News vom 24.08.2016

Android-Updates künftig alle 3 Monate

Ein Artikel von , veröffentlicht am 24.08.2016

Für Android-Handys soll es künftig einen festen Update-Rhythmus von drei Monaten geben. Das hat der wichtigste Android-Entwickler Google bekannt gegeben. Davon können jedoch nur Geräte profitieren, die die neueste Android-Variante 7 (Nougat) installiert haben.

Die Android-„Service Packs“ werden zukünftig automatisch über Wlan heruntergeladen und dann installiert – in der Regel, ohne dass ein Neustart notwendig wird. Bereits vor einem Jahr hatte Google monatliche Sicherheitsupdates für seine Nexus-Telefone angekündigt. Die Strategie ähnelt der von Microsoft, die für ihr Betriebssystem Windows 10 in kurzen Rhythmen Updates anbieten, die sich automatisch installieren.

Keine Lösung für ältere Geräte

Das Hauptproblem kann Google jedoch auch mit dem neuen Aktualisierungszyklus nicht beheben: Die einzelnen Geräte-Hersteller wie Samsung, LG, Motorola und Co. müssen die Updates selbst in ihre angepassten Android-Varianten einbauen. Denn wer ein Samsung-Smartphone besitzt, der bekommt seine Updates nicht von Google, sondern vom Samsung. Doch nicht alle Hersteller investieren Entwickler-Arbeitszeit darin, alle ihre Geräte auf einem aktuellen Stand zu halten. In der Regel ist spätestens nach 18-24 Monaten Schluss mit Updates. Dann kann man sein Handy zwar noch benutzen, aber eben nur mit veralteten Betriebssystemen.

Das bedeutet, dass vor allem ältere Android-Geräte, die noch teilweise auf den Android-Versionen 4 oder 5 laufen, nicht mehr aktualisiert werden – und damit auch Sicherheitslücken nicht mehr gestopft werden. Wer sich jetzt ein neues Handy kauft, sollte darauf achten, dass darauf mindestens Android 6 („Marshmallow“) installiert ist, beziehungsweise ein Update auf Android 7 vom Hersteller angeboten wird.

Android 7 jetzt verfügbar

Android 7 „Nougat“ ist seit gestern offiziell für die ersten Smartphones verfügbar. Nach und nach werden Handy- und Tablet-Hersteller die Betreibssystem-Version für ihrer Geräte ausliefern. Neben den Nexus-Geräten von Google wollen unter anderem Samsung (für die S6- und S7-Serie), HTC (HTC 10, HTC One A9, HTC One M9), LG (LG G5, LG V20) und Sony (Sony Xperia Z3) Updates für Android 7 bereitstellen.

 

 

Weitere Artikel

Ratgeber 

iOS 13: Mit Apple-ID bei anderen Diensten anmelden

Apps und Online-Dienste, bei denen Sie sich bisher mit Ihrem Facebook- oder Google-Konto anmelden konnten, können seit September auch die Anmeldung mit der Apple-ID anbieten. Vorteil: Apple erstellt dabei keine Nutzungsprofile. Nachteil: Sie müssen dafür ein Apple-Gerät besitzen. Wir stellen die neue Funktion vor.

Mehr
App-Test 

Navi-Apps im Check: Maps.me – nicht empfehlenswert

Die Navigations-App Maps.me ist vollgestopft mit Trackern und Werbediensten, erfasst extrem detaillierte Geräte-Daten und zeigt wenig Interesse, die eigenen Nutzer aufzuklären. Der Anbieter ist auch schon im Zusammenhang mit Mail-Apps negativ aufgefallen.

Mehr
Ratgeber 

Tibor Kaputa von Simple Mobile Tools: „Es interessiert mich nicht, für ein Unternehmen zu arbeiten“

Der slowakische Entwickler Tibor Kaputa bietet Alternativen für viele Standard-Apps auf Android an: Für Kontakte, Kalender, Galerie und mehr. Seine “Simple Mobile Tools” sind privatsphärefreundlich und quelloffen. Inzwischen kann er davon leben, sagt Tibor im mobilsicher-Interview.

Mehr
Ratgeber 

DB-Navigator: Datenerhebung von Adobe Analytics widersprechen

Die App „DB-Navigator“ sammelt in der Standardeinstellung Nutzerdaten und sendet sie an den Datenanalyse-Dienst von Adobe. Wer das nicht möchte, kann diese Datenübertragung ausschalten. Wie es genau geht, zeigen wir hier Schritt für Schritt.

Mehr