeigen, wie das geht.

Mehr