News vom 16.09.2019

Apple: Werbung in Kinder-Apps doch wieder erlaubt

Ein Artikel von , veröffentlicht am 16.09.2019

Werbung in Kinder-Apps auf iPhone und iPad hatte Apple Anfang Juni 2019 verboten. Dasselbe galt für Analysedienste. Nun hat die Firma sich anders entschieden. In „Ausnahmefällen“ sollen Werbung und Analyse auch in Apps für Kinder erlaubt bleiben.

Anfang Juni 2019 hatte die Firma Apple vermeldet, Apps für Kinder ab sofort frei von Drittanbieter-Werbung sowie Analysesoftware zu halten (mobilsicher berichtete). Daten von Kindern sollten so geschützt werden und nicht in die Hände von Dritten gelangen.

Apps von Entwicklern, die sich an diese Vorgabe nicht hielten, hatten ab sofort keinen Zugang mehr zu Apples App-Store. Vorhandene Apps sollten angepasst werden. Die Richtlinien für Entwickler hatte Apple im Juni 2019 entsprechend aktualisiert.

Bei dieser klaren Linie bleibt die Firma nun aber doch nicht. Wie das Technikmagazin Heise Mitte September berichtete, geht dies auf Beschwerden von Entwicklern zurück. Das Einbinden von Werbung und Analysesoftware gehört für viele App-Anbieter zum Geschäftsmodell.

Richtlinien für Entwickler erneut angepasst

Apple hat seine Richtlinien für Apps daher erneut angepasst.

Dort heißt es nun: Kinder-Apps für iOS sollten auf Werbung und Analysedienste von Drittanbietern verzichten. In Ausnahmefällen ("limited cases") dürfen Werbung und Analysedienste allerdings eingebaut werden. Was das genau bedeutet, geht aus den Richtlinien nicht hervor.

Wenn Werbung in Kinder-Apps eingebaut wird, muss diese für Kinder geeignet sein. Das will Apple laut Heise Menschen überprüfen lassen.

Analysedienste bleiben erlaubt, "wenn sie keine Informationen übertragen, mit denen das Kind identifiziert werden könnte – darunter Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, Ort oder die eindeutige Geräte-ID".

In Ihren Safari-Browser können Sie einen Werbe-Blocker einbauen - wie das geht, erklären wir hier.

Die Autorin

E-Mail

i.poeting@mobilsicher.de

PGP-Key

0x98926A6965C84F21

Fingerprint

7F5D B2F7 C59F 0547 D730 7DD7 9892 6A69 65C8 4F21

Inga Pöting

Inga Pöting ist Redakteurin bei mobilsicher.de. Sie schreibt Texte, kümmert sich um die Webseite und erklärt Apps und Smartphone-Funktionen vor der Kamera. Davor hat sie im Ruhrgebiet bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen gearbeitet.

Weitere Artikel

YouTube-Video 

Neues Handy gesucht? Diese Android-Versionen sind sicher

Kamera, Speicherplatz, Hersteller - beim Handykauf achten die meisten vor allem darauf, was das Gerät alles kann. Doch entscheidend für Datenschutz und Sicherheit ist bei Android die Version des Betriebssystems. Damit Sie im Handel nicht versehentlich zur Datenkrake greifen, stellen wir Ihnen sichere Android-Versionen vor.

Ansehen
Ratgeber 

Wie sicher sind Internetverbindungen von Apps?

Wer über Smartphone oder Tablet im Internet surft, möchte sich keine Gedanken darüber machen, ob der Tischnachbar im Café gerade die Suchanfragen mitliest. Das geht nur, wenn die Apps ihre Verbindungen ins Internet verschlüsseln.

Mehr
Ratgeber 

Clickjacking: Der Trick mit dem überdeckten Bildschirm (Android)

Sicherheitsexperten warnen vor dieser Weiterentwicklung des Phishing-Angriffs: Die Schadsoftware legt dabei ein eigenes Fenster über die Anzeige einer legitimen App und greift damit Login-Daten ab. Auch Banking-Apps sind betroffen. Wir erklären, wie es funktioniert und wie Sie sich schützen können.

Mehr
Ratgeber 

Google’s Private Data Retention

Google apparently stores phone numbers, calling-party numbers, duration of calls, and many other telephony metadata when people place and receive calls using Android phones. Peter Schaar, former German federal commissioner for data security, has severe doubts that this practice is legal and asks for the EU commission to step in immediately

Mehr