News vom 07.09.2017

Achtung, neugierige Kamera-Apps

Ein Artikel von , veröffentlicht am 07.09.2017

Viele Kamera-Apps versenden offenbar sensible Daten, ohne ersichtliche Notwendigkeit und ohne dass NutzerInnen davon erfahren. Das ergab ein aktueller Bericht der Stiftung Warentest. Vier von acht getesteten Apps bewerteten die Tester darin als „kritisch“.

Viele Kamera-Hersteller bieten inzwischen eigene Apps an, mit denen sich Bilder zum Beispiel aus der Kamera besonders leicht auf das Smartphone übertragen und dort auch gleich verwalten und teilen lassen.

In dem aktuellen Schnelltest untersuchte die Stiftung das Datensendeverhalten der Apps von acht namhaften Kameraherstellern: Canon, Fujifilm, Nikon, Olympus, Panasonic, Ricoh, Sony und Yi. Das Ergebnis: Vier von acht getesteten Apps erhielten die Auszeichnung "kritisch", weil sie zum Beispiel die Standortdaten des Handys an den Hersteller oder an Drittanbieter funken.

Besonders frech agiert die App "Yi Mirrorless": Sie überträgt unter anderem den Namen und das Passwort des Netzwerkes, über das Kamera und Smartphone kommunizieren. Auch an Facebook, Google (bei Android-Geräten) oder Apple (bei iOS-Geräten) gehen Daten.

Die vollständigen Testergebnisse finden Sie auf der Webseite von Stiftung Warentest.

Auch die vorinstallierten Kamera-Apps auf Smartphones haben in der Regel sehr weitreichende Zugriffsrechte. In unserem Ratgeber Vorinstallierte Apps ersetzen erfahren Sie, mit welcher App Sie Ihre Bilder garantiert ohne Datenklau verwalten können.

 

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Miriam Ruhenstroth

begleitet mobilsicher.de seit der Gründung – zuerst als freie Autorin, dann als Redakteurin. Seit Januar 2017 leitet sie das Projekt, das 2020 um den AppChecker erweitert wurde. Davor arbeitete sie viele Jahre als freie Technik- und Wissenschaftsjournalistin.

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